Was muss ich einkalkulieren, wenn ich zum Arzt gehe? (Allgemeines)
Lieber W.W.
Nicht dass Sie nicht recht hätten, mit ihrem Statement.
Aber wer mit Sorgen zum Arzt geht, der stellt diese Frage zuletzt!
1. Dass er mir nicht ein Medikament verordnet, für das er Verlaufsbeobachtungskosten berechnen kann.
Zuerst einmal reicht es mir, wenn die Medizin hilft.
2. Dass er mich nicht zum Apotheker im gleichen Haus schickt, mit dem er einen Vertrag hat.
Kurze Wege sind bequem, wenn sich beide absprechen, dann ist die verordnete Medizin vorrätig. Das hilft mir & dem Apotheker.
3. dass er mich nicht in ein Krankenhaus schickt, mit dem er einen Vertrag hat.
Daran denkt man zwar primär nicht, aber man hört unter alten Leuten solche Geschichten
4. dass er mir nicht ein Medikament verordnet, das ihm gestern von einem Arzneimittelvertreter bei einer Fortbildung empfohlen hat - gleichzeitig das Essen spendiert hat.
Hmm, das raubt mir primär nicht den Schlaf, ich gehe als Patient zum Arzt, nicht als Extremmoralist mit erhobenem Zeigefinger.
Wenn die Medizin nicht wirkt, dann stelle auch ich solche Fragen.
5. dass er seine Therapierichtlinien von einer Ärztegesellschaft holt, die eng mit der Pharmaindustrie zusammenarbeitet.
Wurst vom Metzger, Geld von der Bank, ich befürchte dass es da keinen Ausweg gibt.
6. dass er sein Wissen nicht von Koryphäen hat, deren Vorträge von der Pharmaindustrie bezahlt werden.
Wurst vom Metzger, Geld von der Bank, ich befürchte dass es da keinen Ausweg gibt.
7. Er hält keine Untersuchungen für notwendig, weil sie einem Kollegen (Facharzt, Radiologe) nützen oder weil ein junger Arzt im Krankenhaus das Lumbalpunktieren lernen will.
Ich befürchte dass es keinen Ausweg gibt.
W.W.
lG agno