Selektive Wahrnehmung (bzw. Unterdrückung, etwa durch SPIEGEL online) (Allgemeines)
Jutta Scheiderbauer ...
Sie hat Schwerpunkte. Das ist ihr Recht! Und es ist auch gut so.![]()
jerry
Natürlich ist das ihr Recht.
Es war wohl im Sommer 2014, daß sie im DMSG-Forum zu meinen Argumenten meinte, man müsse die Ergebnisse der Doppelblind-Studie aus Kanada abwarten - die nun (als Vortrag) bereits seit mehr als einem Vierteljahr vorliegen, allerdings noch nicht als ausführliche Veröffentlichung in einer wissenschaftlichen Zeitschrift.
Mich irritiert, daß inzwischen in den Medien (Zeitungen...) über Studien mit Minocyclin etwa bei Depressionen berichtet wird (aus meinem Gedächtnis), nicht aber über eine abgeschlossene erfolgreiche Studie bei der MS-Vorstufe CIS.
Die ÄrzteZeitung brachte die gute Botschaft zwar sogar einen Tag vor dem L.Metz-Vortrag in Barcelona, aber nur für "Fachkreise". (Eine helle Frau im DMSG-Forum fand einen Weg, die Sperre zu umgehen...).
Die AMSEL berichtete am 13.10.2015 mit einem Fragezeichen in der Überschrift, aber dann am Artikelanfang:
"Minocyclin reduziert das relative Risiko für Multiple Sklerose bei Menschen mit einem ersten klinischen demyelinisierenden Ereignis (CIS) um 44,6%, so die Ergebnisse einer doppelblinden Placebo-kontrollierten, multizentrischen Phase-III-Studie aus Kanada. Luanne Metz von der Universität in Calgary stellte sie auf der diesjährigen EctriMS-Tagung in Barcelona vor. ..."
Lob für die AMSEL in dieser Hinsicht, aber Schande über die "Medien", die zwar sehr häufig über die MS berichten, aber NICHT über diesen "Durchbruch" aus Kanada, wie ich es sehe. (SPON hat gerade erst wieder einen "Leserbrief" / Kommentar von mir unterdrückt. Das ist nicht nur mangelnde Aufmerksamkeit oder Desinteresse, das ist mehr: Die WAHRHEIT wird aktiv unterdrückt!)
Von der Bewertung durch Jutta hängt viel ab.
Mich bedrückt, daß jährlich weltweit zwischen 50- und 100.000 Menschen die Diagnose (CIS oder) MS erhalten, alle paar Minuten irgenwo dieser Schock. Aber die Möglichkeit, das in rund der Hälfte der Fälle erst einmal zu verhindern (ablesbar aus der Untersuchung von A.Alonso et al. vor 10(!!!) Jahren) bzw. gleich am Anfang auf ganz einfache Weise zu stoppen, findet offenbar keinerlei Beachtung.
Es ist etwas faul im Staate Dänemark...
chen-man