DMSG zensiert Interview (Allgemeines)
Die Kritik an der DMSG ist doch längst meilenweit über das Stadium des Vorwurfs der "Pharmafreunlichkeit" hinaus.
Vieleicht wäre es mal dieser Diskussion zuträglich, die betreffenden Passagen näher anzusehen: Ich erkenne drei Passagen. Eine zum Thema Arzt-Patientenaufklärung, eine zu Nebenwirkungen von alternativen Heilungsansätzen, und eine zur Zukunft der MS Wissenschaft.
Ich erkenne vier Passagen, zusätzlich zu den von dir genannten diese hier, eine Passage zur Seriosität der verfügbaren Informationsquellen:
"Selbst wenn eine Quelle eigentlich als seriös gilt, wie z.B. medizinische Fachzeitschriften oder Patientenorganisationen, schließt das nicht sicher aus, dass Inhalte dort tendenziös sind, z.B. wenn Meinungsführer nicht unbeeinflusst sind."
Das ist sachlich richtig, allseits bekannt und über die MS-Community hinaus verallgemeinerbar. Wer sich angesprochen fühlt ...
Keine Ahnung aber ob da ein bewusstes Streben nach "einheitlicher" Nachricht auf dem Portal erreicht werden sollte.
Nein, das glaube ich nicht. In einem anderen Beitrag in diesem Thread habe ich mein Erstaunen über den Vorgang geäußert, mein Erstaunen ist echt, nicht vorgetäuscht. Ich verstehe diesen Verstoß gegen journalistische Grundregeln nicht. Aber du hast recht:
Das kann nur der/die Redakteur(in) beantworten.
Die Redakteurin, es ist eine Frau, Stefanie Schuster, sie hat zumindest das Interview geführt.
Wenn sie auf die Frage nach neuen Forschungserkenntnissen lieber über die Notwendigkeit von langzeit Beobachtungsstudien reden will ist das zwar wichtig zu erwähnen aber im Kontext des Artikels Thema verfehlt...
Das sehe ich anders. Jutta verfehlt nicht das Thema, sondern sie spricht über einen völlig anderen Forschungsansatz, der ihrer Meinung nach verfolgt werden müsste, und übt in Bezug darauf Kritik an dem Terminus "Durchbruch", der für MSler etwas anderes bedeute als für MS-Spezialisten.
Ihre "Idee" der MS-Forschung unterscheidet sich von der "Idee", die mit der Frage vorgegeben ist. Es ist legitim, in der Antwort darauf einzugehen.
Und mit der Antwort formuliert sie nichts anderes als die Notwendigkeit einer Kehrtwende in der bisherigen Forschungspolitik - und solche Kritik ist in den Rahmen des Interviews eben nicht mehr integrierbar.
Damit unterstelle ich nicht, dass die Passage deswegen auch getrichen worden ist.