Mal wieder ein MS-Thema: Stress macht mürbe (Therapien)

W.W., (vor 2507 Tagen) @ naseweis

Lieber Uli,

ich werde jetzt ins Café Gehen und den Stress-Artikel lesen. Dann werde ich fundierter dazu Stellung nehmen können.

Meine Gedanken sind seit langem etwa so: Eine MS tritt in Belastungssituationen auf, und es sind keine Belastungen, die schnell kommen und schnell wieder vergehen, sondern Belastungen, die sich monate-, wenn nicht jahrelang aufgeschaukelt haben.

Ich habe nie geglaubt, dass es die Belastungen selbst sind, die die Ursache der MS sind, sondern sie tragen zum Entstehen der MS nur bei, denn erstens ist jeder Mensch anders und empfindet Belastungen in einer anderen Intensität, und zweitens scheint die veränderte Hormonlage in einer chronischen Stresssituation nicht die direkte Ursache für die Krankheit zu sein, sondern ihr nur einen fruchtbaren Boden zu bereiten.

Bei dieser veränderten Hormonlage scheint mir das Stresshormon Cortisol eine wichtige Rolle zu spielen, obwohl es verwirrenderweise so erscheint, dass Cortisol nicht die Ursache der MS sein kann, weil hohe Dosen von Cortison den MS-Schub zu bekämpfen scheinen. Das ist meiner Meinung nach ein gefährlicher Schein, der die MS-Gemeinde seit Jahrzehnten in die Irre geführt hat.

Dazu kam die ständig wiederholte Aussage: Wenn Stress etwas mit der MS zu tun haben würde, müsste die MS-Rate in Kriegszeiten besonders hoch sein. Auch diese Überlegung scheint mir irreführend zu sein. Der schlimmste Stress kann der sein, den man nicht sieht!

Und jetzt gehe ich los und werde lesen und besser Bescheid wissen!

Wolfgang

PS: Am Rande fiel mir eben ein, dass Frauen natürlich viel mehr Stress haben als Männer, denn sie haben die Last, das Kind austragen, unter starken Schmerzen gebären und aufziehen zu müssen. Das ist natürlich etwas ganz anderes als das, was der Mann tut. Warum sollten also Männer und Frauen gleich sein? Aber vielleicht hat das ja mit dem Thema nichts zu tun?!

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