Brief an Naseweis (Allgemeines)

W.W. @, Freitag, 24.03.2023, 09:14 (vor 449 Tagen)

Lieber Uli,

es fällt etwas auf, wenn man ganz genau hinhört, dass etwas an sein Ende gelangt ist, wie eine Geschichte, die wieder und immer wieder erzählt wird, aber die sich nicht mehr ändert.

Sie ist vertraut, und die Kinder sagen: 'Großmutter, erzähle uns doch noch einmal die Geschichte vom Wolf im Schafspelz, der sich ins Myelin eingenistet hat.' Aber es ist ein uralt-altes Schlummerlied und ist nicht dazu angetan, einen Hund hinter dem Ofen her zu locken. Etwas hat sein natürliches Ende erreicht und ist zum Stillstand gekommen...

Und nun? Wenn man mich fragt - aber mich fragt ja niemand -, könnte es ja auch sein, dass eine Geschichte zu ihrem Ende gekommen ist, weil sie zu Ende erzählt ist. Sie ist dort zu Ende, wo sie scheinbar wieder am Anfang anfängt und sich immer wieder wiederholt.

Wenn man mich also fragen würde: Ich glaube, wir haben alles gesagt, was man über die MS sagen kann. Es kommt nichts mehr... kein neues Virus, kein unerwarteter übler Trick des Immunsystems, keine bisher unbeachtete Möglichkeit... Die Sache ist zu Ende erzählt, und wir müssen uns damit abfinden.

Das Rätsel der MS ist, dass es keins gibt, bzw. dass wir es längst gefunden haben, aber wir haben es nicht bemerkt.

Wolfgang


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