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Malu Dreyer: Mein Weg durch die Krise (Therapien)

naseweis ⌂, in meinem Paradies, (vor 3055 Tagen)

Als Malu Dreyer von ihrer Krankheit erfuhr, war sie ein Häufchen Elend. Heute hat sie einen Trick, um ihre Sorgen in Schach zu halten.

(Aus der ZEIT Nr. 38/2016)
http://www.zeit.de/2016/38/malu-dreyer-multiple-sklerose-interview
[leider nur mit (kostenfreier!) Anmeldung ganz zu lesen. Es lohnt sich aber!]

Seite 1 — Mein Weg durch die Krise
Seite 2 — "MS hat etwas Unheimliches"
Seite 3 — "Ein unerschütterliches Vertrauen in Gott"

Zitat:

Dreyer: Ich habe schon ein paar Tricks. Bei Dingen, die mich fast umbringen vor Ärger oder stark beschäftigen, sage ich abends: Jetzt ist Schluss, morgen ist das auch noch alles da, und dann ist Zeit, sich damit zu beschäftigen. Ich lege die Sorgen gedanklich in ein Marmeladenglas, mache es zu und stelle es weg.

ZEIT Doctor: Visualisieren Sie das tatsächlich?

Dreyer: Ja, ich muss die Sache für mich zu einem Ende bringen, obwohl sie nicht zu Ende ist. Ich muss die Sorgen irgendwo ablegen, denn die ganze Nacht darüber nachzudenken bringt gar nichts. So war es auch nach meiner Diagnose. Irgendwann, nach all den schlimmen Gefühlen habe ich mir gesagt: Jetzt ist es mal gut, jetzt richte ich den Blick nach vorne.
- - - -
Über ihre sechs Freundinnen berichtet sie:

"Dreyer: Diese Frauen sind eine emotionale Heimat für mich. Unsere Lebenswege sind zwar sehr unterschiedlich verlaufen, aber wir haben uns immer gegenseitig gestärkt. Wir sind total parteiisch füreinander. Meine Freundinnen gehörten zu den wenigen, die von Anfang an von meiner Multiplen Sklerose wussten. Sie waren gute Ratgeberinnen, denn sie sehen das Positive am Leben und dass man sehr viel schaffen kann. "

Ihr scheint es wie "uns" zu gehen
ZEIT Doctor: Wann haben Sie gespürt, dass die Krankheit Ihren Alltag tatsächlich einschränkt?

"Dreyer: Seelisch gesehen, beeinträchtigt diese Diagnose einen sofort. Die MS hat etwas Unheimliches, weil man nicht genau weiß, wie sie sich entwickelt. Man steht mit dieser Unsicherheit da und fragt sich, was heißt das für mein Leben? Ich habe darunter gelitten, dass ich keine ermutigenden Vorbilder fand. Nirgends hörte ich von Menschen mit positivem Verlauf. "

- Mein Physiotherapeut ist mein ständiger Begleiter
- Mein Mann ist die Kraftquelle Nummer eins in meinem Leben
- "Ein unerschütterliches Vertrauen in Gott"

--
das Geheimnis der Medizin besteht darin,
den Patienten abzulenken,
während die Natur sich selber hilft (Voltaire)

Sisyphos hatte es auch nicht leicht

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Malu Dreyer: Mein Weg durch die Krise

Amy, (vor 3055 Tagen) @ naseweis

Ich teile Malus Einstellung zur MS und zitiere sie heute gleich zweimal:


MS bestimmt nicht mein Leben. Der Schlüssel ist: Wenn Sie aufhören, eine Erkrankung zu bekämpfen, wird sie ein Bestandteil des Lebens, ohne dass sie ständig ein Thema ist. Sie frisst nicht mehr die ganze Energie. Man muss akzeptieren, dass man krank ist, und aufhören, ständig seine Energie darauf zu verwenden, die Krankheit zu bekämpfen. Es geht darum, mit ihr zu leben. Dann vergisst man irgendwann, dass man krank ist.


Quelle:

https://www.rhein-zeitung.de/nachrichten/tagesthema_artikel,-malu-dreyer-und-ihr-leben-...

Nochmal Dank an Mimmi für den linkflowers

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Malu Dreyer: Mein Weg durch die Krise

UWE, (vor 3054 Tagen) @ Amy

Ich teile Malus Einstellung zur MS und zitiere sie heute gleich zweimal:


MS bestimmt nicht mein Leben. Der Schlüssel ist: Wenn Sie aufhören, eine Erkrankung zu bekämpfen, wird sie ein Bestandteil des Lebens, ohne dass sie ständig ein Thema ist. Sie frisst nicht mehr die ganze Energie. Man muss akzeptieren, dass man krank ist, und aufhören, ständig seine Energie darauf zu verwenden, die Krankheit zu bekämpfen. Es geht darum, mit ihr zu leben. Dann vergisst man irgendwann, dass man krank ist.

So kann man die Sache nur dann angehen, wenn die Krankheit noch "Gnädig" mit einem umgeht.
Das ist bei Frau Dreyer offensichtlich der Fall, sonst könnte Sie dieses Pensum kaum bewältigen.
- Ich gönne es Ihr von Herzen. Möge das noch ganz lange so bleiben.

Sobald die Sache aber nach längerer Zeit "Fahrt" aufnimmt, so wie bei mir die letzten 3 Monate, dann haben die schönen Worte ganz schnell ihr Ende..

Dann MUSS ich meine Energie auf die Krankheit fokussieren, ob ich will oder nicht.

Aber auch das ist wohl mal wieder Ansichtssache, wie alles im Leben...

LG
Uwe

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Malu Dreyer: Mein Weg durch die Krise

W.W., (vor 3054 Tagen) @ UWE

Ich teile Malus Einstellung zur MS und zitiere sie heute gleich zweimal:


MS bestimmt nicht mein Leben. Der Schlüssel ist: Wenn Sie aufhören, eine Erkrankung zu bekämpfen, wird sie ein Bestandteil des Lebens, ohne dass sie ständig ein Thema ist. Sie frisst nicht mehr die ganze Energie. Man muss akzeptieren, dass man krank ist, und aufhören, ständig seine Energie darauf zu verwenden, die Krankheit zu bekämpfen. Es geht darum, mit ihr zu leben. Dann vergisst man irgendwann, dass man krank ist.


So kann man die Sache nur dann angehen, wenn die Krankheit noch "Gnädig" mit einem umgeht.
Das ist bei Frau Dreyer offensichtlich der Fall, sonst könnte Sie dieses Pensum kaum bewältigen.
- Ich gönne es Ihr von Herzen. Möge das noch ganz lange so bleiben.

Sobald die Sache aber nach längerer Zeit "Fahrt" aufnimmt, so wie bei mir die letzten 3 Monate, dann haben die schönen Worte ganz schnell ihr Ende..

Dann MUSS ich meine Energie auf die Krankheit fokussieren, ob ich will oder nicht.

Aber auch das ist wohl mal wieder Ansichtssache, wie alles im Leben...

LG
Uwe

Wie kann man nur so argumentieren?:confused: Auf der Hand liegt doch eine ganz andere Frage: Wäre es nicht denkbar, dass die MS von Malu Dreyer, obwohl sie primär chronisch ist, einen günstigen Verlauf genommen hat, weil es etwas in ihrem Leben gibt, was den Verlauf der MS günstig beeinflusst hat?!

Ihre Argumentation erinnert mich an die von Soldaten aus dem 1. und 2. Weltkrieg, die sich einbilden: 'Wir haben überlebt, weil wir irgendetwas richtig gemacht haben!' Dabei haben sie nur überlebt, weil sie überlebt haben, und nur Überlebende können ein Statement abgeben.

Ihnen fehlt die Begeisterung für das Wunderbare, was es durchaus ja auch im Leben gibt! Es gibt nicht nur Atome, die durch den leeren Raum fallen.

W.W.

PS: Ich sitze gerade an einer Überarbeitung meines Kapitels zur PPMS und Ocrevus unter besonderer Berücksichtigung von Malu Dreyer.

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Malu Dreyer: Mein Weg durch die Krise

jerry, (vor 3054 Tagen) @ UWE


Sobald die Sache aber nach längerer Zeit "Fahrt" aufnimmt, so wie bei mir die letzten 3 Monate, dann haben die schönen Worte ganz schnell ihr Ende..

Dann MUSS ich meine Energie auf die Krankheit fokussieren, ob ich will oder nicht.

Hallo Uwe,

Du hast mit dem Vergleichen angefangen: oben vergleichst Du ein (Dir nicht näher bekanntes) in Deinen Augen gnädiges MS-Schicksal der Frau Dreyer mit dem Deinen, welches 'nach längerer Zeit' (...des Wohlergehens im Vergleich zu Frau Dreyer?!) Fahrt aufnimmt.

Du hast geäußert, was Du für Dich beschlossen hast nun zu MÜSSEN, und das sei Dir unbenommen.

Wenn wir beiden uns begegneten, wärest Du möglicherweise der Einäugige, der sich dem Blinden gegenüber sieht...

(Kann sein, kann auch nicht sein.)

Vielleicht gibt es MSler, die auch in gefühlt schlechteren Zeiten - dies ist ja immer sehr subjektiv - für sich festgestellt haben, dass es überhaupt nix nutzt, die eigene Energie auf die Krankheit zu fokussieren, und die auch in solchen Phasen den Schwerpunkt drauf legen, am Kranksein vorbei das Lebenswerte zu genießen? Mir jedenfalls ging das so...

Für mich sind das keine schönen Worte von Malu Dreyer, sondern spiegeln ihren Umgang wider, mit ihrem Schicksal. Ob dieser Umgang 'produktiv und erfolgreich' ist, ob sie auf diese Weise ein wenig hilfreichen Frieden findet mit ihrem Schicksal, oder einfach 'nur' Glück hat, kann keiner von uns beurteilen.


jerry

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Malu Dreyer: Mein Weg durch die Krise

W.W., (vor 3054 Tagen) @ jerry

Wenn man mich fragen würde, was ich glaube, warum die MS bei Malu Dreyer einen relativ günstigen Verlauf genommen haben könnte, würde auch ich sicher nicht sagen, sie habe einfach Glück gehabt.

Es liegt doch auf der Hand, dass es auch etwas anderes sein könnte, was zu diesem gutartigen Verlauf beigetragen hat: Ein liebevoller Partner, Anerkennung im Beruf und - nicht zuletzt - ein unerschütterliches Gottvertrauen.

Warum eigentlich nicht?

W.W.

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Malu Dreyer: Mein Weg durch die Krise

Nalini, (vor 3054 Tagen) @ W.W.

Es liegt doch auf der Hand, dass es auch etwas anderes sein könnte, was zu diesem gutartigen Verlauf beigetragen hat: Ein liebevoller Partner, Anerkennung im Beruf und - nicht zuletzt - ein unerschütterliches Gottvertrauen.

Widersprechen Sie an dieser Stelle nicht Ihrer eigenen Aussage?

Vor einiger Zeit schrieben Sie hier im Forum, beim Vergleich schubförmige und progrediente MS, bei der progredienten MS ständen degenerative Prozesse im Vordergrund, die unabhängig von psychischen und auch Lebensstilfaktoren auf einer "rein physischen" Ebene stattfinden. Bei Bedarf könnte ich die Stelle heraussuchen. Nun aber soll Frau Dreyer mit ihrer psychischen Einstellung (z.B. Gottvertrauen) und ihrem Lebensstil zum positiven Verlauf beigetragen haben. Frau Dreyer hat aber die progrediente Form der PPMS.

Diesen Widerspruch verstehe ich nicht.

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Malu Dreyer: Mein Weg durch die Krise

UWE, (vor 3054 Tagen) @ W.W.

Malu Dreyer hat ganz einfach Glück und jede Menge Helferlein die dabei helfen das enorme Pensum ohne extremen Kraftverlust zu schaffen.

Beides gönne ich ihr vorbehaltlos und ohne Neid.

.. Ich arbeite derweil an meinem eigenen Projekt und schreite weiter mutig voran .. :-)

LG
Uwe

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Malu Dreyer: Mein Weg durch die Krise

Faxe, (vor 3054 Tagen) @ UWE

Es geht darum, mit ihr zu leben. Dann vergisst man irgendwann, dass man krank ist.[/color]

Diese Verallgemeinerung ist wirklich zum kotzen, es gibt definitiv Verläufe wo das irgendwann nicht mehr funktioniert weil einfach alles beschwerlich oder gar unmöglich geworden ist.

--
"Skynet begins to learn at a geometric rate. It becomes self-aware at 2:14 AM, Eastern time, August 29th. "

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Malu Dreyer: Mein Weg durch die Krise

W.W., (vor 3054 Tagen) @ Faxe

Es geht darum, mit ihr zu leben. Dann vergisst man irgendwann, dass man krank ist.[/color]

Diese Verallgemeinerung ist wirklich zum kotzen, es gibt definitiv Verläufe wo das irgendwann nicht mehr funktioniert weil einfach alles beschwerlich oder gar unmöglich geworden ist.

Ihre MS ist also so penetrant und so unüberhörbar, dass sie sich ständig wie dieser Nosferatu in diesem MS-Werbefilm in den Vordergrund drängt?! Und wenn man Glück hat, bleibt die MS ruhig, und man leichter mit ihr leben?

Ich weiß nicht, ob es so ist oder so sein muss. Wenn ich schlechtgelaunt bin, stört mich die Fliege an der Wand und sogar der Gesang der Vögel macht mich verrückt. Ich meine, es kann auch sein, dass man einfach schlechtgelaunt ist.

Und soll ich mir - Ihrer Meinung nach - einbilden, ich sei gutgelaunt?, fragen Sie mich. Vielleicht können Sie das nicht, und Sie denken, es wäre so, als ob man sich Sand in die Augen streuen oder sich einreden würde, die sauren Trauben seien süß.

Aber es gibt Menschen, die haben aus welchen Gründen auch immer ein Paul-Gerhardsches Gottesvertrauen, die finden die Welt schön, ja sogar wundervoll. Vielleicht können Sie ja diese Wunder nicht sehen?

Ich denke, das Geheimnis von Malu Dreyer ist ihr Gottvertrauen!

W.W.

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Malu Dreyer: Mein Weg durch die Krise

Faxe, (vor 3054 Tagen) @ W.W.

Diese Verallgemeinerung ist wirklich zum kotzen, es gibt definitiv Verläufe wo das irgendwann nicht mehr funktioniert weil einfach alles beschwerlich oder gar unmöglich geworden ist.


Ihre MS ist also so penetrant und so unüberhörbar, dass sie sich ständig wie dieser Nosferatu in diesem MS-Werbefilm in den Vordergrund drängt?! Und wenn man Glück hat, bleibt die MS ruhig, und man leichter mit ihr leben?

Wieso meine MS? Ich schrieb nur es gäbe solche Fälle?

--
"Skynet begins to learn at a geometric rate. It becomes self-aware at 2:14 AM, Eastern time, August 29th. "

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Malu Dreyer: Mein Weg durch die Krise

UWE, (vor 3054 Tagen) @ Faxe

Es geht darum, mit ihr zu leben. Dann vergisst man irgendwann, dass man krank ist.[/color]

Diese Verallgemeinerung ist wirklich zum kotzen, es gibt definitiv Verläufe wo das irgendwann nicht mehr funktioniert weil einfach alles beschwerlich oder gar unmöglich geworden ist.

thumb up thumb up thumb up thumb up thumb up thumb up

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Malu Dreyer: Mein Weg durch die Krise

agno, (vor 3054 Tagen) @ UWE

Lieber Uwe
Du gewichtest deinen Frust mit deinen persönlichen Baustellen als Totschlagargument gegen alle die es anscheinend einfacher als Du haben.
Es geht nicht gegen Dich!!!
Aber ich bin der Meinung dass der von Malu beschribene Weg eine gute Möglichkeit ist um mit Einschränkungen jediglicher Art umzugehen.
Genauso stört mich Weihes Vermutung den scheinbar leichten Verlauf in der klugen Lebensführung zu suchen.
Ich bin der Meinung dass es mit einem menschenwürdigen Umfeld und eigener Mitarbeit möglich sein muss, so zu leben dass die Einschränkung zur Nebensache wird.
lG agno

P.S.: Man weiß von außen nie welche unguten Dynamiken an der Integration eines andersartigen Menschen sägen.

--
Weiß nicht, woher ich komm, weiß nicht, wie lang ich bleib, weiß nicht, wohin ich geh, mich wundert, dass ich glücklich bin ...

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Malu Dreyer: Mein Weg durch die Krise

W.W., (vor 3054 Tagen) @ agno

P.S.: Man weiß von außen nie welche unguten Dynamiken an der Integration eines andersartigen Menschen sägen.

Lieber Agno,
ich wiederhole mich, aber dieser Satz ist - so gut er sein mag - schwer verständlixch. Ein Agno-Adorno-Satz! Lieben Sie Adorno?

W.W.

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Malu Dreyer: Mein Weg durch die Krise

agno, (vor 3054 Tagen) @ W.W.

P.S.: Man weiß von außen nie, welche unguten Dynamiken an der Integration eines andersartigen Menschen, sägen.


Lieber Agno,
ich wiederhole mich, aber dieser Satz ist - so gut er sein mag - schwer verständlixch. Ein Agno-Adorno-Satz! Lieben Sie Adorno?

W.W.

hmm ???
Ehrlich, ich weiß dass mir das inzwischen schwer fällt.
Aber hier? Außer den vergessenen Kommata?
Ist das wirklich "schwer genießbar"?

--
Weiß nicht, woher ich komm, weiß nicht, wie lang ich bleib, weiß nicht, wohin ich geh, mich wundert, dass ich glücklich bin ...

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Malu Dreyer: Mein Weg durch die Krise

W.W., (vor 3054 Tagen) @ agno

P.S.: Man weiß von außen nie, welche unguten Dynamiken an der Integration eines andersartigen Menschen, sägen.


Lieber Agno,
ich wiederhole mich, aber dieser Satz ist - so gut er sein mag - schwer verständlixch. Ein Agno-Adorno-Satz! Lieben Sie Adorno?

W.W.

hmm ???
Ehrlich, ich weiß dass mir das inzwischen schwer fällt.
Aber hier? Außer den vergessenen Kommata?
Ist das wirklich "schwer genießbar"?

Ja, ich sage es Ihnen. Und ich kenne mich gar nicht mal so schlecht aus. Ich finde Ihren Satz außerordentlich schwerverständlich und könnte ihn nicht einmal in einfacheres Deutsch übersetzen!:-(

Es gibt Dynamiken (schon hier stocke ich...), die an der Integration von andersartigen Menschen (Asylanten?) sägen. Aber Dynamiken können doch gar nicht sägen, ich meine, in meinem einfachen Sprachgebrauch. Und Dynamik kenne ich, aber 'Dynamiken' nicht. Die MS kann eine große Dynamik entfalten, d.h. sie kann stürmisch verlaufen, aber gibt es irgendwelche Dynamiken in tierexperimentellen Laboren, die ich nicht durchschaue? Ich meine natürlich nicht 0815-Dynamiken, sondern 'ungute' Dynamiken.

Wissen Sie wirklich, was Sie meinen? Sie sind ein Genie!

W.W.

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Malu Dreyer: Mein Weg durch die Krise

Amy, (vor 3054 Tagen) @ UWE


Sobald die Sache aber nach längerer Zeit "Fahrt" aufnimmt, so wie bei mir die letzten 3 Monate, dann haben die schönen Worte ganz schnell ihr Ende..

Dann MUSS ich meine Energie auf die Krankheit fokussieren, ob ich will oder nicht.

Aber auch das ist wohl mal wieder Ansichtssache, wie alles im Leben...

LG
Uwe

Weisst du Uwe, mir ging es phasenweise so richtig übel mit meiner MS und auch heute lebe ich mit fortgeschrittener Progredienz und so einigen doch recht heftigen Symptomen.

Ich "bewerte" sie einfach anders als früher und gegen mein grösstes Problem, heftige neuropathische und spastische Schmerzen, die sich beim besten Willen weder verdrängen noch schönreden lassen, habe ich ein wirksames und gut eingestelltes Schmerzmittel.

Ein Ministerinnenamt wie Malu könnte ich nicht ausfüllen, muss ich ja auch nicht...

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Malu Dreyer: Mein Weg durch die Krise

UWE, (vor 3054 Tagen) @ Amy

Meine Haltung gegenüber der MS erscheint nach außen hin vielen aggressiv.

- Soeben besuchte mich meine KG und sagte mir, dass meine "aggressive" Haltung gegenüber der MS mein Weg ist nicht im Rolli zu landen und ich solle damit weiter machen.
Sie hat etliche Patienten mit gleicher MS-Vita die das nicht geschafft haben...

Solange die Ursachen nicht erkannt sind führen halt viele Wege nach Rom..

LG
Uwe

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Malu Dreyer: Mein Weg durch die Krise

GG, (vor 3054 Tagen) @ UWE

- Soeben besuchte mich meine KG und sagte mir, dass meine "aggressive" Haltung gegenüber der MS mein Weg ist nicht im Rolli zu landen und ich solle damit weiter machen.
Sie hat etliche Patienten mit gleicher MS-Vita die das nicht geschafft haben...

Das ist deine Art, die MS zu verarbeiten, es gibt aber auch Fälle, wie deine Physio erläutert hat, es kann böse enden, wenn man nur
negativ denkt und sich über gar nichts mehr freuen kann, ich kenne so einen Fall und sie, die Patientin tut mir leid, ist arm dran.
G

--
Mut ist nicht die Abwesenheit von Angst,sondern die Erkenntnis, dass es etwas gibt,das wichtiger als die Angst ist

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Malu Dreyer: Mein Weg durch die Krise

UWE, (vor 3053 Tagen) @ GG


Das ist deine Art, die MS zu verarbeiten, es gibt aber auch Fälle, wie deine Physio erläutert hat, es kann böse enden, wenn man nur
negativ denkt und sich über gar nichts mehr freuen kann, ich kenne so einen Fall und sie, die Patientin tut mir leid, ist arm dran.
G

Ich glaube Du verwechselst Aggressivität und negatives Denken.

Ich bin niemals negativ eingestellt sondern schreite immer mutig voran.
- Gepaart mit der nötigen Aggressivität :-)

LG
Uwe

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Malu Dreyer: Mein Weg durch die Krise

Doro, (vor 3054 Tagen) @ Amy


Ich "bewerte" sie einfach anders als früher und gegen mein grösstes Problem, heftige neuropathische und spastische Schmerzen, die sich beim besten Willen weder verdrängen noch schönreden lassen, habe ich ein wirksames und gut eingestelltes Schmerzmittel.

Verrätst du mir, was für ein Mittel das ist? Meine Schmerzen werden langsam unerträglich und ich weiß nicht, wie lange ich das noch aushalten kann und will.
Hab schon viel probiert, aber nichts wirksames gefunden.

Doro

--
"Lerne zuhören, und du wirst auch von denjenigen Nutzen ziehen, die nur dummes Zeug reden." Platon

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Malu Dreyer: Mein Weg durch die Krise

GG, (vor 3053 Tagen) @ Doro

würde mich auch interessieren, bevor mein Magen kaputt geht oder die Leber streikt.

LG
G

--
Mut ist nicht die Abwesenheit von Angst,sondern die Erkenntnis, dass es etwas gibt,das wichtiger als die Angst ist

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Malu Dreyer: Mein Weg durch die Krise

Amy, (vor 3053 Tagen) @ GG

würde mich auch interessieren, bevor mein Magen kaputt geht oder die Leber streikt.

LG
G

Hallo GG,

wie heftig sind deine Schmerzen denn auf einer Skala von 1-10 und hast du sie immer, also von morgens bis abends und nachts?

Weisst du welche Ursache sie haben?

z.B. Neuropathisch und/oder durch Spastik bedingt.


Ich frage deswegen nach, weil ich nicht mehr so leichtfertig und offen wie früher öffentlich Infos über mich preisgeben möchte.

Du kannst mir auch gerne eine PN schreiben.

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Malu Dreyer: Mein Weg durch die Krise

Amy, (vor 3053 Tagen) @ Doro


Ich "bewerte" sie einfach anders als früher und gegen mein grösstes Problem, heftige neuropathische und spastische Schmerzen, die sich beim besten Willen weder verdrängen noch schönreden lassen, habe ich ein wirksames und gut eingestelltes Schmerzmittel.

Verrätst du mir, was für ein Mittel das ist? Meine Schmerzen werden langsam unerträglich und ich weiß nicht, wie lange ich das noch aushalten kann und will.
Hab schon viel probiert, aber nichts wirksames gefunden.

Doro

Du hast:mail:

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Malu Dreyer: Mein Weg durch die Krise

moritz, (vor 3054 Tagen) @ UWE

das sind malu dreyers ansichten, die muss niemand teilen.
kein grund zur verunsicherung.

natürlich kannst du das in deiner jetzigen situation nicht so sehen, vielleicht wirst du das nie so sehen wie sie.
tu ich übrigens auch nicht.

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Malu Dreyer: Mein Weg durch die Krise

Jakobine, (vor 3053 Tagen) @ moritz

Was Malu Dreyer betrifft, ist das ihr Weg. Sie muss eine sehr willensstarke und machtstrategische Frau sein, sonst hätte sie das Ministerpräsidentinnen-Amt nicht erkämpft und verteidigt. Da sie sich in einer Partei hochgedient hat, ist auch Anpassungswille gefragt.
Ich finde sie äußerst künstlich, ihren Gesichtsausdruck und ihre Sprache. So ein wenig maskenhaft. Wenn ich so viele wichtige Sachen zu bewältigen hätte, wäre ich sehr gut abgelenkt und mit den vielen Helferlein und Profis an meiner Seite ist das Leben einfacher. Nur die MS ist dann ein Wermutstropfen?!
Ich weiß nicht, welche Form die richtige ist, die MS auszuhalten. Ich persönlich kann die Krankheit nur phasenweise akzeptieren, weil mir sehr gut im Gedächnis ist, wie ich ohne meine Behinderungen gelebt habe und auf was ich jetzt verzichten muss. Es muntert mich auch nicht auf, wenn ich aus der Palette der Hilfsmittel was auswählen kann. Ich würde gerne auf eigenen Beinen laufen ohne in jedem Moment die Spastik und die Steifheit zu spüren. Das ist nur ein Aspekt. Gottvertrauen nein, wenn Gott so viel Dinge auf der Welt zulässt, wie könnte ich ihm dann vertrauen. Ich versuche mir zu vertrauen und bin auch mal grantig (wie schreibt man das?) zu meinen Mitmenschen, wenn es mir schlecht geht. Grüße Jakobine

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Malu Dreyer: Mein Weg durch die Krise

jerry, (vor 3053 Tagen) @ Jakobine

Was Malu Dreyer betrifft, ist das ihr Weg. Sie muss eine sehr willensstarke und machtstrategische Frau sein, sonst hätte sie das Ministerpräsidentinnen-Amt nicht erkämpft und verteidigt. Da sie sich in einer Partei hochgedient hat, ist auch Anpassungswille gefragt.

Hallo,
das bisher Gesagte trifft imho auf alle höherrangigen Politiker zu. Paradebeispiel: Angela Merkel. ;-)

Ich finde sie äußerst künstlich, ihren Gesichtsausdruck und ihre Sprache. So ein wenig maskenhaft.

Finde ich nicht, jedenfalls nicht pauschal. Hab sie auf dem Armutskongress in Berlin bei einer Podiumsdiskussion aus wenigen Metern Entfernung erlebt, und fand sie angenehm.

Meine Paradebeispiele für maskenhaft wirkende Politiker:
Frau von der Leyen (1. Preis!!, das Zucken jedes kleinsten Gesichtsmuskels exakt dosiert und perfekt im Kontext platziert), Angie Merkel, Dauergrinsekopf Horst Seehofer, Thomas de Maiziere (Sonderpreis für eisekalten Stahlhelm-Blick), Thomas Oppermann...
Im Vergleich mit denen empfinde ich Malu D. als Wohltat.

Ich weiß nicht, welche Form die richtige ist, die MS auszuhalten. Ich persönlich kann die Krankheit nur phasenweise akzeptieren, weil mir sehr gut im Gedächnis ist, wie ich ohne meine Behinderungen gelebt habe und auf was ich jetzt verzichten muss.

Da happich die Gnade des frühen Beginns und der langen Zeitdauer der MS... :-D

Es muntert mich auch nicht auf, wenn ich aus der Palette der Hilfsmittel was auswählen kann.

Mich schon: Ohne hätte ich deutlich weniger Spaß.

Ich würde gerne auf eigenen Beinen laufen ohne in jedem Moment die Spastik und die Steifheit zu spüren. Das ist nur ein Aspekt.

Träumern ist erlaubt. flowers

Gottvertrauen nein, wenn Gott so viel Dinge auf der Welt zulässt, wie könnte ich ihm dann vertrauen.

Ohne dass ich glauben würde, alles was in der Bibel steht sei genau so geschehen (und wissenschaftlich beweisbar ;-) ): Das Leben ist weder ein Ponyhof noch leben wir im Paradies... die m.E. schlimmsten 'Geschehnisse' auf dieser Welt sind menschengemacht, und wir Menschen sind bekanntlich mit einem sog. freien Willen ausgestattet.

Ich versuche mir zu vertrauen und bin auch mal grantig (wie schreibt man das?) zu meinen Mitmenschen, wenn es mir schlecht geht. Grüße Jakobine

Kenne ich von mir auch, mag das nicht an mir und versuche dran zu arbeiten :wink:


LG, jerry

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Malu Dreyer: Mein Weg durch die Krise

W.W., (vor 3053 Tagen) @ jerry

Ich finde sie äußerst künstlich, ihren Gesichtsausdruck und ihre Sprache. So ein wenig maskenhaft.


Finde ich nicht, jedenfalls nicht pauschal. Hab sie auf dem Armutskongress in Berlin bei einer Podiumsdiskussion aus wenigen Metern Entfernung erlebt, und fand sie angenehm.

Ich habe auch manchmal gedacht, ihr Gesicht sei zu maskenhaft...? Krankheitsbedingt? Eine versteinerte Miene, weil sie nichts von sich preisgeben will?
Ich weiß es nicht.

Frau von der Leyen (1. Preis!!, das Zucken jedes kleinsten Gesichtsmuskels exakt dosiert und perfekt im Kontext platziert), Angie Merkel, Dauergrinsekopf Horst Seehofer, Thomas de Maiziere (Sonderpreis für eisekalten Stahlhelm-Blick), Thomas Oppermann...
Im Vergleich mit denen empfinde ich Malu D. als Wohltat.

Ja, ja, ja!!!

Gottvertrauen nein, wenn Gott so viel Dinge auf der Welt zulässt, wie könnte ich ihm dann vertrauen.


Ohne dass ich glauben würde, alles was in der Bibel steht sei genau so geschehen (und wissenschaftlich beweisbar ;-) ): Das Leben ist weder ein Ponyhof noch leben wir im Paradies... die m.E. schlimmsten 'Geschehnisse' auf dieser Welt sind menschengemacht, und wir Menschen sind bekanntlich mit einem sog. freien Willen ausgestattet.

Ich bin nicht sehr religiös. Mein Glaube ist stark von Goethe, Kant und Schleiermacher beeinflusst, aber alles sträubt sich in mir, wenn man sagt: Gott kann nicht gut sein, wenn er mich mit einer MS bestraft hat. Ich habe das Gefühl, so etwas darf man nicht sagen. Das ist eine Anmaßung!

W.W.

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Malu Dreyer: Mein Weg durch die Krise

UWE, (vor 3053 Tagen) @ W.W.

...aber alles sträubt sich in mir, wenn man sagt: Gott kann nicht gut sein, wenn er mich mit einer MS bestraft hat. Ich habe das Gefühl, so etwas darf man nicht sagen. Das ist eine Anmaßung!


W.W.

Ich glaube, aber nicht an das was in den Kirchen gepredigt wird.
Bei mir ist es eher der Glaube an eine wie auch immer geartete universelle Kraft die von Zeit zu Zeit in die Evolution eingegriffen hat. Unsere Entwicklung kann nicht nur Zufall nach dem Motto "try and error" sein, da steht ein Plan dahinter...

Der Mensch hat einen freien Willen, da kann man keinen "Gott" für seine Krankheit verantwortlich machen, da bin ich ganz bei Ihnen.

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Malu Dreyer: Mein Weg durch die Krise

Jakobine, (vor 3053 Tagen) @ jerry

Hallo Jerry, ich erwarte hier keine Zustimmung, es ist einfach meine Meinung über Malu Dreyer. Das heißt auch nicht, dass es andere auch maskenhafte aussehende Politiker gibt. Sicher hat das der Beruf so an sich, die eigenen Gefühle nicht zu zeigen. Auch sind die Krisen der Welt menschengemacht, allerdings im Namen Gottes wurde Unsägliches getan, Kreuzzüge, Verbrennung von Hexen und Heilern, Terroranschläge und und.
Ebenso möchte ich auch nicht die für andere MS Betroffene positive Vorbildfunktion von Malu Dreyer in Frage stellen. G. Jakobine

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Malu Dreyer: Mein Weg durch die Krise

UWE, (vor 3053 Tagen) @ Jakobine

Vollinhaltliche Übereinstimmung.
Ich hätte es nicht besser schreiben können.

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