Ist die MS ein chronifizierter Ausnahmezustand? bitte um eine Studie (Allgemeines)
Zunächst, wie sollte eine Studie aussehen um den Kriterien der Evidenzbasierten Medizin gerecht zu werden? Sie sollte idealerweise eine: "Gut geplante und hochwertig durchgeführte, randomisiert, kontrollierte, doppelblinde klinische Studie sein, die genügend hohe Patientenzahlen aufweist." Entsprechend dieser Kriterien erfolgt ja eine Einstufung in Evidenzklassen und die Kritik von vielen Patientenorganisationen ist, dass fast alle aktuellen Studien zur MS eine zu niedrige Evidenzklasse haben damit man den Neurologen vernünftige Behandlungsleitlinien vorgeben kann.
Ja, ich weiß, trotzdem herzlichen Dank. Wie immer habe ich Probleme, meine Quellen korrekt zu benennen, aber es gab einen englischen Arzt und Statistiker, der gesagt hat: 'Wenn eine Studienergebnis signifikant ist, dass ist das so, als ob man eine Bleikugel aus dem Fenster wirft und sie fliegt nach oben.'
Ich habe das früher nie so richtig verstanden, aber jetzt weiß ich, dass er Recht hat. In etwa ist das das, was Nalini meint. Wenn ein Ergebnis signifikant ist, muss man eine ganze Menge Bedingungen erfüllen, die eigentlich ungewöhnlich sind.
Früher dachte ich RCDS sind das Gelbe vom Ei, aber sie waren es eigentlich nie, weil das Lebendige nicht messbar ist wie die Geschwindigkeit einer Kugel auf einer schiefen Ebene. Und wenn man es messbar machen will, muss man es notwendigerweise verbiegen.
Das ist das eine! Das andere ist, dass die Konzerne und Universitätskliniken gelernt haben, wie man mit Statistiken umgeht. Ich glaube, kein angesehenes Institut würde so jemanden anstellen wie Ingrid Mühlhäuser, die die Statistiken für die UKE-Studie gemacht hat und die den Sinn vom Mamma-Screening bestreitet.
W.W.