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Mal wieder ein MS-Thema: Stress macht mürbe (Therapien)

naseweis ⌂, in meinem Paradies, (vor 2508 Tagen)

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Prof. Dr. Stefan Gold von der Neuropsychiatrie an der Charite in der ZEIT:

An sich ist Stress nicht schädlich. Über Wochen und Monate aber kann er krank machen: Dauergestresste bekommen häufiger Herzprobleme und Rheuma. Warum, ist rätselhaft.

...Die Nebennieren produzieren außerdem ein anderes, für die Stressantwort wichtiges Hormon, Cortisol. Cortisol tut zwei Dinge: Es stellt dem Körper Energie zur Verfügung, indem es den Blutzuckerspiegel erhöht und Fettsäuren ins Blut schleust. Und es unterdrückt die Immunabwehr. Die Abwehr potenziell krank machender Viren und Bakterien wird also kurzzeitig auf später verschoben. ...

Fazit:

... Statt endgültige Klarheit zu bringen, zeigt die MS-Studie vor allem eines: wie schwierig es ist, Stress als Krankheitsverursacher dingfest zu machen.

Gold sagt trotzdem:
"Psyche und biologische Faktoren können zusammen dazu beitragen, wie sich Autoimmunkrankheiten wie die MS entwickeln."

In der Therapie von Stresserkrankungen ist daher die Psyche ein entscheidender Ansatzpunkt....

# selberlesen und weiterdenken unter folgendem Link
https://www.zeit.de/wissen/gesundheit/2019-05/stress-autoimmunerkrankungen-psychische-b...

--
das Geheimnis der Medizin besteht darin,
den Patienten abzulenken,
während die Natur sich selber hilft (Voltaire)

Sisyphos hatte es auch nicht leicht

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Mal wieder ein MS-Thema: Stress macht mürbe

Meta, im Wald, (vor 2508 Tagen) @ naseweis

# selberlesen und weiterdenken


[/b]


finde ich grundsätzlich eine gute Devise!:-)

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Vorsicht vor Energievampiren!

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Mal wieder ein MS-Thema: Glücklich macht gesund

Tiff-Ahn, (vor 2508 Tagen) @ naseweis

Und es unterdrückt die Immunabwehr. Die Abwehr potenziell krank machender Viren und Bakterien wird also kurzzeitig auf später verschoben. ...

"Psyche und biologische Faktoren können zusammen dazu beitragen, wie sich Autoimmunkrankheiten wie die MS entwickeln."

Fazit:

... Statt endgültige Klarheit zu bringen, zeigt die MS-Studie vor allem eines: wie schwierig es ist, Stress als Krankheitsverursacher dingfest zu machen.

Komisches Fazit, wenn direkt kausal gedacht werden täte, wäre die logische Folgerung, dass mensch sich einen Erreger eingefangen hätte, weil die Immunabwehr nicht auf Zack gewesen war.

Aber das menschliche Leben ist so vielschichtig und die neueren Forschungen an unserem charmantesten Organ :-P eröffnen ja ganz neue Welten lightbulb

In der Therapie von Stresserkrankungen ist daher die Psyche ein entscheidender Ansatzpunkt....

Ach ich denk mal- das ist für alles gut. Glückliche Psychen --> glückliche Welten!flowers flowers flowers

# selberlesen und weiterdenken unter folgendem Link

Ahneeeeeeeeeeee dieZeithabichjetztnich

:wink:

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Mal wieder ein MS-Thema: Stress macht mürbe

Nalini, (vor 2507 Tagen) @ naseweis

An sich ist Stress nicht schädlich. Über Wochen und Monate aber kann er krank machen: Dauergestresste bekommen häufiger Herzprobleme und Rheuma. Warum, ist rätselhaft.

......

Gold sagt trotzdem:
"Psyche und biologische Faktoren können zusammen dazu beitragen, wie sich Autoimmunkrankheiten wie die MS entwickeln."

Irgendwie wussten *wir* es doch schon lange:
eine subjektive Wahrheit von vielen hier ...

Und das träge Schiff Wissenschaft zieht langsam nach ;-) - Schritt für Schritt, Studie um Studie ...

Ist doch eigentlich sonnenklar: Stress und Psyche können das Immunsystem massiv beeinflussen und stören. Das dürfte mittlerweile ziemlich unbestritten sein. Und die MS (zumindest mein Subtypus der MS) ist eine neuro-immunologische Erkrankung.

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Mal wieder ein MS-Thema: Stress macht mürbe

W.W., (vor 2507 Tagen) @ naseweis

Lieber Uli,

ich werde jetzt ins Café Gehen und den Stress-Artikel lesen. Dann werde ich fundierter dazu Stellung nehmen können.

Meine Gedanken sind seit langem etwa so: Eine MS tritt in Belastungssituationen auf, und es sind keine Belastungen, die schnell kommen und schnell wieder vergehen, sondern Belastungen, die sich monate-, wenn nicht jahrelang aufgeschaukelt haben.

Ich habe nie geglaubt, dass es die Belastungen selbst sind, die die Ursache der MS sind, sondern sie tragen zum Entstehen der MS nur bei, denn erstens ist jeder Mensch anders und empfindet Belastungen in einer anderen Intensität, und zweitens scheint die veränderte Hormonlage in einer chronischen Stresssituation nicht die direkte Ursache für die Krankheit zu sein, sondern ihr nur einen fruchtbaren Boden zu bereiten.

Bei dieser veränderten Hormonlage scheint mir das Stresshormon Cortisol eine wichtige Rolle zu spielen, obwohl es verwirrenderweise so erscheint, dass Cortisol nicht die Ursache der MS sein kann, weil hohe Dosen von Cortison den MS-Schub zu bekämpfen scheinen. Das ist meiner Meinung nach ein gefährlicher Schein, der die MS-Gemeinde seit Jahrzehnten in die Irre geführt hat.

Dazu kam die ständig wiederholte Aussage: Wenn Stress etwas mit der MS zu tun haben würde, müsste die MS-Rate in Kriegszeiten besonders hoch sein. Auch diese Überlegung scheint mir irreführend zu sein. Der schlimmste Stress kann der sein, den man nicht sieht!

Und jetzt gehe ich los und werde lesen und besser Bescheid wissen!

Wolfgang

PS: Am Rande fiel mir eben ein, dass Frauen natürlich viel mehr Stress haben als Männer, denn sie haben die Last, das Kind austragen, unter starken Schmerzen gebären und aufziehen zu müssen. Das ist natürlich etwas ganz anderes als das, was der Mann tut. Warum sollten also Männer und Frauen gleich sein? Aber vielleicht hat das ja mit dem Thema nichts zu tun?!

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Eine kaiserliche Botschaft

W.W., (vor 2507 Tagen) @ W.W.

Lieber Uli,

ich komme gerade aus dem Café zurück. Ein furchtbar nichtssagender Artikel! Bin kein Stück klüger geworden!:-( Eine Studie hat 2016 behauptet, dass jeder 5. über 18 häufig gestresst ist. Viele werden andächtig mit dem Kopf nicken und denken: "Ja, bei mir ist das ganz genau so!"

Boggy würde sich natürlich fragen, was "gestresst" eigentlich heißt, was "häufig" ist und ob Männer und Frauen gleichermaßen berücksichtigt wurden???

Aber an so eine Studie im Originaltext kommt ja nur ein Fachmann heran, und er muss sie aus dem Englischen übersetzen. Aber um ihren Sinn "richtig" zu begreifen, muss man natürlich "Ahnung haben". Aber was heißt das schon, und was heißt "richtig"?

Wir werden vermutlich also niemals begreifen, was uns diese Studie sagen wollte.:confused: Und vielleicht ist das ja auch nicht einmal so schlimm. Das erinnert mich an die Geschichte von der "kaiserlichen Botschaft". Man kann sich das, was gemeint ist, nur "erträumen" - wenn man viel Phantasie hat. (Oder heißt es "Fantasie"?)

Wolfgang

PS: Warum erzähle ich immer wieder diese Geschichten? Und warum immer dieselben?:confused:

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Mal wieder ein MS-Thema: Stress macht mürbe

Marc, (vor 2507 Tagen) @ W.W.

Meine Gedanken sind seit langem etwa so: Eine MS tritt in Belastungssituationen auf, und es sind keine Belastungen, die schnell kommen und schnell wieder vergehen, sondern Belastungen, die sich monate-, wenn nicht jahrelang aufgeschaukelt haben.

Ich habe nie geglaubt, dass es die Belastungen selbst sind, die die Ursache der MS sind, sondern sie tragen zum Entstehen der MS nur bei, denn erstens ist jeder Mensch anders und empfindet Belastungen in einer anderen Intensität, und zweitens scheint die veränderte Hormonlage in einer chronischen Stresssituation nicht die direkte Ursache für die Krankheit zu sein, sondern ihr nur einen fruchtbaren Boden zu bereiten.

Dazu kam die ständig wiederholte Aussage: Wenn Stress etwas mit der MS zu tun haben würde, müsste die MS-Rate in Kriegszeiten besonders hoch sein. Auch diese Überlegung scheint mir irreführend zu sein. Der schlimmste Stress kann der sein, den man nicht sieht!

Danke für ihre Klarstellung. Einen pauschalen Zusammenhang zwischen "Stress" und Autoimmunkrankheiten wird es so nicht einfach geben können. Fühle mich in gewisser Weise allein durch meine Erfahrungen bei einem Klassentreffen vom Wochenende wieder bestätigt.

Um zwei (leicht polarisierende) Beispiele hierzu zu zeichnen: Da war einereits eine abitionnierte Mitschülerin mit hervorragenden Noten die zum Studium nach Wien zog und - von dem was ich wusste - ein eigentlich, erfülltes ausgelichenes Familienleben führte, die aber etwa um die gleiche Zeit wie ich erkrankte. (Aber allem Anschein nach einen sehr leichten Verlauf hatte/hat).

Andererseits gab es einen Mitschüler, der zur Schulzeit eigentlich nur vor hatte, im Leben eine ruhige Kugel zu schieben und vom Vater das Schuhgeschäft zu übernehmen. Nach dem BWL Studium hatte er aber Blut geleckt und ist mit ein paar Beziehungen in der Steuerberatungskanzlei von einem Familienfreund eingestiegen um irgendwann auf Insolvenzverwalter umzuschulen. Ein paar Jahre später befand er sich - recht unerwartet - in der Mitte einer Insolvenz aufgrund welcher sehr viele Arbeitsplätze auf dem Spiel standen. Er spürte Druck von Lieferanten, Betriebsratsvertretern, aus der Politik und den Medien.

Das Verfahren erstreckte sich über Jahre. Ich hätte ihm nicht zugetraut, damit ohne weiteres zurecht zu kommen. Tatsächlich war er am Wochenende fast der Alte. Wirkte natürlich deutlich reifer als andere Mitschüler war aber körperlich, bis auf ein paar Falten und graue Haare, vergleichsweise sehr fit.

Was mich ehrlich gesagt mehr erstaunte war, wie sehr einige andere Mitschüler mittlerweile in ihrer körperlichen Erscheinung gealtert waren. Insbesondere einige ehemalige Mitschülerinnen. Damals rauchte nahezu die gesamte Klassenstufe. Gefeiert wurde auch regelmäßig. Ob das alles eine starke Rolle spielte?

Oder habe ich durch meine Erkrankung die vergangenen zehn Jahre in einem Glashaus verbracht so dass mein eigener Alterungsprozess wohl verlangsamt wurde? Womöglich habe ich durch das ruhige, gesundheitsgewußte Leben mein Risiko auf Probleme wie Herzkreislauferkrankungen bereits schon so reduziert, dass ein mögliches zusätzliches Krankheitsrisiko durch Immuntherapien überhaupt nicht ins Gewicht fallen würde...

Oder ist "Gesundheit" nicht doch letztendlich rein eine Frage der Perspektive - egal welche Definition nun darüber gestülpt wird?

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