Pauschalarzt'betreuung' (Allgemeines)
War heute beim Orthopäden, der lobte mich und meinte, das meiste sei Kopfsache.
Hallo GG,
Dir hat er nix getan, hat Dich gelobt... Der oder dem nächsten mit einem ungünstigeren Verlauf wird er - aus Höflichkeit
- nicht sagen, er/sie habe die Kopfsache wohl falsch angegangen...
Aber diese krause Vorstellung wird in seinem ärztlichen Besserwisserdickschädel rumspuken und die Arzt-Patienten-Beziehung verbiegen.
Vermutlich hat ein(e) jede(r) von uns von SchicksalsgenossInnen schon mal den Eindruck gehabt, da lasse sich nebenan jemand hängen. Wenn dies dazu führt, bezüglich des eigenen Schicksals aktiver zu sein und aufmerksam, mag es noch angehen und positive Aspekte haben.
Da wo ich jedoch anfange, dem anderen Menschen von oben herab reinreden zu wollen, ihn zu bewerten, da wird es schräg. Ein Arzt - ein Profi! - sollte sich persönlicher Eindrücke i.S. von Vorurteilen sehr bewusst sein und sowas aus seiner Betreuungstätigkeit heraushalten!
Bescheidenheit ist nicht nur eine Zier, sie ist hier angebracht. Selbstverständlich hab ich von mir selber den Eindruck, viele 'Kopfdinge' für mich richtig gemacht zu haben und noch zu machen. Aber ich weiß auch, an wie vielen Stellen es ein ganz schmaler Grat ist, auf dem ich balanciere.
Ich glaube dran, dass ein(e) jede(r) von uns einen Spielraum hat und einen Schicksalsbereich. Und 'das Meiste' zur Kopfsache zu erklären, ob orthopädischer- (
) oder neuroseits, das empfinde ich als widerwärtig. Noch einmal:
jerry