jammern als Lebensmantra? (Therapien)
Da behauptete ich, dass nur langweilige Menschen, Langeweile haben.
Ein Recht auf professionelle Bespassung, gibt es bisher gottseidank noch nicht.
Und ich unterscheide zwischen einem angemessenen fluchen über einen unangenehmen abgegrenzten Abschnitt & jammern als Lebensmantra.
Lieber agno, ich schrieb "da darf frau auch mal jammern dürfen" und "resultierende Probleme aufzeigen dürfen", "in einem MS-Forum" !.
Das ist weit entfernt davon, ein Plädoyer für 'Jammern als Lebensmotto' zu sein.
Jede einzelne Situation, jeder einzelne Fall ist anders. Es ist immer problematisch, eine Situation einer anderen Person zu werten, ohne selbst in genau dieser Lage gesteckt zu haben. Es gibt eine Reihe von Einflussfaktoren, die es einem leichter oder eben weniger leicht machen, ein Leben mit starker Gehbehinderung bzw. nicht mehr gehen können erfolgreich zu meistern. Z.B. Einbindung in soziale Netzwerke, Partnerschaft, Wohnsituation und Wohnstandort, Infrastruktur. Nicht zuletzt auch die finanziellen Möglichkeiten. Mit einer ordentlichen Rente ist ein kommodes Gehbehindertenleben sicher etwas einfacher als wenn sich die Rente auf Grundsicherungsniveau bewegt. Wenn man sich zum Beispiel eine schöne rollstuhlgerechte Wohnung an einem coolen Standort leisten kann, oder ein umgebautes Auto finanzieren kann, ohne berufstätig zu sein.
Was meine Botschaft sein soll: Nicht urteilen, wenn man eine Situation in all ihren Schattierungen nicht selbst erlebt hat. Und jemanden auch mal ! jammern bzw. Probleme aufzeigen lassen, zumal wenn es sich um ein Selbsthilfeforum handelt.