Was heißt das? (Allgemeines)

fRAUb, (vor 2655 Tagen)

https://www.tagesschau.de/inland/kommunen-sozialstaat-101.html

Was heißt das für uns?

Und was würde es heißen, wenn ich darunter schriebe, dass wir den Sozialstaat in Anspruch nehmen müssen, weil ihr uns nicht heilen könnt?

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Was heißt das?

UWE, (vor 2655 Tagen) @ fRAUb

https://www.tagesschau.de/inland/kommunen-sozialstaat-101.html

Was heißt das für uns?

Und was würde es heißen, wenn ich darunter schriebe, dass wir den Sozialstaat in Anspruch nehmen müssen, weil ihr uns nicht heilen könnt?

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Grundsätzlich ist gegen den Ansatz nichts zu sagen. Aus aktuellem Anlass weiß ich, wie viel Geld gerade bei Hilfsmitteln von den Pflegekassen sinnlos verplempert wird. Da muss tatsächlich mal richtig aufgeräumt werden.

- Aber es ist auch so, dass man in unserer Leistungsgesellschaft nur als gesunder wirklich gelitten ist - (Nur dürfen die Politiker diese Tatsache nicht laut aussprechen)

Zum Thema Heilung
ICH habe selbst als Langzeitbetroffener die Hoffnung auf Heilung nie aufgegeben.
Aktuell wurde im Nachbarforum ein Ansatz über die Gewiunnung von Hirnstammzellen gepostet. Da bleibe ich direkt dran, habe den Prof. schon angeschrieben.

Ich möchte an dieser Stelle keine Stammzelldiskussion lostreten, und falls doch werde ich mich nicht daran beteiligen.

LG
Uwe

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Was heißt das?

W.W., (vor 2655 Tagen) @ fRAUb

Es hat mich sehr nachdenklich gemacht, was mir mein Schwiegerfreund unter dem Tannenbaum erzählt hat:

Mein Schwiegerfreund (SPD-Mitlied und Jurist im Verkehrsministerium), behauptete, CDU und SPD seien miteinander verschmolzen und würden in der GroKo so gut zusammenarbeiten, dass sich die SPD praktisch selbst abgeschaftt hätte und aufhören könnte, krampfhaft nach neuen Zielen zu suchen. Unsere Regierung wäre also quasi mit Angela Merkels Hilfe auf dem Gipfel angelangt, wo eine Demokratie letztendlich hingelangen könne. Es könne in Nuancen vielleicht noch etwas besser werden, aber im Grunde genommen müssten wir zufrieden sein mit dem, was wir erreicht haben.

Ich glaube, das ist ein interessanter und gleichzeitig beunruhigender Gedanke! Ich muss jetzt erst noch einmal Platons schlagende Kritik der Demokratie in der "Politeia" lesen, bevor ich Näheres sagen kann. Zunächst nur dies: 1. die enorme Schwierigkeit der Staatsführung lässt nur zu, dass die Besten bestimmen, 2. die Masse wird zwangsläufig von Demagogen verführt und dann muss die Demokratie 3. in der Tyrannis eines starken Mannes enden.

Der Punkt ist: Ist unsere Demokratie nicht viel besser, als sie ausschaut. Wissen wir das Glück vielleicht nicht zu würdigen, in Deutschland leben zu dürfen? Birgt die Suche vieler Menschen nach einem starken Mann nicht auch etwas Gefährliches in sich?

Ich teile ja überhaupt nicht, was mein Schwiegerfreund denkt, aber könnte nicht etwas dran sein? Auch, dass die Ungleichheiten geradezu naturgegeben sind, dass der Reiche also reicher als der Arme ist - und mehr zu sagen hat? Und dass man das Bestehende immer mehr verbessern kann, bis es gefährlich wird?

Ich muss gestehen, bis Heiligabend war ich noch der Ansicht, die CDU sei müde und konzeptionslos, Angela Merkel wie Jean-Claude Juncker a lame duck, die SPD brauche ein neues Profil, einen neuen Willy Brand oder Helmut Schmidt, und es müsse sich etwas ändern und Schwung in den Laden kommen.

Aber wenn es sich um ein fein austariertes System handeln würde, in dem sich die beste aller denkbaren Staatsformen manifestiert - und ich würde es gar nicht merken?

W.W.

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Was heißt das? Sauerstoffmangel...

Zoe, tieef im Weeeeesten, (vor 2655 Tagen) @ W.W.

**:kerze: :baum: :kerze: :schampus: im heimeligen Weihnachtswohnzimmer? ***

Gestern habe ich einen interessanten Artikel über die Bedeutung von Ironie gelesen (Wilhelm Schmid).
Vielleicht liegt es nur daran, dass ich deinen Beitrag als blanke Ironie verstehe :-D

:wink: Zoe

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Was heißt das? Sauerstoffmangel...

W.W., (vor 2655 Tagen) @ Zoe

Gestern habe ich einen interessanten Artikel über die Bedeutung von Ironie gelesen (Wilhelm Schmid).
Vielleicht liegt es nur daran, dass ich deinen Beitrag als blanke Ironie verstehe :-D

Ironie? Nein, liebe Zoe, eher Verblüffung und Ratlosigkeit. Als könnte man in meinem hohen Alter noch einmal Lieblingsüberzeugungen in Frage stellen.;-)

Oder ist das eine Art von Altersmilde, dass ich denke, ich könne den Lauf der Welt sowieso nicht mehr richtig beurteilen und jede Meinung habe ihre gewisse Bewechtigung. Und dass es gar nicht um Meinungen und nicht einmal um Logik geht. Worum geht es überhaupt? Und wer zieht an den Strippen?

Wolfgang

PS: Ich merke, je älter ich werde, umso unentschlossener und unentschiedener werde ich. Ganz im Gegensatz zu Peter in Sallys Café. Unklarer und liebenswürdiger???:confused:

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Was heißt das?

Zoe, tieef im Weeeeesten, (vor 2655 Tagen) @ W.W.

überzeugungen in Frage stellen.;-)

Oder ist das eine Art von Altersmilde, dass ich denke, ich könne den Lauf der Welt sowieso nicht mehr richtig beurteilen und jede Meinung habe ihre gewisse Bewechtigung. Und dass es gar nicht um Meinungen und nicht einmal um Logik geht. Worum geht es überhaupt? Und wer zieht an den Strippen?

Ah ja, das verstehe ich gut. So geht es mir auch manchmal: Als ich jünger war, sah ich auch die Welt kontrastreicher. Jetzt neige ich zum Differenzieren und Relativieren, da fällt es schwerer "eindeutig" Position zu beziehen.
Und die Welt ändert sich schneller als mein Weltbild: ich versuche gerade den Arbeitsbereich unserer Ältesten zu verstehen....

:wink: Zoe

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W.W., (vor 2655 Tagen) @ Zoe

Ja, du verstehst, was ich meine.:-) Was mir Sorgen macht: Ich werde immer netter und gleichzeitig immer unklarer, weil ich nicht mehr so genau weiß, worum es geht - das aber zugeben kann.

Eigentümlich ist auch, dass ich anfange alle die Bücher und Gedanken erneut durchzugehen, die ich früher einmal wertgeschätzt habe, als sei es wichtiger, das Unverdaute von damals wiederzukäuen, als etwas Neues zu lernen!;-)

Wolfgang

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Zoe, tieef im Weeeeesten, (vor 2655 Tagen) @ W.W.

Eigentümlich ist auch, dass ich anfange alle die Bücher und Gedanken erneut durchzugehen, die ich früher einmal wertgeschätzt habe, als sei es wichtiger, das Unverdaute von damals wiederzukäuen, als etwas Neues zu lernen!;-)


Warum nicht? Durch das "Wiederkäuen" merkt man doch, dass die Welt sich ändert und erkennt, von wem man noch etwas lernen möchte / kann.
- Dumm bleiben ist ja wohl keine Alternative... Der alte Goethe konnte auch nur "Universalgenie" sein, weil seine Welt noch recht überschaubar war... (Aber es ist anstrengend und verunsichert...!)
Zoe

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W.W., (vor 2655 Tagen) @ Zoe

Liebe Zoe,

die Welt des alten Goethe war zugrunde gegangen, und er wusste das selbst. Nicht, dass er unglücklich darüber war, dass die Zeit weiter und über ihn weg gegangen war. Man kann in ein neues Land schauen, ohne es zu betreten. Aber das unselige Maschinenwesen schreckte ihn und das Romantische, was gegen alle Regeln verstieß und Unersättlich war.

Ich denke, er schaute heiter zurück und war stolz darauf, noch zu den "Alten" zu gehören. Ein bisschen geht mir das auch so. Ich will ja nicht klagen, ober der neumodische Kram bedarf doch noch der ordnenden Hand.

Goethe ist immer der vorrevolutionäre Mensch geblieben, der Mitregent von Carl August.

Wolfgang

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Was heißt das?

fRAUb, (vor 2655 Tagen) @ W.W.

Es hat mich sehr nachdenklich gemacht, was mir mein Schwiegerfreund unter dem Tannenbaum erzählt hat:

Mein Schwiegerfreund (SPD-Mitlied und Jurist im Verkehrsministerium), behauptete, CDU und SPD seien miteinander verschmolzen und würden in der GroKo so gut zusammenarbeiten, dass sich die SPD praktisch selbst abgeschaftt hätte und aufhören könnte, krampfhaft nach neuen Zielen zu suchen. Unsere Regierung wäre also quasi mit Angela Merkels Hilfe auf dem Gipfel angelangt, wo eine Demokratie letztendlich hingelangen könne. Es könne in Nuancen vielleicht noch etwas besser werden, aber im Grunde genommen müssten wir zufrieden sein mit dem, was wir erreicht haben.

Ich glaube, das ist ein interessanter und gleichzeitig beunruhigender Gedanke! Ich muss jetzt erst noch einmal Platons schlagende Kritik der Demokratie in der "Politeia" lesen, bevor ich Näheres sagen kann. Zunächst nur dies: 1. die enorme Schwierigkeit der Staatsführung lässt nur zu, dass die Besten bestimmen, 2. die Masse wird zwangsläufig von Demagogen verführt und dann muss die Demokratie 3. in der Tyrannis eines starken Mannes enden.

Mag sein.
Nach der Wahl ist ja bekanntlich auch vor der Wahl, dies vorweg, bevor ich schreibe, dass sich dieser Tage Kanzler Schröder mit der Warnung vor einem Linksruck in der SPD zu Wort meldete. Ja ... und der Flügel der SPD, dem Schröder angehörte, war, in der Tat bei der CDU durchaus beliebt.

Aus Hessen, so schrieb der HR gestern, kommen derzeit andere Stimmen:
https://www.hessenschau.de/politik/landtag-spd-gibt-schwarz-gruen-keine-schonfrist,spd-...
Das liest sich eher wie eine Kampfansage... nach der Wahl ist vor der Wahl... und wie lange sich Frau Merkel noch halten will, weiß man nicht so genau. Martin Schulz ließ bereits verlautbaren, man suche per Urabstimmung einen Kanzlerkandidaten/ kandidatin.

Der Punkt ist: Ist unsere Demokratie nicht viel besser, als sie ausschaut. Wissen wir das Glück vielleicht nicht zu würdigen, in Deutschland leben zu dürfen? Birgt die Suche vieler Menschen nach einem starken Mann nicht auch etwas Gefährliches in sich?

Ich teile ja überhaupt nicht, was mein Schwiegerfreund denkt, aber könnte nicht etwas dran sein? Auch, dass die Ungleichheiten geradezu naturgegeben sind, dass der Reiche also reicher als der Arme ist - und mehr zu sagen hat? Und dass man das Bestehende immer mehr verbessern kann, bis es gefährlich wird?

Ich muss gestehen, bis Heiligabend war ich noch der Ansicht, die CDU sei müde und konzeptionslos, Angela Merkel wie Jean-Claude Juncker a lame duck, die SPD brauche ein neues Profil, einen neuen Willy Brand oder Helmut Schmidt, und es müsse sich etwas ändern und Schwung in den Laden kommen.

Aber wenn es sich um ein fein austariertes System handeln würde, in dem sich die beste aller denkbaren Staatsformen manifestiert - und ich würde es gar nicht merken?

W.W.

Wie immer: abwarten.

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