Psychosomatik und MS (Allgemeines)
Doch gerade die von Dir angeführten Beispiele eignen sich in einem Zusammenhang mit der Psychosomatik nicht.
Bei Magengeschwüren ist schon lange bekannt, dass der Erreger Helicobacter pylori der Auslöser ist und man mittels entsprechender medikamentöser-Therapie sehr gute Heilungschancen hat: https://de.wikipedia.org/wiki/Helicobacter_pylori
Und bei der Migräne kam erst neulich die Meldung, dass sie eindeutig eine biologische Erkrankung ist und genetische Ursachen hat. Salopp ausgedrückt ist die Energieversorgung (Sauerstoff aus dem Blut) der Nervenzellen/Gefäßwänden gestört.
Ich bin überrascht, wirklich überrascht! Es sind immer dieselben Argumente, die einen verfolgen, und man kann nichts dagegen tun. Ich komme mir vor wie Renate_S., wenn sie über die Killerdosen von Cortison redet. Aber sie hat die Geduld es immer und immer wieder zu wiederholen. Bis es sich vielleicht irgendwann einmal durchsetzt.
Geduld ist ja meine Sache nicht so sehr, und ich bin kurz vor dem Aufgeben. Ich meine: 1. sind die Magengeschwüre nicht allein auf den Helicobacter pylori zurückzuführen, 2. ist die Migräne nicht allein die Folge einer Verkrampfung von Hirngefäßen, und 3. sind Depressionen nicht allein Ausdruck eines Serotoninmangels.
Das, was mit einer Krankheit immer wieder vergesellschaftet ist, wird mit der Ursache verwechselt. D.h. für die Depressionen: Seelische Belastungen führen zu einem Serotoninmangel im Gehirn, und dieser Serotoninmangel kann möglicherweise durch ein SSRI ausgeglichen werden, das heißt aber nicht, die Ursache von Depressionen sei ein Serotoninmangel.
Ich glaube, Descartes hat sich einmal darüber beklagt, das Einzige, was gerecht verteilt sei, sei die Intelligenz, denn er habe noch niemanden getroffen, der zu wenig davon abbekommen hätte. Ich glaube, was unsere Diskussion sehr behindert, ist, dass wir uns alle für zu schlau halten!
Die schlauen Menschen erkennt man daran, dass sie sehr einfach denken.
W.W.