ein bißchen Butter bei de Fische .. (Therapien)

W.W., (vor 2426 Tagen) @ Boggy

“Von den 1555 Patienten waren 1123 weiblich (mittleres Basisalter, 35 Jahre[SD, 10]). Patienten, die zunächst mit Glatirameracetat oder Interferon beta behandelt wurden, hatten ein geringeres Risiko der Umwandlung in eine sekundärprogrediente MS als vergleichbare unbehandelte Patienten.”
Zahlen:
„5-year absolute risk, 12% [49 of 407]
vs 27% [58 of 213];”

Wenn ich niedergelassener Neurologe und auf die Studie hingewiesen worden wäre, würde ich folgern: Wenn bei jemandem frisch eine RRMS (schubförmige MS) diagnostiziert wurde, und er lässt sich innerhalb der ersten 5 Jahre nach Diagnosestellung mit Fingolimod, Alemtuzumab oder Natalizumab behandeln, verringert sich sein Risiko in einer SPMS (sekundär progrediente MS) überzugehen von 27 auf 12%.


Pardon, es ist wirklich kompliziert.
In dem Zitat geht es um Glatirameracetat und Interferon beta.

Ich habe absichtlich erst einmal so geantwortet, wie ich es tun würde, wenn mir ein Pharmareferent von dieser Studie erzählt. Denn oft hat man nicht die Zeit. sich die Studie zu besorgen, sie auf Englisch zu lesen und dann akribisch zu analysieren.

Ich - :-( - versuche dann erst einmal das in eine Handlungsweise umzusetzen, was für mich bei der Studie herausgekommen ist. So scheint mir der normale Weg von einer Studie in eine Nervenarztpraxis zu sein.

Dass ich mich aber auf z.B. gefilterte Informationen des Pharmareferenten, der Fingolimod an den Arzt bringen will, muss ich leider einräumen. Die Unverantwortlichkeit meines Handelns ist mir durchaus bewusst! Ich fürchte jedoch, dass ich damit die Realität in der Nervenarztpraxis beschreibe!:-(

W.W.

PS: Wenn alle Ärzte so gewissenhaft wären wie Sie, würde vieles besser sein!!!:-)

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