Faktencheck ;-) (Allgemeines)
Meine Erfahrung:
1. Wenn ich etwas nicht klar sagen kann, dann habe ich es auch noch nicht klar genug durchdacht/ noch nicht klar genug für mich selbst verstanden.
Ich dachte, dass Sie so etwas schreiben würden, und das ehrt Sie auch. Das ist Popper durch und durch: Wenn ich genügend nachdenke, kann ich auch das Schwierigste klar formulieren. Ich denke da berühren sich Popper und der frühe Wittgenstein.
2. Wenn ich etwas nicht klar sagen (in Worte fassen) kann, aber die Bedeutung innerlich "klar fühle", dann gehe ich inzwischen davon aus, daß es etwas mit meinen beginnenden, MS-bezogenen, kognitiven Schwierigkeiten zu tun haben könnte.
Auch das werfe ich mir manchmal vor: Nicht, weil ich MS hätte, sondern weil ich alt werde und die Hirnblutungen gehabt habe.
Wenn ich abwarte, und immer wieder mal dahin zurückkehre, fallen mir dann öfter auch die passenden Worte ein.
Ich hoffe, das ist so!
Aber glauben tue ich es nicht. Tatsächlich glaube ich, dass es Dinge gibt, die zu schwierig sind, gesagt zu werden, und dass es 2 Typen von Menschen gibt, die sie dennoch erkennen: Einstein und Heidegger. Oder vielleicht 3? Ja, ich glaube, man müsste Heisenberg noch dazunehmen.
Descartes ist ein anderes Problem. Er spricht nicht von Fakten.
Fakten können nicht überschätzt werden! Ohne sie wären wir in der Welt verloren.
??? Meine Überlegungen gingen eher in die Richtung, dass es vielleicht gar keine Fakten gibt. Anders formuliert, dass wir uns unsere Fakten selbst machen: sicut dei.
Das wäre eine sehr 'humanistische' Sicht, aber auch etwas Anmaßendes. Aber was wäre, wenn es keinen Gott gäbe? Müssten wir dann nicht mit unserer Vernunft an seine Stelle treten?
W.W.