Abgründe (Allgemeines)
Muß mal kurz wieder hier rein, weil ich mich sonst zu sehr aufrege.
Bin dann auch wieder weg, weil ich selbst zur Zeit in ziemlich schlechter Verfassung bin, und Rückzug brauche.
1. Wulf-E. hat recht! Es kann im Krankheitsprozeß der MS wirklich zu Phasen kommen, die man als Abgründe erlebt. Wer das noch nicht erlebt hat, kann froh sein.
Das zu leugen oder zu verharmlosen ist schädlich,
und respektlos denen gegenüber, die da durch gehen.
2. Ja, WW, Sie neigen zur Romantisierung von Krankheit. Romantisieren hat nichts Gutes;
Dämonisieren auch nicht. Realistische Sichtweise ist der Weg.
2. Krankheit annehmen? Was heißt das? Sie als Teil meines Lebens sehen? Ja!
Ansonsten treibt sich da viel Eso und Glaubensvorstellungs-Gewäsch rum.
3. Coping. Ja, wenn damit einfach gemeint ist, daß man Bewältigungsstrategien finden muß. Im Wiki-Artikel von naseweis gibts mir zuviel Meinung und Bewertung: Beispiel: "Situationen und deren Belastung (...) als Herausforderung, als Bedrohung oder als Schädigung/Verlust."
Nur die Drei ??: als einzig "positive" Bewertung wird hier die als "Herausforderung" annehmen genannt. Das ist einsietig und ideologisch eng.
Wer soetwas als "Herausforderung" annehmen (bewerten) kann, dem gehts noch relativ gut, und der hat auch noch relativ viele innere und äußerer Ressourcen parat.
Aber eigentlich ist 'als "Herausforderung" annehmen' eine ideologische Forderung aus einem Wertesystem heraus.
Nein danke.
Meine MS ist einfach oft ein Problem, das Probleme schafft, die Lösungen brauchen.
So sieht eine sachliche Formulierung aus, ohne Ideologie.
4. Und Philipp geht mir mit seiner ständigen Selbstbeweihräucherung und Selbstverherrlichung bei gleichzeitiger verächtlicher Verunglimpfung all jener, die nicht seinen Weg gehen, mächtig auf die Nerven. Darin liegt überhaupt nichts Beispielhaftes.
Gruß
Boggy
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Um unserer persönlichen und gesellschaftlichen Freiheit willen müssen wir immer wieder die Saat des kritischen Verstandes und des begründeten Zweifels säen.