Hallo Dirk,
ich kann dir den Gedanken daran , dass mein MS – Verlauf Zeugnis einer ketogenen Ernährung ist, nehmen.
Mein rein ketogener Versuch (sollte mir eher Aufschluss geben) ist schon einige Jahre her, meine ganz individuelle Stoffwechsel - Therapie hält hingegen immer noch an.
Also:
Ich bin zwar ein Typ, der ziemlich schnell mit konstant 4:1 in die Ketose kam/kommt und auch keine Probleme habe, dies zu halten.
4 Monate sind es dann damals geworden. Ich fand sie anstrengend (in Form von: kulinarischem Erlebnis und teilweiser Einseitigkeit).
Körperliche signifikante Veränderungen während dieser Zeit:
- anfängliche akute Säurespitzen *baah*
- Obstipation
- etwas wacher und fitter im Köpfgen
- Uthoff nicht so stark
Mein körperliches Wohlbefinden in der Gesamtheit war während dessen dennoch nicht berauschend.
Heute mache ich nur noch einmal jährlich im Sommer eine 4 – wöchige ketogene Ernährunsphase.
Da ich aber mit meinen fast 55 Jahren auch leider noch andere Baustellen habe, u. a. ein Aortenaneurysma, gelte ich als „relativ Kontraindiziert“ für eine dauerhafte ketogene Ernährung.
An dieser Stelle ist für mich das Obst ein sehr wichtiger Baustein:
Obst Aortenaneurysma
Empfehlung: weniger aber gute Fette, wenige Kohlenhydrate. Viel Obst, Gemüse und Fisch!
Andere Baustellen waren / sind Darm / Schilddrüse, Meningeom .
Du siehst, ein einseitiger Blick hilft hier nicht weiter, vor allem nicht anderen.
Mein (Gesamt)Konzept war und ist ein ganz anderes.
Ich habe viel experimentiert, bin aber nie auf jeden Zug aufgesprungen.
Über die Jahre habe ich eine ganz feine Achtsamkeit für mich selbst entwickelt und fahre damit ganz gut.
Meine MS in ruhigem Fahrwasser, Euthyreote SD – Stoffwechsellage, Meningeom nicht gewachsen u. Aneurysma konstant, ohne neg. Veränderung, Darm im Lot.
Wovon ich persönlich aber überzeugt bin, dass MS keine MS als solche ist.
Familiär bin ich zwar alleinige MSlerin, andere F.mitglieder sind aber mit „sogenannten“ anderen“ Autoimmunerkrankungen ausgestattet und sind teilweise vielviel schlechter aufgestellt als ich.
Für mich ist klar, daß genetische Dispositionen eine Rolle spielen müssen, aber auch eine Beeinflussung der Umweltfaktoren , Ernährung, etc.
Mein Schlüssel war / ist der Darm und die Psyche.
Mit dem Darm begann alles und mit ihm kam alles wieder in den Ruhemodus.
Der erste Schritt in diese Richtung (nach einer Verhaltenstherapie) war für mich der Richtige.
Ab da an ging es kontinuierlich aufwärts.
Ich wünsche mir viel mehr Forschung in dieser Richtung (nicht neu).
Wie Bakterien im Darm unsere Gesundheit steuern
Sonnige Grüße an dich!
