Fatigue (Therapien)
Für mich ist zurzeit das größte Problem meine Erschöpfung. Wenn es da ein Wundermittel gäbe, wäre ich
sofort dabei.
Hallo Kerstin,
ein Wundermittel habe ich nicht zu bieten, aber 2 Vorschläge, die mir helfen und geholfen haben. Ich bin übrigens auch 71.
Ich hatte zu Beginn meiner (PP)MS vor 10-15 Jahren auch Probleme mit Fatigue. Da hat mich meine damalige Hausärztin (!) auf die Bedeutung von Progesteron und den Zusammenhang zwischen Fatigue und Progesteronmangel bei MS aufmerksam gemacht. Ich habe meinen Progesteron-Wert ermitteln lassen (ja, auch Männer haben und brauchen Progesteron, wenn auch natürlich nicht so viel wie Frauen) und der war unterirdisch niedrig. So nehme ich jetzt seit fast 11 Jahren Progesteron in Form von sog. Rimkus-Kapseln. Das sind natur-identische Hormone, wodurch man die Risiken von klassischen Hormon-Therapien vermeidet.
Nach 1 Woche war meine Fatigue weg und kam nur einmal wieder, als ich vor etwa 3 Jahren ein paar Monate lang dachte, jetzt wäre mein Progesteron-Spiegel ja hoch genug, so dass ich damit aufhören könnte. Die Fatigue kam zurück, der Progesteron-Spiegel sackte ab und ich nahm meine Rimkuskapsel-Einnahme wieder auf.
Ich würde dir also empfehlen, mal deinen Progesteron-Spiegel ermitteln zu lassen, idealerweise von einem Rimkus-Arzt, bzw. einer Rimkus-Ärztin (https://www.hormon-netzwerk.de/therapeutenliste/). Unter hormon-netzwerk.de kannst du auch Details nachlesen zur Rimkus-Methode.
Das Zweite, was mir mehr Energie gegeben hat als ich gebrauchen konnte, war Qi Gong. Ich fand Qi Gong faszinierend und in mancherlei Hinsicht hilfreich, stand aber in der ersten Nacht eines fünftägigen Kurses bildlich gesprochen irgendwann "senkrecht im Bett", als hätte ich 10 Tassen Kaffee getrunken (ich trinke fast nie Kaffee). Aber da Energiemangel wirklich nicht mehr mein Problem ist, bin ich vorsichtig mit Qi Gong.
Vielleicht interessieren dich ja meine beiden Tipps und können dir helfen.
Michael