Fasel-Hans und Fasel-Liese (Allgemeines)
Es gibt kein Anrecht darauf, immer alles und jeden zu verstehen und selbst in jedweden Bereichen und Formulierungen verstanden zu werden. Was ist das Problem dabei? Fragt man eben nochmal nach.
Meine Sorge ist, dass eine Mode um sich greift, die das Schwerverständliche als das Tiefsinnige begreift. Ich habe den Eindruck, dass gerade das Gutverständliche das Gutdurchdachte ist, und das Komplizierte schlecht durchdacht und verworren.
Es gibt zwei Bedenken, die ich jedes Mal habe: Das eine ist, ich frage mich, warum ich Schwierigkeiten habe, das Geschriebene zu verstehen? Liegt es am Verfasser? Oder liegt es an mir selbst, dass ich Ironie und komplizierte Texte nicht mehr verstehen kann?
Das ist der eigentlich Hintergrund meines Hilfeschreis, den ich ab und zu einmal ausstoße. Ich habe einen Hirnschaden und darum Probleme Texte zu verstehen!!!
Aber manchmal denke ich auch (und das ist vermutlich etwas Böses): Sind die, die die Texte schreiben, wirr im Kopf? Darf man das überhaupt ansprechen? Dass sie nicht zu Potte kommen, sich unklar ausdrücken und irgendetwas äußern, was sie für kryptisch oder wertvoll halten? Oder ist das eine Masche, wie ich - was ich gestehen muss - manchmal bei agno denke. Gebärdet sich der Intellektuelle doppeldeutig und rätselhaft?
Wie dem auch sei, ich bin immer wieder wie erleichtert, wenn andere dasselbe kritisieren, was ich kritisiere: Die Texte sind oft unverständlich, oder auf eine Art witzig, die ich nicht nachvollziehen kann.
Nein, das ist kein Aufruf zur Zensur, aber ein Hinweis darauf, in sich zu gehen, seine Texte besser zu überarbeiten, auf Ironie zu verzichten, entstellende Rechtschreibfehler zu vermeiden.
Jerry, Zoe, Julia, Nalini und Naseweis (und viele andere) sind sehr gute Beispiele, wie man sich klar und deutlich ausdrücken kann! Sie sollten ein Vorbild sein. Die meisten Bedenken habe ich denen gegenüber, die, wenn sie etwas schreiben, den kleinen Finger wie beim Teetrinken aus Porzellantässchen abspreizen!
W.W.
W.W.