Kritik an der weihschen Psychotherapiekritik? (Allgemeines)
Nochmal zusammengefasst als knackiges Fazit von Agno:
Insofern würde ich die weihsche Psychotheraiekritik verbiegen und behaupten:
1. Manchmal braucht es jemand zum reden. Es ist gut wenn man nicht alle emotionale Last innerhalb der Familie verteilt.
2. Jede Therapie muss das Ziel haben dem Patienten klar zu machen, dass er sein leben besser organisieren kann als jeder Fachmann.
3. Imho sind alle etablierten Therapiewege die mir bekannt sind, untauglich.
4. Ein guter Mensch mit gutem Herz, ist immer gut genug!
Hallo Agno,
zu 1. manchmal oder öfter braucht man jemanden zum reden. Das ist für mich selbstverständlich. Auch stimmt, dass man seine Probleme nicht auf die Familie, dem Partner oder andere nahestehende Menschen abläd und sie dadurch mißbraucht.
zu 2. Das nenne ich Hilfe zur Selbsthilfe, ein Begriff aus der Sozialarbeit, ich denke mal das müsste auch das Therapieziel sein.
zu 3. Untauglich finde ich nicht alle Therapie"formen". Das ist zu pauschal. Ich gehe mal davon aus, dass jeder oder jede die meint eine Therapie zu brauchen, die Therapieform suchen sollte, die zu ihr passt. In den Erstgesprächen oder was auch eine Kassenleistung ist, sind die ersten 5 Std.dafür da, herauszufinden, ob der Therapeut und die Therapieform (Verhaltenstherapie, Hypnosetherapie, analytische Gesprächstherapie, Psychoanalyse etc.) zu einem passen. Andere Formen sind in der Regel nicht von der Kasse anerkannte Formen wie u. a. Bioenergetik, da sollte man oder frau auch erst mal reinrichen, bevor sie sich auf den Weg macht und die Kosten selbst aufbringt.
zu 4. Was ist gut, was ist böse? Schwer zu urteilen. Deine Einschätzung ist dass Menschen, die sich nicht gut genug fühlen oder so beurteilt werden, keinen Grund haben,zum Therapeuten zu laufen. Die Frage bei einer Therapie ist eher die, das der Mensch sich mit all seinen Seiten, Aspekten, Wünschen und Problemen ganz fühlt. Grüße Jakobine