Gesang des Lebens (Allgemeines)

Tiff-Ahn, (vor 3014 Tagen) @ motorschiffbesitzer

"Die Zeit, die Situation, ....

in der wir leben macht krank, und wer da gesund bleibt und /oder der den Kranken verachtend die Schuld gibt, ist krank."

Ich gehe - ich nenne es mal Motivationsart - nicht konform. Lehne sie sogar ab!

Gerade dieses Vergleichen (sich mit anderen) ist es, was ich "krank"
in der Gesellschaft finde.

Dann sind wir uns ja wieder einig, oder? Denn DAS gehört ja auch zu dieser Zeit.

Nehme ich nochmal obiges Zitat sagt es auch:

"Die Zeit, die Situation, ....

in der wir leben macht krank, und wer da gesund bleibt, ist krank (Frage MSB: krank = krank, asozial, Arsch?)."

So jetzt kommt der schwierigere Teil (für mich). Was habe ich als (Gegen-) Angebot?
Schöne Erinnerung und Hoffnung!
Also, was hast du/man schönes im Leben erlebt, was könntest du dir vorstellen in deinem Zustand noch schönes zu erleben ...

Ich hab das Buch zwar noch nicht gelesen, würde aber trotzdem gerne mal beim Bild des Baumes bleiben und allem was ich bislang dazu weiß, denn das ist eine gute Metapher, denke ich.

Ein Baum kann vor seiner Situation und seiner GeSCHICHTE nicht weglaufen.
Sein Wurzeln halten und nähren sich in den Schichten der Vergangenheit (Gestein, Humus, Laub, Altholz, tote Tiere ...) UND der Gegenwart.

Ist wenig Humus im Boden und hat er wenig Sonne, wird er langsam wachsen.

Er spendet dem Pilzgeflecht, das mit seinen Wurzeln verbunden ist und ihn mit vorverdauten Nährstoffen versorgt, Zucker, das nur er herstellen kann. Über das Pilzgeflecht im Boden kommuniziert er auch mit den anderen Bäumen und erfährt, wenn Schädlinge in der Gegend unterwegs sind, dann vermehrt und verändert er die Zusammensetzung seines Harzes, um sich dagegen zu schützen.

Im Winter zieht der Baum keinen Saft mehr, denn sonst würde dieser im gefrorenen Zustand sein Tod bedeuten.

Das sind nur einige Fakts, die das Leben eines Baum beinflussen können. Von vielen anderen Umwelteinflüssen habe ich nicht gar nicht geschrieben.

Das WAS WAR (Boden, Untergrund) und WAS IST (Lichteinfall, Wetter usw.)

UND

seine Kooperationsfähigkeit, seine Kommunikationsmöglichkeiten, seine Möglichkeiten wahrzunehmen und seine Fähigkeiten, auf veränderte Situationen mit z. B. einem veränderten Stoffwechsel oder anderem Wachstum zu reagieren, lassen ihn zu dem werden was er ist.

Und das lässt sich wunderbar auf Menschén übertragen.

Dami Charf https://www.traumaheilung.de/z. B. berichtet in einem ihrer Blogs, dass in manchen Naturvölkern der Glaube lebt, dass ein Trauma nicht nur eine Person sondern einen ganzen Clan betrifft und dass dieser sieben Generation braucht, bis er diesen heilen kann.
Nach transgenerationaler Weitergabe von Traumata recherchiert, erfahren wir, dass "unsere Wissenschaft" dieser Dynamik auch auf der Spur ist.

Das ist der seelische Boden, in dem wir wachsen, bzw. wuchsen.

Alles Weitere lässt sich ja vielfältig weiterspinnen.


Aber eigentlich, lieber MSB, ging es mir um die Frage nach der Schuld an der Krankheit. Das kann mE zu einem neoliberalen Kampfbegriff werden.

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