Ist Glück bei Frauen anders? (Allgemeines)

stefan ⌂, Berlin, (vor 3532 Tagen) @ Zoe

Du meinst, Sysi ist ein Mann und keine Frau?
Eine Männergeschichte?

Ja, Sysiphos ist ein Mann und es ist eine ganz typische Männergeschichte: von Männern für Männer.

Wie müsste sie umerzählt werden, wenn Sysi eine Frau wäre?
Sysi würde immer wieder die Waschmaschine ein und ausräumen, und die Baby- und Altenpopos wischen.

Frauen erkämpfen sich keine Gipfel, sondern?

Freiräume, Freizeit. (Gleichberechtigung = partnerschaftliche Aufteilung der Alltagspflichten Kinder, Küche, ...) Frauen kämpfen zwar gegen Widerstände, aber möglichst für etwas, für andere etc..


Wofür auch immer so ein "Gipfel" steht, was ist bei Frauen da anders?
Das fällt mir am schwersten zu beantworten, aber ich will nicht kneifen:
Frau würde evt. auch mal den Stein nen halben Tag unten liegen lassen, wenn der alte Vater aus der Puste geraten ist, oder die Dreijährige zum Kindergarten soll, kann darf, will. (Ich weiß allerdings nicht, wie sich das Bild mit der Bestrafung des Sysiphos verbinden lässt)

Warum hier so die Betonung auf die Geschlechterrolle,
Um dich zu pieksen :hungry: Der Text wirkte so "verräterisch" :-D

Im Manifest ist nur von Patienten die Rede....
Von mir aus können wir das Wort Patienten auch durch "Menschen" ersetzen.

:heelsr: Zoe:heelsr:

Ich kenne `ne Menge Männer, an denen ist glatt `ne Frau verlorengegangen :-D


Der Unterschied ist vielleicht ein anderer und ja, es ist eine Männergeschichte.


Frauen wissen ganz genau, dass die Windel am nächsten Tag oder schon in der Nacht wieder voll, der Staub wieder da, dass der Stein auf dem Berg nie ankommt bzw. sie machen ihre Arbeit und oft nicht so ein Gewese darum.

Das was für Sysi als Strafe auserkoren wurde, ist eine Männerstrafe, es ist Männergeheule, die Angst von Männern, nicht zum Gipfel zu kommen...

Gut, dass Du darauf hingewiesen hast. :herzle:

Wie also könnte eine wirkliche Sysi Strafen für Frauen aussehen? Männer und deren Eigenarten seid ihr ja schon gewohnt, bzw. noch eine Strafe mehr? ;-)

Es gibt ja noch die Tantalus-Qual, den Kummer der Niobe...

aber hilft das nun weiter, und eine Männergeschichte ist eine Männergeschichte, und gut, hier ein paar weitere Facetten herausgearbeitet zu haben. die parallel das auch etwas relativieren, als männlich aufzeigen.

Grundsätzlich geht es in der Geschichte vom Camus um das Absurde, die Unzumutbarkeiten des Lebens, die eigentliche Frage dreht sich um Suizid. Ich denke, auch für Frauen kann die Geschichte Sinn machen, oder?

Danke für Deine Anregungen!

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