ein bißchen Butter bei de Fische .. (Therapien)
Hallo,
ich hab mich ein wenig eingelesen... finde es wahnsinnig anstrengend bei der Hitze.
Die Studie erhebt nicht den Anspruch, eine 'prospektive' zu sein.
Dann hätten ja auch - in anbetracht der verwendeten Datenerhebung(en) über einen längeren Zeitraum - Arbeistshypothesen, Studiendesign, Ausschlusskriterien etc. bereits vor eben diesem Zeitraum formuliert gewesen sein müssen.
An einer Stelle ist zu lesen, es seien jedoch 'prospektiv erhobene Daten' zur Betrachtung gekommen. Kann mir dies jemand erklären?
Heißt das schlicht, jene Daten seien gesammelt worden in der Hoffnung, eines Tages was draus machen zu können?
Gegen die kanadische Studie zum Langzeitverlauf behandelter und nicht behandelter MS-Patienten ('Tremlett-Studie') liefen seinerzeit Therapiebefürworter Sturm - man dürfe solche Schlüsse nur ziehen aus prospektiv angelegten Studien.
Hat sich diese Ansicht geändert?
Bin auch zurzeit nicht in der Lage, die Ausschluss- und Einschlusskriterien korrekt nachzuvollziehen. Wenn von 1091 vorliegenden Datensätzen unbehandelter Waliser Patienten lediglich 230 in die Betrachtungen eingehen (21%), und von 43 048 behandelten Patienten der 'MS-Base' (entspricht Datensammlungen aus 105 MS-Zentren in 29 Ländern) lediglich 1272 (knapp 3%), dann frage ich mich, ob das zu mehr Schärfe der Ergebnisse führen könnte oder dem genauen Gegenteil, welche Verzerrungen möglich wären durch den Vergleich behandelter Patienten aus 'aller Herren Länder' mit unbehandelten aus Wales, warum vorab prozentual viel mehr behandelte Patienten auszuschließen waren etc.pp.
Aber mein Hirn dampft, und wenn ich gerade etwas sehr Dämliches geschrieben haben sollte -
Dann können wir uns ja in der Hitze des Tages freundliche Gendergedanken machen zu 'aller Herren Länder' und 'däm-lich'. Bitte unter Einschluss weiblicher Samurais und Tiger*innen!
LG, jerry