Jetzt erst ... oder doch nicht ...? (Allgemeines)

Boggy, (vor 7 Stunden, 38 Minuten)

Alljährlich beschert uns der Frühling auch ein neues MS-Motto. In diesem Jahr lautet es DMSGgemäß:
“Diagnose MS. "Jetzt erst recht!”

Begleitet wird es durch diese Fragen:
"Diagnose MS. Was machen Sie "jetzt erst recht"?
- Was machen Sie „jetzt erst recht!“?
- Was hilft nach der Diagnose, was ermutigt im Alltag?
- Woraus schöpfen Sie Kraft?
- Welche Träume wollen Sie verwirklichen?
- Was war Ihr „Jetzt erst recht! - Moment“ im Leben mit MS? "

Ein bunter Strauß nicht unbedingt in die gleiche Richtung zielender Fragen.

Zurück auf Anfang:
“Diagnose MS. "Jetzt erst recht!”
Was denn nun "Jetzt erst recht!”?
Ich bin muskulär zu schwach, um weit zu laufen - "Jetzt erst recht!” gehe ich meilenweit für eine Camel.
Ich bin zu müde, um weiter zu lesen - "Jetzt erst recht!” lese ich das ganze Buch zuende.
Ich bin zu erschöpft, um noch in meinem Beruf zu arbeiten - "Jetzt erst recht!” maloche ich bis zum Umfallen.
...

Der geneigte Leser und MSler versteht.

Trotzreaktionen geben vielleicht kurzfristig etwas mehr Widerstandsgeist; sind aber mittel- und kurzfristig bei MS nicht sinnvoll, nicht heilsam, sondern eher schädlich.
Eigene Grenzen mißachten bei MS? Bitte nicht.
Ein Balancieren zwischen "nicht zu wenig / nicht zu viel" dürfte für uns MS-geplagte Menschen der bessere Weg sein.

Gruß
Boggy

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Um unserer persönlichen und gesellschaftlichen Freiheit willen müssen wir immer wieder die Saat des kritischen Verstandes und des begründeten Zweifels säen.


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