DMSG zensiert Interview (Allgemeines)
Ich mache mir ehrlich gesagt mittlerweile manchmal nicht mehr soviel Mühe mit der Genauigkeit bei meinen Beiträgen da ich nicht den Eindruck habe, dass jemand hier Interesse hat, ernsthaft dazu Stellung zu nehmen.
Der Eindruck kann leicht entstehen, bleibt aber hochgradig spekulativ ... ;)
Zur vierten Passage:
Selbst wenn eine Quelle eigentlich als seriös gilt, wie z.B. medizinische Fachzeitschriften [...] schließt das nicht sicher aus, dass Inhalte dort tendenziös sind, z.B. wenn Meinungsführer nicht unbeeinflusst sind."
Das ist eine Anspielung auf die "Werbeoffensive der Extraklasse" in den Fachzeitschriften Der Nervenarzt und Aktuelle Neurologie, über die TAG berichtet hatte: http://tag-trier.de/?cat=2
Das mit den "Patientenorganisationen" sehe ich wie du, nur finde ich die Formulierung im Interview nicht so dramatisch. Das hätte die DMSG ganz gelassen hinnehmen können. Aber wer weiß, wie es zu der Kürzungsentscheidung kam, das ist ja nicht klar.
Wenn das Wort "Durchbruch" verwendet wird, erkenne ich darin eine Frage nach Fortschritten in der Grundlagenforschung und nicht in der klinischen Forschung.
Interessant, wie unterschiedlich man das lesen kann. Ich bin komplett anderer Meinung, denn hätte Stefanie Schuster sich für Grundlagenforschung interessiert - also für die Frage nach MS-Ursachen, Auslösern, Subtypisierung etc. -, müsste die Frage lauten:
"Die Medizin macht ständig weitere Fortschritte – ist in der nächsten Zeit mit einem Durchbruch in der Grundlagenforschung zu rechnen?"
Das fragt sie aber nicht.
Beantwortet nur nicht ob und wie das bestehende Medikamentenregime als solches abgelöst wird.
Doch, genau das wird mE beantwortet, nämlich damit, dass es in der bisherigen, oft an kommerziellen Interessen ausgerichteten Forschung keinen "Durchbruch" geben könne und dass andere Forschungsansätze für die Patienten-Versorgung viel relevanter seien.
Gute Fahrt
Danke ... auch für deine Antwort hier!
:)