Fingerfertigkeit, Geschick und Reaktionsvermögen (Therapien)

tournesol, (vor 2377 Tagen) @ W.W.

'Was ich meinte - lieber Uli - war: Nur das trainiert das Gehirn, was Spaß macht, also Enkel und schöne Natur, aber nicht Kreuzworträtsel und Computerspiele.'

Das Eine schließt das Andere nicht aus. Computerspiele können Spaß machen und ich mache auch ab und zu Kreuzworträtsel oder Sudoku, nicht um irgendetwas zu trainieren, sondern weil es mir gerade unterkommt und ich Lust dazu habe, es zu lösen.

Ich gebe zu, dass ich ziemlich faul bin und noch nie Lust hatte, etwas zu trainieren. Ich habe noch nie verstanden, warum man Lernstrategien lernen sollte, da konnte ich doch besser gleich Vokabeln lernen oder was sonst so anlag, anstatt mir irgendwelche Tricks oder Eselsbrücken einzuprägen. Genauso wenig leuchtet mir das Argument ein, dass Schüler Latein lernen sollen um mit dieser Grundlage leichter andere Sprachen lernen zu können. Da lernt man doch besser gleich eine neue Sprache, die man auch anwenden kann. Schüler, die von sich aus Latein lernen wollen, können das natürlich gerne tun.

Zu einem Gedächtnistraining-Kurs hätte ich schon gar keine Lust, zu Sprachkursen dagegen schon.

Wenn ich hier schreibe, trainiert es meine Fähigkeit, über ein Thema nachzudenken und meine Gedanken möglichst verständlich in Worte zu fassen. Ich würde aber nicht an einem Schreibtraining teilnehmen und Aufsätze zu vorgegebenen Themen schreiben um meinen Schreibstil zu verbessern.

Diese ganzen pädagogischen Vorgaben fand ich schon immer nervig. Kinder sollen Musik und Sport machen, weil es das Gehirn trainiert, Senioren Computerspiele machen, weil es auch irgendetwas bei ihnen verbessert, mittlere Erwachsene Achtsamkeit trainieren um ich weiß nicht was …
Ich finde, jeder sollte möglichst viele verschiedene Möglichkeiten haben um rauszufinden, was ihm Spaß macht. Wenn dabei verschiedene Fähigkeiten trainiert werden, um so besser.

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