Wenn man ein MS-Forum aufgibt, ... (Allgemeines)
Die Vermutung ist doch, dass Neubetroffene von Ärzten in einer MS-Klinik oder von niedergelassenen Neurologen nicht gut aufgeklärt werden. Oder ist das eine Unterstellung? Es wird berichtet,
sie bekämen oft einen Wust von Hochglanzbroschüren und sollten sich selbst aussuchen, was für sie geeignet sei. Damit seien sie doch ausreichend und objektiv aufgeklärt, könnte man sagen.
Aber ich stelle mir etwas anderes vor, was sicher eine Viertel-, wenn nicht eine halbe Stunde dauert. Dazu gehört - meiner Ansicht nach - eine Aussage, welchen Verlauf man mit oder ohne Medikamente zu erwarten hat. Aber diese Aussage ist angeblich nicht möglich, weil die MS so kapriziös sei.
Aber eine Aussage, ob eine BT hilft oder nicht, ist eigentlich auch nicht möglich. Was soll man da tun? Ist es nicht naheliegend auf Nummer Sicher zu setzen? Eine BT zu empfehlen, weil es ja alle anerkannten MS-Ärzte tun? Damit man sich nicht später sagen lassen muss: Hättest du damals doch bloß auf eine Behandlung gedrängt!
Ich glaube, es hat einen guten Grund, dass es zertifizierte MS-Praxen und -Ambulanzen gibt. Weil hier die Pharmaberater einen fruchtbaren Boden finden. Und Geld im Sinne von Verlaufsbeobachtungen wird auch fließen.
Ich nehme an, dass es so ist. Was könnte man dagegen tun? Ich glaube, man kann nichts tun!
Und wir? Man wird auf ein Forum wie dieses nicht hören wollen, wenn man in der Not ist, weil man genug damit zu tun hat, mit der Diagnose fertig zu werden, und man nicht noch zusätzlich verunsichert werden will.
Ich weiß, wie es ist, wenn man anfängt, seinem eigenen Zahnarzt zu misstrauen!
W.W.