Gibt es eine vernünftige Einstellung zur Pharma-Industrie? (Allgemeines)

W.W., (vor 3536 Tagen)

Ich bin kein besonderer Freund der Pharmaindustrie, aber es wäre auch verrückt, sie zu verteufeln.

Oder:

Ich bin froh, dass es die Pharmaindustrie gibt, aber ich bin kein besonderer Freund von ihr.

Oder (was ich ablehnen würde, weil es nichtssagend ist und abgegrabbelt klingt):


Mit der Pharmaindustrie ist es wie mit den Medikamenten: Die Dosis macht das Gift!

Oder:

Es ist schwierig, mit der Pharmaindustrie zurechtzukommen. Sie wird von Leuten beherrscht, die an dir verdienen wollen, aber dafür erbringen sie auch eine beachtenswerte Leistung.

Oder:

Medikamente, die so teuer sind wie die Betainterferone, müssen wirksam sein! Es würde allen Regeln des gesunden Menschenverstandes widersprechen, so etwas auf den Markt zu bringen, wenn es nichts nützt! Und wenn es nichts nützt, dann würde sich das in kurzer Zeit herausstellen. ES wäre aber denkbar, dass die Patienten zu hohe Erwartungen haben, die noch nicht ganz erfüllt werden können. Das könnte gegen diese Medikamente angeführt werden, aber dennoch besteht doch wohl kaum ein Zweifel daran, dass sich die Forscher und MS-Experten auf dem richtigen Weg befinden. Das mag manchmal schwierig sein, und es gibt auch Rückschläge, aber wer würde ernsthaft glauben, die MS-Medikamente wären unter dem Strich nicht wirksam. Aber diese extreme Meinung ist praktisch ausgestorben und wird nur noch von ein paar Kräuterhexen vertreten.

Wie ich mich drehe und wende, ich weiß nicht, was richtig ist.:-( Das entscheidende Argument scheint mir zu sein: Kein Konzern in der Welt würde etwas herstellen, was sehr teuer ist, aber nichts nützt. Und keine Krankenkasse in Deutschland würde sich von so einem Kaiser ohne Kleider über den Tisch ziehen lassen.

W.W.

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