DMSG zensiert Interview (Allgemeines)
Hallo Karo,
Danke für deine ausführliche Antwort. Natürlich hätte ich die 4te gestrichene Passage vollständigkeitshalber erwähnen sollen. Ich mache mir ehrlich gesagt mittlerweile manchmal nicht mehr soviel Mühe mit der Genauigkeit bei meinen Beiträgen da ich nicht den Eindruck habe, dass jemand hier Interesse hat, ernsthaft dazu Stellung zu nehmen.
Die vierte Passage habe ich jedenfalls deshalb nicht gesondert erörtert da ich den Kern der Aussage durch das Weglassen des letzten Satzes nicht wesentlich geändert sah. Es geht grundsätzlich um die Unzuverlässigkeit von vermutlich "neutralen" Informationsquellen für Neubetroffene.
Die gesamte Passage lautet: "MS-Therapien, und zwar sowohl die immunmodulatorischen Medikamente als auch Therapien der „alternativen“ Angebote, sind ein Riesengeschäft geworden. Leider ist es meist nicht offensichtlich, ob eine Meldung aus kommerziellen Gründen lanciert worden ist. Die Methoden, einen falschen Anschein von Neutralität zu vermitteln, sind ausgefeilt und trickreich. Entsprechendes gilt für zahlreiche Webseiten, die alternative Verfahren anbieten. Im Grunde muss man sich auf einem Gebiet schon sehr gut auskennen, um die Fallstricke zu erkennen. Selbst wenn eine Quelle eigentlich als seriös gilt, wie z.B. medizinische Fachzeitschriften oder Patientenorganisationen, schließt das nicht sicher aus, dass Inhalte dort tendenziös sind, z.B. wenn Meinungsführer nicht unbeeinflusst sind."
Beim 2ten Lesen bin ich nun aber über das Wort "Patientenorganisationen" gestolpert. Wenn der letzte Satz also so geblieben wäre, würde das eigentlich die Seriosität vom Portal, auf welchem dieses Interview nunmal steht, direkt untergraben. Ich könnte mir daher durchaus eine DSMG interne Diskussion beim Gegenlesen des Artikels vorstellen und womöglich hätte man zumindest vorgeschlagen dieses Wort wegzulassen. Den gesamten Satz aber womöglich aus Gründen der Redundanz. Das kann aber wie bereits geschrieben, nur Frau Schuster sagen.
Den letzten Punkt sehe ich aber ein Wenig anders. Die Frage lautete: "Die Medizin macht ständig weitere Fortschritte – ist in der nächsten Zeit mit einem Durchbruch auf dem Markt der MS-Medikamente zu rechnen?"
Wenn das Wort "Durchbruch" verwendet wird, erkenne ich darin eine Frage nach Fortschritten in der Grundlagenforschung und nicht in der klinischen Forschung. Wie eigentlich jeder weiß, wird mit den bestehenden 10-12 Therapien niemals ein Durchbruch in der MS Behandlung erzielt werden. Jutta's Einwand mit dem fehlenden Nachhalten von Zulassungsstudien dieser Therapien ist auch völlig korrekt. Beantwortet nur nicht ob und wie das bestehende Medikamentenregime als solches abgelöst wird.
Gute Fahrt,
Marc