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Heilmittel Hoffnung (Therapien)

naseweis ⌂, in meinem Paradies, (vor 48 Tagen)

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Hoffnung stärkt das Immunsystem: Studie findet biologische Effekte und betont Bedeutung guter Arztgespräche und Placeboeffekt

Der Placeboeffekt ist in der Medizin seit Jahrzehnten bekannt: Menschen können spürbar und sogar messbar von einer Behandlung profitieren, wenn sie fest an deren Wirksamkeit glauben – selbst dann, wenn kein pharmakologisch aktiver Wirkstoff enthalten ist. Lange Zeit blieb jedoch unklar, welche biologischen Mechanismen hinter diesem erstaunlichen Phänomen stecken.

Eine aktuelle Studie, veröffentlicht in Nature Medicine, liefert neue Einblicke. Die Arbeit zeigt Hinweise auf einen direkten Zusammenhang zwischen positiven Erwartungen, der Aktivierung bestimmter Hirnregionen und der Stärke der Immunantwort. Forscher der Universität Tel Aviv und des Technion in Israel gingen der Frage nach, ob die gezielte Aktivierung des körpereigenen Belohnungssystems die Antikörperbildung nach einer Impfung beeinflussen kann [1].

Im Mittelpunkt stand dabei die sogenannte Ventrale Tegmentale Area (VTA). Diese Hirnregion spielt eine zentrale Rolle im Dopaminsystem und wird häufig als eine Art „Dopaminzentrum“ des Gehirns bezeichnet. Sie ist maßgeblich daran beteiligt, wie Motivation, Belohnung und positive Erwartung verarbeitet werden – also genau jene Prozesse, die auch beim Placeboeffekt eine entscheidende Rolle spielen dürften.

#Anmerkung:
"Es wird scho wieder wern".
Das hat auch meine fränkische Grossmutter gewusst, wenn wir mit aufgschlagenem Knie oder blutiger Nase bei ihr ankamen.
Mein Vater (auch Franke) hatte folgenden Heilspruch: "Bis du Grossvater wirst ist alles wieder vorbei"

Ja, abgesehen von der MS hat das bei allem geholfen. ;-)

https://deutsch.medscape.com/viewarticle/hoffnung-st%C3%A4rkt-immunsystem-studie-findet...

--
das Geheimnis der Medizin besteht darin,
den Patienten abzulenken,
während die Natur sich selber hilft (Voltaire)

Sisyphos hatte es auch nicht leicht

Hoffnung oder positive Erwartungshaltung?

Boggy, (vor 47 Tagen) @ naseweis


#Anmerkung:
"Es wird scho wieder wern".
Das hat auch meine fränkische Grossmutter gewusst, wenn wir mit aufgschlagenem Knie oder blutiger Nase bei ihr ankamen.
Mein Vater (auch Franke) hatte folgenden Heilspruch: "Bis du Grossvater wirst ist alles wieder vorbei"

Ja, abgesehen von der MS hat das bei allem geholfen. ;-)

Ja, bei mir ähnlich.
Es kommt eben darauf an, wann, wo, unter welchen Umständen, wer ...

Ich möchte auf die Schnelle noch ein paar Zitate einfügen,
und ein paar kurze Anmerkungen:
Es geht im Artikel im Kern um die Wirkungen eines ganz speziellen Trainings(programms).

Im Artikel wird sowohl von "positiven Erwartungen" einerseits gesprochen als auch von "Hoffnung". Das ist nicht dasselbe.
Bei einer positiven Erwartuungshaltung gehen ich schon davon aus, daß es gut werden wird (dafür gibts dann in der Regel auch eine realitstische Grundlage); bei Hoffnung hoffe ich zwar, aber ich weiß es nicht - da bleibt Ungewißheit. Das müßte genauer auseinandergehalten und differenziert diskutiert werden.

Geht es also in dem Artikel also um Hoffnung ("Hoffnung stärkt das Immunsystem") oder um eine (realistische) positive Erwartungshaltung. Ich denke, um letzteres.

Soweit mal.
Gruß
Boggy

Zitate:

"Gleichzeitig betonen die Forscher die Grenzen ihrer Studie. „Wir haben die Reaktionsfähigkeit des Immunsystems auf die Stimulation des Belohnungssystems gezeigt – nicht aber die Heilung oder Linderung von Symptomen oder das Verhalten einer bestimmten Krankheit im Körper. Das muss noch untersucht werden“, so Hendler.

Bemerkenswert ist, dass nicht kurzfristige Glücksgefühle oder flüchtige Freude entscheidend waren. Ausschlaggebend war vielmehr das bewusste Aufbauen einer hoffnungsvollen, zukunftsgerichteten Erwartung und damit verbunden die notwendige Hirnaktivität.

(...)

Doch was bedeuten die Resultate für den ärztlichen Alltag? „Es ist wichtig, Ängste eines Patienten zu verstehen und sie so weit wie möglich zu lindern – ohne zu täuschen und ohne falsche Hoffnungen zu wecken, aber indem man das Potenzial für Erholung aufzeigt“, fasst Hendler zusammen. Ein Umfeld, das von realistischer Zuversicht geprägt ist, Gespräche über Heilungschancen oder Verbesserungsmöglichkeiten und die Ermutigung zu einer positiven Grundhaltung könnten leitliniengerechte Therapien unterstützen.

Trotz aller Euphorie schreiben die Autoren: Positives Denken und eine optimistische Haltung würden keine evidenzbasierte Medizin ersetzen. Ärzte sollen korrekte, präzise Informationen vermitteln – jedoch in einem Rahmen, der Hoffnung ermöglicht. „Es ist die Verantwortung des Arztes, den Patienten eine korrekte Prognose zu geben. Aber unsere Studie zeigt, dass das Klima, in dem Menschen eine Behandlung erhalten, wichtig ist. Wenn der Arzt dem Patienten einen Grund zur Hoffnung gibt, dann ist das etwas Gutes“, fasst Lubianiker zusammen."

[... falls es wirklich einen Grund zur Hoffnung gibt, was nicht immer der Fall ist. Da muß man dann vielleicht (realitische) Hoffnung nicht auf ein Endziel ausrichten, sondern auf Zwischenstationen; Boggy]

--
Um unserer persönlichen und gesellschaftlichen Freiheit willen müssen wir immer wieder die Saat des kritischen Verstandes und des begründeten Zweifels säen.

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Hoffnung oder ?

naseweis ⌂, in meinem Paradies, (vor 47 Tagen) @ Boggy

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[... falls es wirklich einen Grund zur Hoffnung gibt, was nicht immer der Fall ist. Da muß man dann vielleicht (realitische) Hoffnung nicht auf ein Endziel ausrichten, sondern auf Zwischenstationen; Boggy]

... aber auch dann, wenn es medizinisch keine Hoffnung geben mag, kann der Hinweis des Arztes auf einen möglichen schmerzfreien Weg zum Ende auch schon wieder Zuversicht und Frieden geben.

(Hörensagen aus berufenem Munde)

Guten Gruß zum Wochenende

Naseweis

--
das Geheimnis der Medizin besteht darin,
den Patienten abzulenken,
während die Natur sich selber hilft (Voltaire)

Sisyphos hatte es auch nicht leicht

Anspannung nehmender Ausblick

Boggy, (vor 47 Tagen) @ naseweis

[... falls es wirklich einen Grund zur Hoffnung gibt, was nicht immer der Fall ist. Da muß man dann vielleicht (realitische) Hoffnung nicht auf ein Endziel ausrichten, sondern auf Zwischenstationen; Boggy]


... aber auch dann, wenn es medizinisch keine Hoffnung geben mag, kann der Hinweis des Arztes auf einen möglichen schmerzfreien Weg zum Ende auch schon wieder Zuversicht und Frieden geben.
(Hörensagen aus berufenem Munde)
Guten Gruß zum Wochenende
Naseweis

So etwas in der Art meinte ich mit "Zwischenstationen". :-)
Ebenfalls guten Gruß zum Wochenende!
Boggy
:wink:

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Um unserer persönlichen und gesellschaftlichen Freiheit willen müssen wir immer wieder die Saat des kritischen Verstandes und des begründeten Zweifels säen.

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Hoffnung oder ?

agno, (vor 47 Tagen) @ naseweis

Unterschiedlich: Ich habe da zwei schöne Geschichten.
Als eine liebe Bekannte im Smalltalk zu ihrem Arzt sagte, dass Sie hoffe, beim Rasenmähen tot umzufallen meinte dieser, dass er für sich da nicht zustimmen könne. Wer stehend sterbe, sei beim Abgang noch so gesund, dass es einfach zu früh sei. Er hoffe sitzend oder liegend zu sterben.
Hoffnung: Alles Leben mitnehmen, was einem der liebe Gott auf diesem Planeten zugedacht hat :-)
LG agno

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Weiß nicht, woher ich komm, weiß nicht, wie lang ich bleib, weiß nicht, wohin ich geh, mich wundert, dass ich glücklich bin ...

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Hoffnung oder ?

naseweis ⌂, in meinem Paradies, (vor 47 Tagen) @ agno

dass Sie hoffe, beim Rasenmähen tot umzufallen

Jetzt weiß ich endlich wo der Begriff "ins Gras beißen" herkommt.

Deshalb sollte man den Rasen nicht düngen, wenn man keine lebensverlängernde Maßnahmen möchte

[Ironie off]

Hoffnung: Alles Leben mitnehmen, was einem der liebe Gott auf diesem Planeten zugedacht hat :-)
LG agno

Ja unbedingt.
Das Alles und noch viel mehr!

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den Patienten abzulenken,
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Sisyphos hatte es auch nicht leicht

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Heilmittel: "Zuversicht"?!!

agno, (vor 44 Tagen) @ naseweis

P.S.: Ich glaube dass die Wissenschaftler sprachlich schludern. Die meinen nicht "Hoffnung" :no: Die meinen Zuversicht! (das wird schon)
lG agno
P.S.: Die KI erklärt:
Übersicht mit KI
Hoffnung ist das oft passive Wünschen nach einem guten Ausgang, während Zuversicht eine aktive, auf Selbstwirksamkeit basierende Überzeugung ist, Lösungen zu finden
. Während Hoffnung eher vage und diffus sein kann, ist Zuversicht geerdet, lösungsorientiert und stärkt das Vertrauen in eigene Kräfte.
Hier sind die Hauptunterschiede im Detail:

Aktivität: Hoffnung wartet eher auf eine Wendung (oft passiv), Zuversicht handelt und glaubt an die Machbarkeit.
Fundament: Hoffnung ist ein Wunsch, Zuversicht ist ein gefestigtes Vertrauen.
Fokus: Hoffnung richtet sich oft auf ein unbestimmtes "Wunder", Zuversicht richtet sich auf den Weg und die eigene Fähigkeit zur Veränderung.
Zeitstruktur: Hoffnung blickt auf ein ersehntes, aber ungewisses Ziel in der Zukunft, während Zuversicht eine Haltung im Hier und Jetzt ist.

Zuversicht ist demnach eine stärkere, realistischere Form der Hoffnung, die Zuversicht, dass man selbst Einfluss nehmen kann, einschließ.

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