OT ? : Der gute Quacksalber (Straßencafé)
Heute klingt der Name des Dr. Eisenbarth nach Kurpfuscherei und Quacksalbertum. Doch in Wahrheit war der Chirurg aus Oberviechtach ein Medizinstar des 17. Jahrhunderts. Warum war er dann Zielscheibe von Spottgedichten?
Dem Geheimnis ist Harald Eggebrecht auf der Spur, heute in der Süddeutschen Zeitung
. . . 1688 ging er nach Weimar als erfolgreicher Wundarzt. Hier erwarb er ein weiter reichendes Privileg, das ihm bestätigte, "uf eine besonders geschwinde arth, auch ohne große schmerzempfindung" zu operieren. Und ihm wurde zugesichert, dass neben ihm niemand anderes in den Fürstentümern Weimar und Jena Chirurgie treiben dürfe. Ähnliches erreichte er in Erfurt und Umgebung. Insgesamt erlangte er zehn solche Privilegien, ein einzigartiger Erfolg. Unter anderem gehörte auch das Privileg für Braunschweig-Lüneburg dazu. Als Hannover mit Großbritannien in Gestalt von Georg I. eine Personalunion einging, konnte sich Eisenbarth auch "Königlich Großbritannischer Landarzt" nennen. Außerdem bereiste er in seiner Profession Holland, Frankreich und Italien. . . .
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das Geheimnis der Medizin besteht darin,
den Patienten abzulenken,
während die Natur sich selber hilft (Voltaire)
Sisyphos hatte es auch nicht leicht