Dass Zufriedenheit bei der MS hilft, wird man nie statistisch beweisen können! (Allgemeines)
Es gibt Dinge, die man statistisch beweisen kann, weil sie gut zu definieren und zu messen sind. Dann gibt es Dinge, die man statistisch schlecht beweisen kann, weil sie sich einem statistischen Nachweis entziehen. Sie lassen sich kaum definieren und nur schwer messen. 'Stress' ist ein Beispiel.
Wenn man sagen würde, glückliche Menschen haben statistisch weniger MS bzw. einen günstigeren MS-Verlauf, dann wäre das eine ziemlich lächerliche Aussage. Warum eigentlich? Weil sie nichts bedeutet? Oder weil sie etwas behauptet, was man nicht nachweisen kann?
Optimal wäre es, wenn das, was wichtig ist, statistisch erfassbar wäre, und das, was unwichtig ist, auch statistisch nicht nachweisbar ist. Ich fürchte aber, es ist genau umgekehrt: Was wirklich wichtig ist, kann man statistisch nicht messen; nur das, was unwichtig ist.
Man kann Schübe oder Herde zählen, aber es gibt keine Kurtzke-Skala für das Glück und noch nicht einmal eine halbwegs akzeptable Definition von Stress. Ich denke, man wird der MS naturwissenschaftlich nicht beikommen können!
Aber wenn es 'naturwissenschaftlich' nicht geht, könnte es nicht doch 'wissenschaftlich' gelingen? Oder ist Wissenschaft = Naturwissenschaft?
W.W.