"Lebenswelten" Ergänzung (Allgemeines)

W.W., (vor 3435 Tagen) @ agno

"Lebenswelten" ist imho weniger die finanzielle Macht als die unreflektierte Arroganz dass das richtig ist, was Monsieur Oberschicht gerade im Sinn hat.
agno

P.S.: So aus ihren Erzählungen gefällt mir die monitäre Gewichtung ihrer verschiedenen Interessen.

Eigentlich wollte ich ja zum Ausdruck bringen, dass mir teure Uhren und teure Autos nicht wichtig sind, nicht, weil ich bescheiden bin, sondern weil mir Bücher, Buchhandlungen, Bibliotheken und Cafés wichtiger sind.

Aber ja, ich bin ein Bildungsbürger!:-( Aber nicht mit Veggie-Day (oder wie schreibt man dieses entsetzliche Wort?), sondern weil ich glaube, wenn wir gebildeter wären, wären wir besser.

Aber genau das führt ja zu dieser Feuilleton- und der IQ-Elite! Ich fürchte, es geht gegen beide: die Reichen und die, die sich für furchtbar gebildet halten!:-( :-( :-(

Für mich ist da kein Platz! Und ich kann nur hoffen, dass ich im Elfenbeinturm nicht so sehr störe.

Und dennoch: Die MS könnte Ausdruck einer falschen 'Lebenswelt' sein, in die man sich hineinverirrt hat. Wie in einen Urwald, in dem man sich nicht wohlfühlt. Niemand fühlt sich in Supermärkten und Einkaufspassagen wohl! Ich fürchte allerdings, man wird uns politisch einreden, wir sollten nicht klagen, es gehe uns doch vergleichsweise gut!

Ich glaube das nicht. Unsere Gesellschaft ist auch in Deutschland krank, obwohl es uns immer noch gut geht. Aber so wird es nicht weitergehen. Und was heißt überhaupt 'gut gehen'?

Das fragt jemand, der Definitionen nicht besonders liebt!;-) Für mich heißt das: Wir sind dem Konsum verfallen, und wir merken unseren Untergang nicht, solange wir bei ALDI, LIDL und PENNY einkaufen können! Ich persönlich halte dieses Leben für verfehlt.

Und ob uns das auch krankmachen könnte? Ich meine ja! Imho. Auf jeden Fall könnten wir in Tretmühlen und in Depressionen geraten. Nicht, weil wir unter einem krankheitsbedingten Serotoninmangel leiden, sondern weil wir so verrückt leben, dass unsere Serotoninspeicher im Gehirn erschöpft sind. Und so, wie es mit der Depression ist, könnte es auch mit anderen Krankheiten sein.

W.W.

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