Psychoneuroimmunologie (Allgemeines)

julia, (vor 3366 Tagen)

Ich möchte kurz von einem Buch (‚Was uns krank macht – was uns heilt, Aufbruch in eine neue Medizin‘) über Psychoneuroimmunologie berichten, das ich die Tage gelesen habe.

Der Autor Prof. Christian ist sowohl promovierter Arzt als auch Psychologe, kennt also gleichzeitig Äußeres und Inneres des Menschen und widmet seine Forschung den Zusammenhängen zwischen Immunsystem, Seele und Geist.
Dass Körper und Geist untrennbar miteinander verbunden sind, ist durch die Disziplin der Psychoneuroimmunologie inzwischen wissenschaftlich beweisbar und damit nicht mehr nur Wissen der östlichen Weisheitstraditionen oder Behauptung von Esoterikern.

Im Buch wird auch für Laien verständlich beschrieben, wie Stress in Beziehungen oder am Arbeitsplatz Entzündungen im Körper auslöst und wie andererseits Entspannung und Seelenfrieden zur Selbstheilung beitragen können.

Wir wissen inzwischen, dass es eine Verbindung gibt zwischen dem Nervensystem, also dem Gehirn, und dem Hormon- und Immunsystem. Unsere Nerven- und Immunzellen sind direkt und über Botenstoffe miteinander verbunden, und das wechselseitig. Und wenn das so ist, dann verändere ich über die Psyche, also Gehirn und Nerven, das Geschehen im Körper. Psychotherapie kann daher einen enormen Einfluss auf Krankheitsprozesse haben. (Christian Schubert in Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 4. 9. 16)

Überträgt man diese Gedanken auf die MS, scheint die Annahme, dass Schübe durch Stressbelastung ausgelöst werden können, nicht so ganz an den Haaren herbeigezogen zu sein. Allerdings bedeutet es auch nicht, dass die MS eine rein psychosomatische Erkrankung ist.;-)

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