Die Frage ist echt ... (Allgemeines)
Sie verneinen allgemein, dass man nicht alleine sterben möchte, aber das ist nicht richtig.
Meine Mutter war völlig kraftlos, hatte längere Zeit nicht mehr gesprochen bzw auf uns reagiert. In ihrer Todesstunde hab ich bei ihr gesessen u ihr vorgelesen, da sie aber ungewöhnlich unruhig war sagte ich, dass ich sie wohl nur nervös machen würde und ob ich lieber gehen solle. Sie hat mich mit einer unglaublichen Kraft weggeschoben, als wir kurze Zeit später nach ihr sahen war sie tot und genauso ist es mir jetzt mit meinem Lebensgefährten passiert.
Doch, das kann ich verstehen. Ich meinte es anders, konnte es nur nicht gut ausdrücken. Ich meinte: Wenn wir sterben, kann es gut sein, allein zu sein. Wie ein Indianer, der auf einen Berg geht. Aber wir sollten nicht einsam sein.
Um es ganz egoistisch für mich zu sagen: Es wäre schrecklich, wenn meine Frau in der Todesnacht bei mir sitzen müsste. Oder? Vielleicht wäre es noch schöner, sie findet Schlaf in ihrem Bett, und wenn sie morgens kommt, bin ich friedlich eingeschlafen.
Aber es ist sehr schwer, so etwas zu formulieren, und auch dies kann wieder missverstanden werden.
W.W.