Der Zauberberg (Bücherecke)
Geht es im "Zauberberg" von Thomas Mann nicht vor allem darum, dass jemand (Hans Castorp) lieber Tuberkulose haben möchte, als sich dem Lebenskampf zu stellen?
W.W.
W.W., (vor 2399 Tagen)
Geht es im "Zauberberg" von Thomas Mann nicht vor allem darum, dass jemand (Hans Castorp) lieber Tuberkulose haben möchte, als sich dem Lebenskampf zu stellen?
W.W.
Karo, (vor 2398 Tagen) @ W.W.
Geht es im "Zauberberg" von Thomas Mann nicht vor allem darum, dass jemand (Hans Castorp) lieber Tuberkulose haben möchte, als sich dem Lebenskampf zu stellen?
Geht es im "Forum" nicht vor allem darum, dass jemand (nicht Hans Castorp), der sich viele Jahre lang täglich mehrfach in sich oftmals wiederholenden Beitragsschleifen schreibend verausgabt, sich damit lieber seinen ganz eigenen Zauberberg schaffen möchte, als sich dem Lebenskampf zu stellen?
W.W., (vor 2398 Tagen) @ Karo
Geht es im "Zauberberg" von Thomas Mann nicht vor allem darum, dass jemand (Hans Castorp) lieber Tuberkulose haben möchte, als sich dem Lebenskampf zu stellen?
Geht es im "Forum" nicht vor allem darum, dass jemand (nicht Hans Castorp), der sich viele Jahre lang täglich mehrfach in sich oftmals wiederholenden Beitragsschleifen schreibend verausgabt, sich damit lieber seinen ganz eigenen Zauberberg schaffen möchte, als sich dem Lebenskampf zu stellen?
Der "Lebenskampf" könnte ja sein, dass man deutlich machen will, dass die MS keine einfache Krankheit ist, die auf Physik und Chemie beruht.
W.W.
agno, (vor 2398 Tagen) @ Karo
Geht es im "Forum" nicht vor allem darum, dass jemand (nicht Hans Castorp), der sich viele Jahre lang täglich mehrfach in sich oftmals wiederholenden Beitragsschleifen schreibend verausgabt, sich damit lieber seinen ganz eigenen Zauberberg schaffen möchte, als sich dem Lebenskampf zu stellen?
Ich gehe davon aus, dass Sisyphos glücklich war. 
--
Weiß nicht, woher ich komm, weiß nicht, wie lang ich bleib, weiß nicht, wohin ich geh, mich wundert, dass ich glücklich bin ...
Karo, (vor 2398 Tagen) @ agno
Geht es im "Forum" nicht vor allem darum, dass jemand (nicht Hans Castorp), der sich viele Jahre lang täglich mehrfach in sich oftmals wiederholenden Beitragsschleifen schreibend verausgabt, sich damit lieber seinen ganz eigenen Zauberberg schaffen möchte, als sich dem Lebenskampf zu stellen?
Ich gehe davon aus, dass Sisyphos glücklich war.

P.S.: In meinem Satz oben kommt vier Mal "sich" vor, aber ich kriege das irgendwie nicht rausredigiert. Jedenfalls nicht ohne dass der Satz noch komplizierter wird - geschafft ist also noch nix!
W.W., (vor 2398 Tagen) @ Karo
P.S.: In meinem Satz oben kommt vier Mal "sich" vor, aber ich kriege das irgendwie nicht rausredigiert. Jedenfalls nicht ohne dass der Satz noch komplizierter wird - geschafft ist also noch nix!
Das ist ein sehr, sehr interessantes Phänomen. Ich denke gerade darüber nach, was Sätze kompliziert macht. Manchmal muss man das Umständliche oder die Wiederholung in Kauf nehmen, um verständlich zu sein. Das Aphoristische, also das, was zu kurz ist und sich deshalb nicht wiederholt, ist zu meiden wie die Pest!!! Die Verständlichkeit muss also weit höher stehen als die schöne Form! Imho.
W.W.
PS: To say something different. Aber immer noch im Stile von Thomas Mann und gegen Adorno.
agno, (vor 2398 Tagen) @ Karo
Geht es im "Forum" nicht vor allem darum, dass jemand (nicht Hans Castorp), der sich viele Jahre lang täglich mehrfach in sich oftmals wiederholenden Beitragsschleifen schreibend verausgabt, sich damit lieber seinen ganz eigenen Zauberberg schaffen möchte, als sich dem Lebenskampf zu stellen?
Ich gehe davon aus, dass Sisyphos glücklich war.
P.S.: In meinem Satz oben kommt vier Mal "sich" vor, aber ich kriege das irgendwie nicht rausredigiert. Jedenfalls nicht ohne dass der Satz noch komplizierter wird - geschafft ist also noch nix!
Du sagst etwas
"Ich konnte früher" nach Belieben mit Worten Jonglieren.
Während ich so schreibe, ärgere ich mich bei jedem Posting mindestens einmal, weil das nicht meinen alten Qualitätsansprüchen genügt.
Naja, ich kenne genügend Gesunde, die mistig schreiben. Von daher muss ich mich nicht an überhöhten Ansprüchen suizidieren.
Trotzdem, es nervt!
Gruß agno
P.S.: Wenn du den Finger befeuchtest und nach der Windrichtung schaust...
Internetkommunikation -> neuronales befeuern mit seltsamen Texten?
Alter -> Weniger flexibel?
MS-> Hirnschwund?
Altersweisheit -> Andere Sachen sind wichtiger?
Woher weht nach deiner Einschätzung der Wind?
--
Weiß nicht, woher ich komm, weiß nicht, wie lang ich bleib, weiß nicht, wohin ich geh, mich wundert, dass ich glücklich bin ...
W.W., (vor 2398 Tagen) @ agno
"Ich konnte früher" nach Belieben mit Worten Jonglieren.
Während ich so schreibe, ärgere ich mich bei jedem Posting mindestens einmal, weil das nicht meinen alten Qualitätsansprüchen genügt.
Ich habe es aufgegeben, mit Worten zu jonglieren, und ich meine zweierlei gelernt zu haben: 1. sollte man redundanter schreiben, als es einem der "gute Stil" sagt, und 2. Wiederholungen nicht zu vermeiden. Manchmal können sie sogar "schön" sein.
Wolfgang
agno, (vor 2398 Tagen) @ W.W.
Wiederholungen nicht vermeiden. Manchmal können sie sogar "schön" sein. > Wolfgang
Einer meiner Lieblingsaphorismen aus der Quelle
"Wo chiemte mer hi
wenn alli seite
wo chiemte mer hi
und niemer giengti
für einisch z'luege
wohi dass me chiem
we me gieng."
- wo chiemte mer hi?, in: rosa loui, vierzg gedicht ir bärner umgangssprach. Luchterhand, Neuwied 1967, S. 22;
--
Weiß nicht, woher ich komm, weiß nicht, wie lang ich bleib, weiß nicht, wohin ich geh, mich wundert, dass ich glücklich bin ...
W.W., (vor 2398 Tagen) @ agno
Das bringt mich dazu, ein Rätsel zu stellen, das ich sonst nie zu stellen gewagt hätte. Es stammt von einem der berühmtesten Physiker der Welt, den aber kaum jemand beim Namen kennt. Das Gedicht lautet:
There are powers and thoughts within us,
that we know not till they rise
Through the stream of conscious action
from where the self in secret lies.
But when Will and Sense are silent,
by the thouphts that come and go
We may trace the rocks and eddys
in the hidden depths below.
Das wird niemand wissen!
Es geht darum, was in uns an Gedanken, Märchen und Poesie verborgen ist. Als ob tief in uns Gedanken über Felsen treiben und in Wirbeln tanzen, die vielleicht nie in unser Bewusstsein aufsteigen werden.
Da kommt niemand drauf! Er hat - glaube ich - das Berühmteste, was es in der Physik gibt, entdeckt. Aber man kennt es eher von T-Shirts als aus Lehrbüchern. Nein, es ist nicht Newton!
Wolfgang
Karo, (vor 2398 Tagen) @ agno
P.S.: Wenn du den Finger befeuchtest und nach der Windrichtung schaust...
Internetkommunikation -> neuronales befeuern mit seltsamen Texten?
Alter -> Weniger flexibel?
MS-> Hirnschwund?
Altersweisheit -> Andere Sachen sind wichtiger?
Woher weht nach deiner Einschätzung der Wind?
Das Alter würde ich rausnehmen, weil je Alter, desto Erfahrung. So gesehen schreibt es sich im Alter eher besser als schlechter.
Andere Sachen sind wichtiger als gute Texte im Internet, und das dann gewürzt mit einer Prise Hirnschwund, daran wird's wohl liegen.

IceUrmel, (vor 2398 Tagen) @ Karo
Geht es im "Forum" nicht vor allem darum, dass jemand (nicht Hans Castorp), der sich viele Jahre lang täglich mehrfach in sich oftmals wiederholenden Beitragsschleifen schreibend verausgabt, sich damit lieber seinen ganz eigenen Zauberberg schaffen möchte, als sich dem Lebenskampf zu stellen?
P.S.: In meinem Satz oben kommt vier Mal "sich" vor, aber ich kriege das irgendwie nicht rausredigiert. Jedenfalls nicht ohne dass der Satz noch komplizierter wird - geschafft ist also noch nix!
Vorschlag:
Geht es im "Forum" nicht vor allem darum, dass sich jemand (nicht Hans Castorp) viele Jahre lang, oft mehrfach täglich, in wiederholenden Beitragsschleifen schreibend verausgabt, um damit lieber seinen ganz eigenen Zauberberg zu schaffen, als sich dem Lebenskampf zu stellen?
Nur noch 2 x „sich“ 
Karo, (vor 2398 Tagen) @ IceUrmel
Geht es im "Forum" nicht vor allem darum, dass jemand (nicht Hans Castorp), der sich viele Jahre lang täglich mehrfach in sich oftmals wiederholenden Beitragsschleifen schreibend verausgabt, sich damit lieber seinen ganz eigenen Zauberberg schaffen möchte, als sich dem Lebenskampf zu stellen?
P.S.: In meinem Satz oben kommt vier Mal "sich" vor, aber ich kriege das irgendwie nicht rausredigiert. Jedenfalls nicht ohne dass der Satz noch komplizierter wird - geschafft ist also noch nix!
Vorschlag:Geht es im "Forum" nicht vor allem darum, dass sich jemand (nicht Hans Castorp) viele Jahre lang, oft mehrfach täglich, in wiederholenden Beitragsschleifen schreibend verausgabt, um damit lieber seinen ganz eigenen Zauberberg zu schaffen, als sich dem Lebenskampf zu stellen?
Nur noch 2 x „sich“
Klasse! So klingt es schön, ist einfacher geworden und flüssig lesbar. Endlich was geschafft!
Irgendwie war mir das Hirn gerade verknotet (ausgerechnet im Satzbau-Zentrum).

IceUrmel, (vor 2398 Tagen) @ Karo
Irgendwie war mir das Hirn gerade verknotet (ausgerechnet im Satzbau-Zentrum).
Das kenne ich leider auch sehr gut, aber Du hast einen äußerst positiven Einfluss auf meine Formulierungskünste 
Karo, (vor 2398 Tagen) @ IceUrmel
Irgendwie war mir das Hirn gerade verknotet (ausgerechnet im Satzbau-Zentrum).
Das kenne ich leider auch sehr gut, aber Du hast einen äußerst positiven Einfluss auf meine Formulierungskünste
Genau das wollte ich auch schon längst geschrieben haben - Du hast einen äußerst positiven Einfluss auf meine Formulierungskünste! Deine Beträge klingen immer gut durchdacht und wohlformuliert, auch dann, wenn es inhaltlich komplex wird. Alles scheint immer mit einer gewissen Leichtigkeit geschrieben, es liest sich sehr angenehm! Ich klicke deine Beiträge gezielt an, auch dann, wenn das Thread-Thema mich gerade nicht interessiert (gilt auch für Boggys Beiträge).
IceUrmel, (vor 2398 Tagen) @ Karo
Ich bin starr vor Staunen und freue mich riesig über das Kompliment, vielen Dank!
Ganz besonders freut mich das, weil Du für mich die Meisterin der Worte und Analysen bist und ich schon so viel von Dir gelernt habe.
Ich brauche oft ziemlich lange, um den gewünschten Inhalten den richtigen Ausdruck zu verleihen, doch Schreiben hat ja den großen Vorteil, dass man an den Formulierungen feilen kann und nicht wie im persönlichen Gespräch jede Lücke unmittelbar offensichtlich ist.
Apropos Lücke: Wenn mal wieder gar nichts geht, ist eben eine Pause angesagt 
Meta, im Wald, (vor 2397 Tagen) @ Karo
Geht es im "Forum" nicht vor allem darum, dass jemand (nicht Hans Castorp), der sich viele Jahre lang täglich mehrfach in sich oftmals wiederholenden Beitragsschleifen schreibend verausgabt, sich damit lieber seinen ganz eigenen Zauberberg schaffen möchte, als sich dem Lebenskampf zu stellen?
Ich gehe davon aus, dass Sisyphos glücklich war.
P.S.: In meinem Satz oben kommt vier Mal "sich" vor, aber ich kriege das irgendwie nicht rausredigiert. Jedenfalls nicht ohne dass der Satz noch komplizierter wird - geschafft ist also noch nix!
Ganz abgesehen von der Form, finde ich den Inhalt deines Beitrags durchaus stimmig, Karo!
In diesem Sinne: viermal "sich" ergibt geteilt durch zwei und abzüglich 2 kleine s zweimal "ich"
logisch!
Fütter also mein/sein/dein Ego:
https://www.youtube.com/watch?v=JYhgqFBs19w

--
Vorsicht vor Energievampiren!
W.W., (vor 2398 Tagen) @ W.W.
Geht es im "Zauberberg" von Thomas Mann nicht vor allem darum, dass jemand (Hans Castorp) lieber Tuberkulose haben möchte, als sich dem Lebenskampf zu stellen?
Eigentlich wollte ich jedoch etwas anderes sagen: Dass es durchaus passieren kann, dass man sich in eine Krankheit flüchtet, wenn dadurch die Lebenslüge leichter erträglich wird.
Aber das kann man natürlich besser formulieren: Es kann durchaus sein, dass man sich in eine Krankheit flüchtet, wenn dadurch die Lebenslüge leichter erträglich wird.
W.W.
agno, (vor 2398 Tagen) @ W.W.
Ich war ein kleiner Junge, als ich mit meinem Vater ein Gehöft im tiefen Schwarzwald besuchte. Ein geistig und körperlich fitter 90+ mit Sohn & dessen Frau und Enkel und Urenkel...
Ein Bild wie aus einem Paradies.
Mein Vater redete wie ein alter Bekannter...
Auf der Heimfahrt sprach ich über meine Begeisterung.
Da sagte mein alter Herr:
Der nette rüstige alte Mann war früher stinkfaul, während sich alle um ihn herum zu Tode arbeiteten.
agno
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Weiß nicht, woher ich komm, weiß nicht, wie lang ich bleib, weiß nicht, wohin ich geh, mich wundert, dass ich glücklich bin ...
W.W., (vor 2398 Tagen) @ agno
Lieber agno,
es ist etwas Merkwürdiges mit diesen Geschichten, die manche auch als Narrative bezeichnen. Sie sollen total unwissenschaftlich und furchtbar subjektiv sein!
Sie sollen nicht belastbar sein, eher etwas für die Küche, wenn man mit dem Gesinde um den Herd herumhockt.
Insgeheim meine ich jedoch, dass uns diese Geschichten mehr sagen als manche Studie!
Vor ein paar Wochen, als ich mit meiner Frau auf die bekannte Weise joggte, sah ich eine Ente, die hatte zwei Küken, eines, das ziemlich groß war, und eines, das ziemlich mickrig war. Ich wunderte mich, wie das zustande kommen kann. Vorgestern sah ich die drei wieder, aber das Mickrige lag auf dem Rücken, streckte seine Beine starr in die Luft und zuckte mit dem Kopf.
Heute sah ich es wieder. Es lag immer noch auf dem Rücken, streckte seine Beine in die Luft und zuckte mit dem Kopf. Sein Bruder oder seine Schwester hatten ihn verlassen, aber seine Mutter stand neben ihm. Warum in aller Welt nur?
Der Gesichtsausdruck ist ja bei Enten wenig bis überhaupt nicht aussagekräftig. Was mag in ihnen wohl vorgehen?
Wolfgang