der Weg zur Diagnose - VOR „Hit hard and early“ oder besser "hit gesund" (Allgemeines)

galadriel, (vor 2424 Tagen) @ Marc

" Prof. Gold. „Ein vorsichtiger Therapieeinstieg ging hingegen mit einem schlechteren Outcome einher.
Vor dem Hintergrund dieser Daten erscheint es notwendig, die derzeit geltenden Kriterien, anhand derer eine Einteilung der Patienten zur initialen Therapiestrategie erfolgt, nun in großen randomisierten Studien zu überprüfen. Bis dahin müssen wir (...)"

Ich habe nicht die geringste Ahnung, ob "wir müssen" ...


Hi Boggy,

Selbst zu den vorhandenen Immuntherapien müsste es viel mehr Transparenz geben damit Therapieentscheidungen nicht wie „Glücksspiele im Saloon“ (um Agno‘s John Wayne Metapher aufzugreifen). Und dafür sollten z.B. umbedingt die im Praxisalltag verfügbaren Biomarker so ausgeweitet werden so dass endlich klare Diagnosen zu aktuellen entzündlichen Veränderungen im Patienten sowie verlässliche Prognosen entstehen.

Aktuell schaut man sich zunächst den Liquor an, betrachtet die MRT Bilder, und schickt den Patienten auf seine/ihre Reise. Das ist wie Nutzung von Sextant und Kompass bei der Schifffahrt. Inzwischen gibt‘s GPS... Wieso sind Messungen wie der NFL Bluttest oder Gehirnvolumen nicht schon längst klinische Routine wie vor Jahren versprochen.

Da gibt es zur Behandlung der MS also eigentlich viele Sachen, über die man sich wirklich aufregen sollte weil sie zwar bereits vorhanden sind aber dennoch den Patienten vorenthalten werden...wohl aus Kostengründen und vermutlich auch aus Unwissenheit....:no:


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vor allem sollte man eine MS-Diagnose NICHT SOFORT stellen - weil im MRT
weisse Flecken zu sehen sind.

Man sollte erfragen - wieso ist dieser Patient überhaupt hier, wieso
kam er ins MRT.

Hatte er jemals zuvor etwas - falls ja, was? falls nein - auch festhalten.

Man sollte erfragen - ob es sich um einen Raucher (oder Starkraucher handelt)
oder um einen Nichtraucher.

Es sollte ein Team - für Raucher - MRT s geben und dies mal langjährig
"studieren".

Man sollte sich ausgesprochen VIEL Zeit für den erstmalig neu erschienenen
Patienten nehmen und ausgesprochen BEDACHT sein mit Äusserungen hinsichtlich
"MS".

Man sollte kurz nicht so eine hohe Gewichtung auf ein MRT legen.
(image - not human...) und auch nicht auf Liquor (denn der könnte schwach positiv
sein - bisschen schwanger gibt s auch nicht, oder)

Man sollte die Worte "MS" überhaupt nicht erwähnen und keine Ängste schüren
was ALLES KÖNNTE...

man sollte entgegen der Mc Donalds Kriterien 2010 - NICHT nach dem ersten
Schub diagnostizieren dürfen (dies sollte verboten werden) und aufgrunddessen
in 2019/2020 neue Kriterien festlegen - und zwar sehr sehr BEDACHTE.

Man sollte den Patient schlicht und simpel in Ruhe lassen (denn unsagbar viele
kommen niemals wieder...... und dies sind mächtig mächtig viele......)

Man sollte VIELE Gelder zur Verfügung stellen - die in Richtung Ursachenforschung
gehen und nicht ausschliesslich in Medikamentenforschung.

und ansonsten - im Falle einer wahrhaftigen MS-klaren Diagnose -

FRÜHESTENS
nach dem 2. Mal (Schub) - sollte erst über Therapien gesprochen werden und
zwar ausschliesslich mit pharmaunabhängigen "Experten" - mit langjähriger Erfahrung
und nicht durch 35-jährige - gerade soeben gewordenen PD s /Professoren - die
weitestgehend unerfahren sind. Nur "erfahrene "alte" Haasen" sollten sich darüber äußern dürfen und nicht "MS-zertifizierte DMSG-Ärzte"

und in dem Fall auch nicht "hit hard" - sondern "hit gesund" -
was tut dem Körper gut und vergiftet ihn nicht - somit Risiko/Nutzen gut abwägen.

der Rest dann - wie oben - von Dir beschrieben.

Galadriel

PS: so wird s aber niemals gemacht - da nicht gewollt - aus bekannten Gründen
und das Dilemma bleibt.

PSS: und Suggestionen hinsichtlich "Fatigue" - "Konzentration" - "Gedächtnisstörungen" GANZ SCHWER unterlassen.

bekommt ein Mensch nämlich zuviele Probleme - Stress - auswegslose
Situation - sinkt bekanntlich der Serotoninspiegel - und einjeder
Mensch hat plötzlich "Fatigue" - "Konzentrations-/Gedächtnisschwierigkeiten"
was einem burn out gleich kommt mit AUSFALL - und MS herzlich wenig zu tun hat.

Nein, ich stelle mich über keinen Arzt - habe aber ganz sicher jegliches
Vertrauen - in diese Berufsgruppe verloren - und zwar BERECHTIGT und BELEGBAR!

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