die Krise ! Renitenz gegen Resilienz! (Allgemeines)

Boggy, Sonntag, 04.09.2022, 13:45 (vor 25 Tagen) @ fRAUb

Es geht mir - überspitzt formuliert - um dies:

Wenn die Verhältnisse zerstören,
zerstört die Verhältnisse!

- und nicht: dann macht Euch durch Resilienz-Programme o.ä. irgendwie "immun" gegen die zerstörerischen Verhältnisse. Das funktioniert nicht.
Das kann höchstens eine kleine, vorläufige Hilfe sein, solange die zerstörerischen Verhältnisse nicht abgeschafft sind.
Und glaubt nicht, wenn ihr leidet, daß ihr nur zu sensibel oder nicht resilient genug seid.

Es gibt nirgendwo ein Gesetz, in dem steht, daß man einen bestimmten Grad an "Resilienz" erreicht haben muß, um ein Recht darauf zu haben, vor Leid bewahrt zu werden.

Soweit die Überspitzung.
(Ich weiß, ich wiederhole mich - aber ich finds wichtig.)


Wir leben derzeit unter zerstörerischen Verhältnissen, von den Auswirkungen der Covid-Pandemie, über den Krieg in der Ukraine, den schlimmen Folgen davon für unsere Gesellschaft, speziell für die Menschen mit mittleren und kleinen Einkommen, und bis hin zur Klimakrise.

Und erfreulicherweise leben wir in der Bundesrepublik Deutschland mit dem Anspruch, eine soziale Demokratie in einer kapitalistischen Wirtschaftordung zu sein.
Und somit bemüht sich die gegenwärtige Regierung auch um ein Mindestmaß an sozialem Ausgleich.

Im Gegensatz z.B. zu Großbritannien, wo die Armutsbedrohung für eine immer größer werdenden Zahl von Menschen weiter zunimmt, mit einem miserablen Gesundheitssystem, das kurz vor dem Kollaps steht.

In Deutschland muß aber der politische Druck auf die Regierung aufrechterhalten werden, damit weiterhin ein Mindestmaß an einem sozialen Auffangnetz bereitgestellt wird. Verteilungsfragen des gesellschaftlich erwirtschafteten Vermögens sind Machtfragen.

Gruß
Boggy

--
Um unserer persönlichen und gesellschaftlichen Freiheit willen müssen wir immer wieder die Saat des kritischen Verstandes und des begründeten Zweifels säen.


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