Wann Basistherapie? (Therapien)

A.V.S., (vor 2747 Tagen)

Hallo,
auch wenn das vielleicht schon diskutiert wurde, möchte ich auf Nummer sicher gehen, dass ich alles richtig verstanden habe: In meinem Buch (Warum die MS besser ist als ihr Ruf) steht noch, dass ein Indikator für eine Basistherapie ist, wie viele Herde man im Hirn hat. Ab 5 pro Jahr sollte man sich eine Therapie überlegen, wenn ich das so richtig verstanden habe.
Allerdings habe ich auch von Dr. Weihe gelesen, dass es keinen statistischen Zusammenhang gibt zwischen Herden und Krankheitsverlauf.

Woran soll man sich denn jetzt in Sachen Basistherapie orientieren, unabhängig davon, dass die Mehrheit hier scheinbar grundsätzlich dagegen ist? Ich bin verwirrt, womöglich habe ich etwas dazu im Forum übersehen (man sehe es mir nach) und habe so das Gefühl ich kenne die Antwort meines Neurologen schon jetzt.

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Wann Basistherapie?

Zoe, tieef im Weeeeesten, (vor 2746 Tagen) @ A.V.S.

"Auf Nummer sicher gehen" ist in jedem Fall die falsche Haltung bei MS - NIEMAND kann dir Garantien geben (allerdings tun manche so als ob - und verdienen sich durch Schüren von Ängsten eine goldene Nase).

Wenn deine MS in einer besonders stressigen, belastenden Lebenssituation aufgetreten ist, versuch´ etwas an dieser Situation zu ändern, einen oder zwei Gänge `runterzuschalten, eine Basis für ein gesundes Alltagsleben zu finden: Niemand kann die MS "wegspritzen". Nur Mut! thumb up

:wink: Zoe

Wann Basistherapie? Wenn Angst viel größer als Mut..... :thumps down:

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Wann Basistherapie?

W.W., (vor 2746 Tagen) @ Zoe

Wenn deine MS in einer besonders stressigen, belastenden Lebenssituation aufgetreten ist, versuch´ etwas an dieser Situation zu ändern, einen oder zwei Gänge `runterzuschalten, eine Basis für ein gesundes Alltagsleben zu finden: Niemand kann die MS "wegspritzen". Nur Mut! thumb up

Ja, das sollte der Kern meiner Aussage sein! Aber ich habe mich zu einer Pseudogenauigkeiten verführen lassen, als würde ich in ganz extremen Fällen doch für eine Basistherapie entschließen. Aber ich habe es nie getan!

W.W.

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Wann Basistherapie?

jerry, (vor 2746 Tagen) @ Zoe


Wann Basistherapie? Wenn Angst viel größer als Mut..... :thumps down:

...und wer dann unter Therapie erleben muss, dass die MS nicht 'Halt macht', der dürfte besonders verzweifelt sein.

Hab vor ein paar Tagen im Sanitätshaus eine MSlerin (beim Rollitesten mit E-Motion-Rädern) kennengelernt, die seit 30 Jahren betroffen ist, in den ersten 20 Jahren erfolglos Copaxone / Interferon / Mitox genommen, inzwischen tägliche Arztbesuche und Zytostatika wg. einer Leukämie.

Die auch von den Behandlern als Therapie-induziert angesehen wird... :-(


jerry

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Wann Basistherapie?

Zoe, tieef im Weeeeesten, (vor 2746 Tagen) @ jerry

Therapieindizierte Leukämie:


Da hat man wohl Teufel mit Belzebub ausgetrieben und jahrelang daran verdient...
Zoe

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Wann Basistherapie?

W.W., (vor 2746 Tagen) @ Zoe

Therapieindizierte Leukämie:


Da hat man wohl Teufel mit Belzebub ausgetrieben und jahrelang daran verdient...

Ist das nicht grauenvoll? Und jeder denkte vermutlich, er mache genau das Richtige!:-( Die Ärzte, aber auch die Patienten. Ich glaube wirklich, ohne Cortison und Basistherapie würde die MS besser verlaufen.

W.W.

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Wann Basistherapie?

Max, (vor 2743 Tagen) @ W.W.

Wahre Worte, lieber W.W., denen ich mich nur anschließen kann!!!
Was für ein leitliniengestützter Irrsinn, der da angeboten wird, wobei die einfache Körperverletzung noch das kleinere Übel ist.
Korperverletzung mit Todesfolge nicht ausgeschllossen, und austherapiert am Leben bleiben, ist auch keine Option.
Hier läuft etwas ganz und gar "daneben"!!!

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Wann Basistherapie?

W.W., (vor 2746 Tagen) @ jerry

Lieber Jerry,
ich hätte ehrlicher sein sollen und zugeben sollen, dass ich eine Basistherapie nie für sinnvoll halte. Aber das hätte ja bedeutet, der allgemeinen Lehrmeinung krass zu widersprechen, was ich mich nicht getraut habe. Aus Bescheidenheit? Weil ich es nicht besser wissen wollte als die MS-Experten? Ich glaube, ja.

W.W.

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Wann Basistherapie?

W.W., (vor 2746 Tagen) @ A.V.S.

Hallo,
auch wenn das vielleicht schon diskutiert wurde, möchte ich auf Nummer sicher gehen, dass ich alles richtig verstanden habe: In meinem Buch (Warum die MS besser ist als ihr Ruf) steht noch, dass ein Indikator für eine Basistherapie ist, wie viele Herde man im Hirn hat. Ab 5 pro Jahr sollte man sich eine Therapie überlegen, wenn ich das so richtig verstanden habe.
Allerdings habe ich auch von Dr. Weihe gelesen, dass es keinen statistischen Zusammenhang gibt zwischen Herden und Krankheitsverlauf.

Woran soll man sich denn jetzt in Sachen Basistherapie orientieren, unabhängig davon, dass die Mehrheit hier scheinbar grundsätzlich dagegen ist? Ich bin verwirrt, womöglich habe ich etwas dazu im Forum übersehen (man sehe es mir nach) und habe so das Gefühl ich kenne die Antwort meines Neurologen schon jetzt.

Es ist gut, dass Sie das ansprechen! Ich habe mich mit diesem Satz sehr schwer getan. Auf der einen Seite lehne ich die Basistherapie ab und zwar grundweg ab, auf der anderen Seite hatte ich Angst, das so zu formulieren, weil ich in den Ruf geraten könnten, ganz prinzipiell gegen die medikamentöse Basistherapie zu sein.

Aber, wenn ich ehrlich bin, bin ich ja ganz prinzipiell dagegen. Sie weisen also auf eine Unklarheit hin, die mit mehr oder weniger bewusst unterlaufen ist.:-( Ich meine aber, es so formuliert zu haben, dass man im Falle einer hohen Herdproduktionsrate eine Basistherapie erwägen, aber nicht unbedingt durchführen sollte.

Aber Sie haben Recht: Im Grunde bin ich ganz und gar gegen die Basistherapie und kann mir keinen Grund vorstellen, sie dennoch anzuwenden. Aber wenn sich jemand doch in der Not dafür entscheidet? Weil er viele Herde hat, die sich in kurzer Zeit entwickelt haben? Dann kann ich verstehen, dass er sich für eine Basistherapie entscheidet, obwohl ich es ihm nicht empfehlen würde.

Ein ähnliches Problem habe ich mit Cortison im Schub: Wenn es jemandem beim 1. Schub gut geholfen hat, wer bin ich denn, dass ich ihm beim 2. davon abrate? Ja, ich glaube, dass Cortison ein Scharlatan ist und von den Neurologen viel zu hoch dosiert wird, aber wenn jemand darauf besteht, weil er gute Erfahrungen gemacht hat und viele Ärzte ihm dazu raten? Soll ich dann klüger sein wollen?


Ich denke, die MS würde ohne Cortison und Basistherapie besser verlaufen! Uns es tut mit leid, wenn ich mich unklar ausgedrückt habe.:-(

W.W.

PS: Ich hätte die Sache besser formulieren sollen, denn so, wie ich es geschrieben habe, ist es tatsächlich missverständlich, um den Eindruck zu erwecken, ich könnte mir MS-Verläufe vorstellen, da sei eine Basistherapie angezeigt, um nicht als absoluter Nihilist dazustehen. Aber ich glaube, dass könnte ich in Zukunft besser formulieren und danke Ihnen für Ihren Hinweis!:-)

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Wann Basistherapie?

GG, (vor 2746 Tagen) @ W.W.

Was soll die Basistheapie bringen ?

Am Ende doch Behinderungen und die Pharma hat verdient.

G

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Mut ist nicht die Abwesenheit von Angst,sondern die Erkenntnis, dass es etwas gibt,das wichtiger als die Angst ist

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Wann Basistherapie?

A.V.S., (vor 2746 Tagen) @ W.W.

Es steht schon auch so, dass man dann darüber „nachdenken“ sollte. Nur kann man sich das Nachdenken nach Ihrer Argumentation folglich auch sparen.

Es ging auch nur um die Herde, unabhängig von anderen angesprochenen Faktoren (Psyche etc.), weil es für mich auch so „isoliert“ zu lesen war: Dass man, wenn viele Herde kommen, dann überlegen sollte, ob Therapie oder nicht, unter Einbezug anderer Umstände.

Insofern, vielen Dank für die Aufklärung, ich wollte sicher sein, die Argumentation zu verstehen!

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Wann Basistherapie?

W.W., (vor 2746 Tagen) @ A.V.S.

Es ging auch nur um die Herde, unabhängig von anderen angesprochenen Faktoren (Psyche etc.), weil es für mich auch so „isoliert“ zu lesen war: Dass man, wenn viele Herde kommen, dann überlegen sollte, ob Therapie oder nicht, unter Einbezug anderer Umstände.

Insofern, vielen Dank für die Aufklärung, ich wollte sicher sein, die Argumentation zu verstehen!

Ich habe mich unklar ausgedrückt, weil ich nicht in den Verdacht geraten wollte, gegen alle Medikamente zu sein, und nicht die entmutigen wollte, die sich gegen meinen Rat entscheiden. Ich möchte denen, die eine Basistherapie machen, diese nicht madig machen.

Wenn man allerdings meint, sich Betainterferone oder andere Basistherapeutica antun zu müssen, dann sollte man gute Gründe dafür haben, also z.B. sagen können "Ich habe meinen Schub aus heiterem Himmel, also ohne auslösende Belastung bekommen." oder "Meine Herdzuwachsrate ist erheblich."

Beides wären gute Gründe, die man zusammen mit seinem Arzt oder seinem Partner erwägen sollte. Nach meiner Erfahrung glaube(!) ich jedoch nicht, dass man neue Herde ohne erhebliche Belastung bekommt - und ich gebe es lieber gleich zu, ich weiß nicht, wie man das Wort "erheblich" in diesem Zusammenhang definieren soll, aber Kinkerlitzchen meine ich damit sicher nicht.

Eine "böse" Schwiegermutter und einen "widerlichen" Vorgesetzten würde ich allerdings unter erhebliche Belastung zählen!;-)

Ich persönlich würde mich auch dann gegen eine Basistherapie entscheiden, wenn meine Herdproduktionsrate über 5 pro Jahr liegen würde - einfach weil ich an die Wirksamkeit der BT nicht glaube. Ich weiß nur, dass sie schwere Nebenwirkungen haben kann.

W.W.

PS: Wenn sich bestätigen sollte, dass in England nur etwa halb so viele MS-Betroffene sich mit Basistherapeutica behandeln lssen, dann ist eine öffentliche Diskussion darüber angezeigt, warum das der Fall ist. Hat es politische Gründe, weil das engliche Gesundheitssystem ärmer ist als das deutsche, oder hat es sachliche Gründe? Was sagt die DMSG dazu bzw. der Patientenbeirat?

PPS: Wichtig scheint mir auch zu sein, dass der Arzt nichts befiehlt oder verbietet, sondern dass der Betroffene es nach Abwägen mit seinen Freunden selbst entscheidet. Ein Arzt, der befiehlt oder droht, ist ein schlechter Arzt!

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Basistherapie Eversdiät also Fleischfrei lebenslänglich!?

Edithelfriede, Nordhessen, (vor 2746 Tagen) @ W.W.

Liebe/r MSler/in

Nach meinem Unfall mit Schädelbruch 1988 und einer Blutspende hatte ich ganz leichte Beschwerden wie Sehstörungen, Mißempfindungen im rechten Arm und Bein bekommen so das ich 1990 wegen meines MS-Verdachts zu einem Neurologen gegangen war. Die Untersuchungsergebnisse von EEG, VEP usw waren aber noch so unauffällig gewesen das dieser Arzt mir sagte das ich keine MS hätte.

Richtig geglaubt hatte ich das nicht und als nach der Geburt meines Sohnes 1992 Schübe wie Gesichtslähmung, Gefühlsstörungen im rechten Arm und Bein sowie 1994 ich eine halbseitige Erblindung gehabt hatte fand ich einen MSkundigeren Neurologen: Dieser war für EVERSDIÄT also fleisch- und damit eisenfreie/arme Ernährung!
Etwas Kortisontabletten hatte er mir auch verschrieben also 48 mg ausschleichend!
In weniger als einer Woche konnte ich damit wieder richtig sehen!

Wenn es gewünscht wird kann ich noch fortsetzen mit zu niedrigem HB Kortison- und Eiseninfusionen (UAW 144 430!)

lg e


lg e

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Angst die Hoffnung zu verlieren soll nicht mein Leben bestimmen!
Sommer 2o19 bewußtlos ins ins Krankenhaus war nach vier Wochen wieder heim unter Betreuung meiner Tochter.

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Basistherapie Eversdiät also Fleischfrei lebenslänglich!?

A.V.S., (vor 2745 Tagen) @ Edithelfriede

oh das ist wirklich so nett gemeint, aber nein danke. Meine chinesische Ärztin kriegt Zustände, wenn sie inbesondere jetzt dann im Herbst/Winter mitbekäme, ich äße kein Fleisch - und meine Mama ordentlich Schimpfe von ihr, dass sie sich kümmern muss, dass ich ordentlich Fleischbrühe bekomme, haha. Die kennt da keinen Spaß und duldet keinen Widerspruch, im Gegensatz zum Neurologen :D
Auch wenn ich schon glaube, dass fleischfrei mitunter gut helfen kann.

Ich habe auch eigentlich bis auf Müdigkeit/schwerer Atem keine besonderen Beschwerden/Lähmungen/Ausfälle seit dem schweren Anlassfall der Diagnose vor 9 Jahren. Nur mal "schwere" Beine oder Sehnerventzündung (bisher auch erst so zweieinhalb), wenn zu viel Schreibtisch-/Laptoparbeit. Verschwindet alles mit alternativen Mittelchen und Ruhe.

Also es ging jetzt wirklich nur um die Herde und ob ich jetzt beunruhigt sein sollte, weil der Radiologe auch wieder so besorgt war und mir so Leid tat.

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Basistherapie Eversdiät also Fleischfrei lebenslänglich!?

Edithelfriede, Nordhessen, (vor 2744 Tagen) @ A.V.S.

Liebe A.V.S.

Herzlichen Dank für Ihre Antwort!
Waren Sie aktuell beim Radiologen zwecks MRT gewesen?
Hatte er bei Ihnen im Gehirn etwas befunden können und Ihnen das mitgeteilt oder der überweisende Neurologe?
Wie in https://krank.de/ernaehrung/diaeten/evers-diaet/ dargelegten Lebensmittel wie rohes Fleisch und rohe Eier braucht oder sollte man nicht essen sondern Obst, Gemüse, Nüsse und andere Kerne.
Rohen Schinken einmal wöchentlich hatte Dr Evers zwar erlaubt für MSler ohne akute Beschwerden aber da der viel Salz enthält auch ein wenig widersprüchlich:no: !

Wenn Sie aber zu viel Schreibtisch-/Laptoparbeit machen wollen oder müssen nutzen Sie welche alternativen Mittelchen nutzen Sie damit alles verschwindet?
Vertrauen können Sie mir auf gesunde pflanzliche Rohkost außer frischen grünen Bohnen die ja nur gekocht gegessen werden dürfen.

Milch von mir also Muttermilch hatte mein Sohn zwei Jahre bekommen und gut vertragen während er von Kuhmilch und rohen Eiern Neurodermitis bekommen hatte.

Meine Tochter konnte ich sogar über drei Jahre stillen als der Neurologe mir vegetarische Ernährung empfohlen hatte.

Milchkühe fressen auch überwiegend Grünfutter und können daraus Milch dh ua Fett und Proteine machen.

Bei http://www.kfzdiaet.de/ueber_uns/Prof.%20Dr.%20Olaf%20Adam.html können Sie auch darüber lesen aber wichtiger als Gewichtsreduktion waren seine Erfolge bei Rheuma und anderen Stoffwechselerkrankungen wozu mMn auch MS gehört.

lg e

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Basistherapie? (Flussdiagramm)

agno, (vor 2745 Tagen) @ A.V.S.

[image]
über Tipps & Inspirationen zur Verbesserung würde ich mich freuen.

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Basistherapie? (Flussdiagramm)

GG, (vor 2745 Tagen) @ agno

Diagramm thumb up

was ist morgen.............fehlt noch

G

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Mut ist nicht die Abwesenheit von Angst,sondern die Erkenntnis, dass es etwas gibt,das wichtiger als die Angst ist

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Basistherapie? (Flussdiagramm) Wo ist die Angst?

agno, (vor 2744 Tagen) @ GG

darüber habe ich bei einigen der Ursprungsversionen experimentiert.
Inzwischen bin ich der Meinung dass jeder Pfeil eine "Was-ist-morgen?"-Frage abbildet.
Der Wettstreit zweier Ängste:
Mehr Angst vor den Nebenwirkungen der Therapie versus mehr Angst vor dem was die unbehandelte MS so bringen wird.
Ist eine MS ohne Basistherapie unbehandelt?
Oder vertraut der Basistherapiefreie MSler darauf, dass er den Seiltanz zwischen dem verrückten normalen Leben und einer zickigen MS, ohne zusätzliche Störeiflüsse, besser bewältigen kann?
lG agno

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Basistherapie? (Flussdiagramm) Nachtrag

agno, (vor 2744 Tagen) @ agno

Mir fehlen aber noch die Besonderheiten der Antikörpertherapie.
ich werde da in zwei Etappen experimentieren.
lG agno

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Basistherapie? (Flussdiagramm) Wo ist die Angst?

GG, (vor 2744 Tagen) @ agno

Ich spreche noch einmal die Angst an,

hat man die MS noch nicht so lange, beobachtet man jede kleinste Veränderung, egal ob das mit der MS zu tun hat oder nicht.
Man steigert sich rein und alles wird noch schlimmer.

Wenn die MS schon Jahrzehnte alt ist, und es kommen Beschwerden auf, dann wartet man mal ab, wie es morgen aussieht.
Meistens verschwinden sie wieder und macht sich nicht verrückt.

Die Angst [image]

G
Angst ist ein sinnvolles Gefühl das uns schützt. Wenn die Angst jedoch außer Kontrolle gerät, dann lähmt sie und macht unfrei

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Basistherapie? (Flussdiagramm) Wo ist die Angst?

W.W., (vor 2744 Tagen) @ GG

Mein Problem ist, dass ich das Gefühl habe, dass den MS-Betroffenen die Angst vor der MS von Neurologen geradezu eingeredet wird, mit Pharmafirmen teure Medikamente verkaufen können. Es gibt Ärzte, die Unheil stiften!

W.W.

PS: Es geht also nicht um eine Angst, mit der wir falsch umgehen könnten, sondern um eine Angst, die von Akademikern geschürt wird.

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Basistherapie? (Flussdiagramm) Wo ist die Angst?

agno, (vor 2744 Tagen) @ W.W.

... dass ich das Gefühl habe, dass den MS-Betroffenen die Angst vor der MS von Neurologen geradezu eingeredet wird,...> W.W.
PS: ...eine Angst, die von Akademikern geschürt wird.

Ich habe die Idee schon länger und vermute dass man das mit einer Art von MS-TherapieBingo zum Würfeln verdeutlichen könnte.
Ursprünglich wollte ich den Spielplan von Monopoly verwenden.
Als ich letztens ein schönes Flussdiagramm sah, dachte ich dass das auch gehen müsste.
lG agno

--
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Basistherapie? (Flussdiagramm) Wo ist die Angst?

W.W., (vor 2744 Tagen) @ agno

Ich habe die Idee schon länger und vermute dass man das mit einer Art von MS-TherapieBingo zum Würfeln verdeutlichen könnte.
Ursprünglich wollte ich den Spielplan von Monopoly verwenden.
Als ich letztens ein schönes Flussdiagramm sah, dachte ich dass das auch gehen müsste.

Das geht natürlich auch!:-) Was ich mich frage, ist: Wenn es sich bei der Wirkdasmkeit der Basistherapie um eine fake news gehandelt haben sollte, warum steht keiner von der offiziellen oder offiziösen MS-Community auf und bekennt: "Ja, wir haben uns geirrt? Wir waren anfänglich ganz begeistert, aber mit der Zeit stellten sich Bedenken ein. Nicht nur wegen der Nebenwirkungen und den Therapiewechslern, sondern auch wegen der kritischen Artikel aus Englang und Amerika in so guten Fachzeitschriftwn wie das BRITISH MEDICAL JOURNAL und NEUROLGY. Warum hat der Ärztliche Beirat geschwiegen? Und warum der Patientenbeirat?"

Warum findet keine öffentliche Diskussion statt? Steht Jutta Scheiderbauer allein? Was sagt der leitlinienwatch? Reicht es, festzustellen. dass die Leitlinie zur Basistherapie der MS nicht das Papier wert ist, auf dem sie gedruckt ist? Ist das nur die Meinung von unbelehrbaren Querköpfen?

Warum geht kein Aufschrei durch Deutschland? Ist die Wahrheit wirklich unerkennbar? Oder ist sie ganz einfach gefährlich!:confused: Es muss doch viele Neurologen geben, die die Wahrheit kennen. Warum schweigen sie?

W.W.

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Basistherapie? (Flussdiagramm)

W.W., (vor 2744 Tagen) @ agno

Solche Diagramme machen mich immer ganz verrückt, weil ich denke, Computer denken vielleicht so, aber Menschen denken anders, vielleicht auch unordentlicher. Jedenfalls denken sie nicht in Diagrammen.

Das ist das eine. Das andere ist: Wenn ich mich durch ein Diagramm durchgequält habe, bin ich oft nicht klüger als zuvor.

Nun aber zu agnos Diagramm. Es beginnt damit, dass es zwickt. Das ist ein guter Ausgangspunkt, der einen vor die Entscheidung stellt: Was mache ich denn nun?

Haben wir nicht alle gelernt, dass es gut ist, rechtzeitig zum Arzt zu gehen, damit man nichts übersieht, was, wenn man es rechtzeitig erkennt, noch behandelbar ist.

Das ist eine so allgemeine Lehre, dass man kaum noch drüber nachdenkt: Wenn es zwickt, dann lass mal einen Arzt nachschauen, ob irgendetwas nicht stimmt.

Aber wenn man das Selbstverständliche tut, dann nimmt das Unheil seinen Lauf: Der Arzt findet nichts, bestimmt aber vorsichtshalber die Blutwerte. Nun ist es aber so, dass - nach Adam Riese - einer von 10 Werten nicht im Normbereich liegt. Das liegt ganz einfach daran, dass Normbereiche so festgelegt werden, dass 95% aller erhobenen Werte von Normalpersonen in diesen Normbereich passen.

So ist er definiert. Das heißt nicht, dass ein Wert, der etwas höher oder niedriger liegt, pathologisch ist, aber das wird leider oft so gesehen. Und wie sollte man es auch anders deuten? Es ist doch wahrscheinlich, dass ein Blutwert, der außerhalb des Normalbereiches liegt, auf etwas Krankhaftes hindeutet, als ein Wert, der normal ist.

Und schon ist man der Logik ins Netz gelaufen und lässt mindestens 2 von den 20 Werten kontrollieren, die der Hausarzt gemessen hat. Man sitzt also schon in der Falle, fürchte ich.

Das ist der Fall, wenn eigentlich alles normal ist. Richtig schlimm wird es, wenn man irgendetwas hat - und sei es noch so geringfügig. Jetzt kommen die Leitlinien zum Einsatz. Natürlich weiß man z.B. nicht, wie eine MS verlaufen wird, die man mehr oder weniger zufällig (oder weil man sich zu genau beobachtet hat) entdeckt worden ist, aber die weißen Punkte im Kernspintomogramm und die oligoklonalen Banden lassen keinen anderen Schluss zu: Du hast eine MS!

Aber habe ich nun eine schlimme oder eine harmlose MS, wird man sich fragen? Und der Arzt wird mit den Schultern zucken und bedauernd sagen: "Dass steht leider an Ihrer MS nicht dran. Darum gehen wir lieber einmal auf Nummer Sicher und behandeln sie si, als ob es eine MS wäre, die schlimm werden könnte."

Auch scheint logisch zu sein, obwohl sich bei manchem die Frage regt: "Kann man das wirklich nicht vorhersagen?" Hier sind wir an einer Stelle angelangt, wo die Meinungen auseinandergehen. Menschen, die sagen, bei ihnen hätte die MS auch erst einmal ganz leicht angefangen, aber dann sie plötzlich ganz schlimm geworden, sind leicht zur Hand. Denn genau diese Menschen sind bei ihren Neurologen geblieben.

Sie sind also eine negative Auslese - und ich muss mich vielmals für diesen Begriff entschuldigen, denn er meint ja nur: Nur die MS-Verläufe, die schlimm sind, bleichen ja den Neurologen erhalten, die anderen werden ihre MS mit der Zeit vergessen und unbekümmert weiterleben. Keine Statistik wird sie je erfassen.

Aber in wieviel Prozent der Fälle verläuft die MS so miserabel? Ich habe das Gefühl, hier wird gelogen, was das Zeug hält, denn man macht ein Riesengeschäft mit denen, denen man einredet, sie müsste sich teure Medikamente spritzen.

Und eigentlich kann nichts schief gehen, denn wenn kein weitere Schübe auftreten sollten, dann ist das sozusagen der Beweis, wie gut das Medikament wirkt, und wenn es doch zu weiteren Schüben kommen sollten, steht einem ja noch ein ganzes Arsenal (ja, so heißt das) an weiteren Medikamenten zur Verfügung.

Ich glaube, es gibt kaum eine Möglichkeit, sich dieser Logik zu entziehen, es sei denn, jemand beginnt daran zu zweifeln, dass die Medikamente wirklich wirken. Aber wie soll man das im Ernst bezweifeln, wo doch alle Experten davon überzeugt sind, und die rankenkassen doch nicht so verrückt wären 15.000 oder 20.000 Euro pro Jahr und pro MS-Patient zu zahlen, wenn sie so unnütz sind wie homöopathische Kügelchen?

Und wieder ist der MS-Betroffenen in der Logik des MS-Systems gefangen. Ich glaube, er käme nur raus, wenn er zum "Außenseiter" wird, zum "Aussteiger", zu jemandem, den Verwandte, Nachbarn und Friseusen nur mit Kopfschütteln betrachten: "Wie kann sich jemand dieser hervorragenden medizinischen Versorgung entziehen wollen?"

Weiß er überhaupt, was er tut? Er weiß nur, dass er die Mehrheit gegen sich hat und fühlt sich wie ein Zeuge Jehovas. Sollte er als einziger das Wort Gottes verstanden haben? Ist das nicht eine Anmaßung? Und spinnen diese Sektierer nicht alle, und kann man es nicht daran erkennen, dass sie so wenige sind? Liegt nicht die Wahrheit mitten unter denen, die im Strom schwimmen?

Aber ist es nicht auch so, dass auch alle die anderen, die fleißig weiter ihre Medikamente einnehmen, nicht wissen, was sie tun? Keine Kontrolluntersuchung und kein Kernspin kann ihnen beweisen, dass sie auf dem richtigen Dampfer sind.

Es ist schwer zu entscheiden, wer dumm ist: Wer aus der Masse ausbricht, oder der, der seinen gesunden Menschenverstand über die Expertenmeinung stellt, als ob er klüger wäre als alle die Spezialisten?!

Es scheint also vor allem die Logik zu sein, die MS-Betroffene in die Arme der zertifizierten Leitlinien-Neurologen treibt, weil einem die Logik sagt, dass es
1. nicht sein kann, dass sich so viele Ärzte durch schlechte Studien und eine Werbekampagne täuschen lassen,
2. die Krankenkassen nicht die Unsummen für diese Therapie zahlen würden, wenn nichts dran wäre, und
3. niemand die Nebenwirkungen in Kauf nehmen würde, wenn sie nicht helfen würde.

Diese Logik wird dadurch verfeinert, dass
4. gegen viele Nebenwirkungen Medikamente bereitstehen, um sie zu lindern,
5. ein ausgeklügeltes Überwachungssystem mit z.B. Kernspinkontrollen und EDSS-Dokumentationen eingerichtet wurde, und
6. ein ganzes "Arsenal" von anderen Medikamenten, wenn die, die zuerst versucht worden sind, nicht zufriedenstellend waren.

Dem Ganzen wird auch noch ein Sahnehäubchen der Bescheidenheit übergestülpt:
7. Leider stehen wir erst am Anfang, und wir können die MS noch nicht heilen, aber wir können wenigstens bei vielen Betroffenen den Verlauf bremsen, und wir stehen
8. kurz davor, neue Medikamente zu entwickeln.

Leute, die etwas anderes behaupten, sind
9. Verschwörungstheoretiker, weil sie sich weigern, das Offensichtliche zu sehen. Kein vernünftiger Mensch könne doch abstreiten, dass die MS-Therapie seit Jahrzehnten immer besser geworden sei. Oder er müsste
10. bösartig sein.

---

Worauf ich hinaus will: Aus Sicht der DMSG muss man verrückt sein, wenn man sich nicht nach den Leitlinien behandeln lassen will! Weil es die Experten besser wissen und gut meinen.

W.W.

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Immunsuppressiva bei MS gefährlich und sinnlos!

Edithelfriede, Nordhessen, (vor 2744 Tagen) @ agno

Liebe/r agno

Wenn die MS durch Viren oder Bakterien verursacht worden wäre müßte dann das Immunsystem nicht eher gestärkt werden statt es mit ?Sie wissen schon was ich meine? nieder zu machen.

Erfahrungen durfte ich zwar mit mit Kortison und der Eskalationstherapie Mitoxantron aber nur Dronabinol verdanke ich das mein EDSS bei 6,5 verbleiben konnte.
Wenn man Immunsuppressiva mit der Polizei vergleicht könnte ich sagen wenn wir die Polizei abschaffen würden gäbe es auch keine Verbrechensmeldungen mehr!

Genialer Weg der Verbrechensbekämpfung!

lg e

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