Kann einen eine MS, die symptomlos ist, depressiv machen? (Allgemeines)
Ich glaube, das geht nicht! Wenn jemand eine MS ohne gravierende Symptome hat, muss man glücklich sein. Wenn man trotzdem depressiv ist, hat das nichts mit der MS zu tun.
W.W.
Die Depression kann auch ein Symptom der MS sein - schließlich besteht die Möglichkeit, dass entsprechende Bereiche des Gehirns durch die MS geschädigt werden, die für die Steuerung von Emotionen zuständig sind.
Das halte ich für einen GANZ WICHTIGEN Hinweis im amsel-Text:
"Nicht jede traurige Stimmung ist eine Depression. Traurigkeit ist eine natürliche Reaktion auf einen schlimmen Verlust oder eine leidvolle Lebenserfahrung. Trauer, Niedergeschlagenheit und depressive Verstimmungen sind normale Reaktionen gerade auch auf eine Krankheit wie MS, die immer wieder neu mit körperlichen Beeinträchtigungen einhergehen kann oder Betroffene zwingt, Lebenspläne aufzugeben. Heute ist der Begriff «Depression» schon fast ein normales Alltagswort geworden."
Wie sonst sollte man auf eine MS reagieren als auch mit Traurigkeit, Niedergeschlagenheit, Bedrücktheit etc., (oder Verzweiflung, Angst, Schrecken usw.)
Das alles sind natürliche Reaktionen im Spektrum menschlichen Fühlens und Erlebens.
Das muß man nicht unnötig psycho-pathologisieren.
Gruß
Boggy
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Um unserer persönlichen und gesellschaftlichen Freiheit willen müssen wir immer wieder die Saat des kritischen Verstandes und des begründeten Zweifels säen.