Lebensfreude trotz Rolli (Therapien)
Ich bin sicher ein positiver Mensch mit viel Spass am und im Leben. Meine Probleme habe ich trotzdem mit der nicht mehr vorhandenen Mobilität, obwohl ich sonst keine Beschwerden habe. Im Moment ist es jedenfalls so, aber vielleicht würdige ich das auch nicht genug?! Weil "schlimmer geht immer".
Alles ist jedenfalls ständig mit sehr viel Planung verbunden. Spontan ist nicht mehr.
Habe meine Familie etwas weiter weg wohnend und enge Freundschaften werden mit jedem Umzug weniger bzw. zu Telefon-Freundschaften. Und "im Alter" knüpft man und auch ich weniger schnell neue Freundschaften.
Auf der einen Seite ...
ist an den vorab genannten Argumenten sicher was dran. Es ist gut, mal die Perspektive zu wechseln und auch mal das halbvolle und nicht nur das halbleere Glas zu sehen. Oder angesichts des tausendfältigen Leids auf der Erde das eigene Schicksal in angemessene Relation zu setzen.
Auf der anderen Seite ...
leben wir nun mal hier unter relativ friedlichen und wohlhabenden Bedingungen. Wir sehen in unserer nächsten Umgebung ständig Menschen, die mobil sind, die problemlos reisen, die arbeiten können, die problemlos Treffpunkte erreichen können, die vieles nutzen können, was das Leben hier so bietet. Als Rollstuhlfahrerin zu leben, und gar nicht laufen zu können, das ist nicht immer lustig. Und auch nicht immer einfach. Das ist mit erheblichen Einschränkungen verbunden. Da darf frau auch mal jammern dürfen. Und resultierende Probleme aufzeigen dürfen. Und wo sonst, wenn nicht in einem MS-Forum?