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Leitlinien als vergallopierte Therapieversprechen (Straßencafé)

agno @, Samstag, 13.05.2023, 11:02 (vor 287 Tagen) @ naseweis

Was soll der Doktor auch Anderes tun?
Nach meinem Kenntnisstand gibt es nur für Krankheiten Leitlinien, nicht aber für Menschen.
Wer in diesem Beitrag Ironie findet hat lang genug gesucht

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rofl
Als Patient wünsche ich mir "Leitplanken" der Therapie. Jetzt haben wir "leitlinien.
Sicher habe ich in der Anfangszeit meiner MS, meine Behandler überfordert.

"Ich behandle keine Menschen, ich behandle Krankheiten"
Empfinde ich eine legitime und geradlinige Aussage.

Die grundsätzliche Überforderung des Arztes endet erst, wenn er zum reinen Dienstleister degradiert wird. Dann muss der Patient seine Ängste und Ziele bewusst reflektieren. Das Leben mit MS ist, unabhängig vom Therapieweg, kein Zuckerschlecken.

Ich sehe in unregulierten medizinischen vergallopierten Therapieversprechen einen medizinischen "Longtermism". Wenn die Gegenwart als vernachlässigbar erklärt wird und mit statistischen Methoden in die Zukunft gerechnet wird.

lG agno

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Weiß nicht, woher ich komm, weiß nicht, wie lang ich bleib, weiß nicht, wohin ich geh, mich wundert, dass ich glücklich bin ...


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