Nach durchschnittlich 3,5 Behandlungsjahren war der EDSS-Wert der Wirkstoffgruppe um rund 0,5 Punkte geringer als der der Placebo-Gruppe. Außerdem hatte die Wirkstoffgruppe eine deutlich verringerte Krankheitsprogression. Zitatende
Bei Aufnahme der Patienten in die Studie bestand ein mittlerer EDSS-Wert von nahezu 6 (5.9).
Das ist relativ hoch... und schon beinahe im Bereich meines eigenen EDSS-Score.
Und ich weiß aus eigener Erfahrung, dass mein Status je nach Tagesform, Jahreszeit, Müdigkeit, Uhthoff etc.pp. so etwa um eineinhalb Punkte auf jener Skala schwanken kann.
Zudem geht weder aus jenem AMSEL-Artikel noch aus dem zugrundeliegenden der JAMA Neurology Network hervor, anhand welcher Items man eigentlich die 'deutlich verminderte Krankheitsprogression' in der 'kleinen Studie' gemessen haben will - ob lediglich über MRT-Bildgebung oder im wirklichen prallen Behinderungsleben (und wenn ja, wie!!).
Unterm Strich erlaube ich mir mal als MSler, dessen letztes und einziges MRT inzwischen 12 Jahre zurückliegt, und dessen Hirn sicherlich noch mehr Ähnlichkeit zu einem Schweizer Käse entwickelt hat als damals, festzustellen:
Solch für uns Patienten praktisch völlig belanglosen wissenschaftstheoretischen Kehricht zu einer Erfolgsmeldung für Rituximab aufzublasen, dazu gehört schon allerhand Abgehobenheit und man-muss-nur-wollen.
Liebe Trierer, sagt doch mal was dazu in Eurer gewohnt wissenschaftlichen, so freundlichen wie klaren Diktion.
Dies kann leider nicht!!!
Euer jerry 'Gernot' Hassknecht 