Könntet es sein, dass eine MS dadurch verursacht wird, dass das Gehirn überlastet wird? (Allgemeines)
Dass ein Organ durch Überlastung Schaden nehmen könnte, ist eine unpopuläre Ansicht. Eher denkt man so: So, wie an Menschen an seinen Aufgaben wächst, so kann man auf einem Organ höhere Leistungen antrainieren. Beim Sport ist das ja z.B. so. Allerdings gibt es auch Ausnahmen: Eine Leber wird durch zu hohen Alkoholgenuss nur bis zu einem gewissen Grad immer besser. Und auch der Insulinverbrauch von Zellen steigt durch Übergewicht an.
Dennoch, die Ansicht ist unpopulär, so wie vor 150 Jahren Semmelweis' Annahme, dreckige Finger könnten zum Kindsbettfieber führen, oder der paradoxe Effekt, dass immer mehr Antibiotica zu immer resistenten Bakterien führen.
Und das Offensichtliche... ja, das ist schwer zu erkennen, weil es einem so dicht vor den Augen liegt. E.A. Poe hat eine schöne Detektivgeschichte darüber geschrieben: 'Der entwendete Brief'.
Bei der MS ist der 'Breitengradeffekt' bekannt, obwohl er immer mehr in Frage gestellt wird. Die gängige Theorie ist, dass die MS am Äquator selten ist und dann aber nach Süden und nach Norden zu immer häufiger wird. Am häufigsten bei uns, Schweden und auf den Färöerinseln. Das oll daran liegen, sagt eine Theorie, dass die MS eine virale Erkrankung ist und sich dieses Virus in kühlfeuchten Regionen am wohlsten fühlt.
Es ist immer wieder eingewandt worden, dass der Breitengradeffekt doch auch dadurch zu erklären sei, dass die MS in den industrialisierten Gegenden häufig und in den wenig indistrialisierten selten ist. Das würde einen 'TZivilisationsfaktor' nahelegen.
Aber sollte die MS wirklich eine Zivilisationskrankheit sein? Alles in uns wehrt sich gegen eine solche Annahme. Zivilisation hebt den Lebensstandard und drängt Infektionskrankheiten zurück!
Viele behaupten sogar, unser Gehirn werde nur zur Hälfte ausgelastet, wir könnten uns also noch viel mehr merken und leisten. Und niemand kann sich vorstellen, unser Gehirn könnte durch Stress überlastet werden. Wie sollte man so etwas messen? Ist Stress im Gegenteil nicht sogar etwas Gutes? Viel lesen, viel Ferngucken, viel Discos und viel Smartphones: Ist das nicht etwas Gutes? Etwas woran unser Gehirn wächst, blüht und gedeiht?
Ich glaube, es sind immer die Spaßbremser, die einem alles madig machen. Und dennoch: Könnte nicht im Laufe unserer Zivilisation die Belastung unserer Gehirne einen Grad erreichen, wo es hier und da (herdförmig) zu Funktionsschäden kommt? Das ist eine Behauptung, die an eine Majestätsbeleidigung grenzt, also etwa so schlimm ist wie Böhmermanns Schmähgedicht.
W.W.
u-und-ich
Geschmack.... - kann man damit den Cortisolspiegel oder wenigstens den
senken?)
Zoe
