@Katrin Sickert (Allgemeines)

Marc, (vor 3514 Tagen) @ motorschiffbesitzer

Deine Skepsis ist berechtigt. Für uns beide wird's äusserst Wahrscheinlich zu Lebzeiten nichts "konkretes" und "gewinnbringendes" geben.

Man darf aber auch nicht alles binär einordnen. Auch unkonkrete und etwas schwammige Ergebnisse können bisweilen - in reduzierter Weise - weiterhelfen. Die Aspekte des Betrachters lasse ich hier aussen vor da es eigentlich regelmäßig hier dazu Diskussionen gibt.

Auf der Seite der Wissenschaft sehe ich den Werdegang der vergangenen 20 Jahre ähnlich zu dem der Krebsforschung. Da gab es irgendwann in den 70ern eine Art "Urschrei". Ich nehme da plakativ die Ansprache von Nixon "Wir werden alles in unserer Macht mobilisieren um den Krebs zu besiegen." Was ist passiert? überall gab's neue Forschungszentren und man machte sich an die Arbeit. Das DKFZ in meiner Nähe war nagelneu und jeden Tag gingen junge, engagierte Wissenschaftler dort ein und aus.

Leider kam recht schnell die Erkenntnis, dass es nicht den Krebs gab, sondern viele Unterformen. Und das wohl niemand zu Lebzeiten eine "konkrete" Lösung für alle Erkrankten finden würde. Da man den Elefanten "nicht auf einmal verspeisen konnte", hat man ihn eben in kleine Stücke geteilt und Unterformen individuell betrachtet.

Am DKFZ hat man damals den Gebärmutterhalskrebs genauer angesehen. Junge Frauen sind häufig davon betroffen. 15 Jahre später hat man das Papillomvirus als Ursache ausgemacht und eine entsprechende Impfung zur Vorbeugung auf den Markt gebracht. Es gibt also Stand heute zumindest ein paar Patienten die was "konkretes" und "gewinnbringendes" nehmen können. Nicht alle, aber ein paar.

Man sollte halt nie die Hoffnung aufgeben, eines Tages auch zu "denjenigen" zu zählen..

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