Die grosse Menge an MS-Betroffenen sind zu 100% in Arbeit, im Leben und machen seit Jahren eine BT.
Kannst du diese Aussage belegen?
Wäre in einem Land wie D recht einfach zu belegen wenn man Zugriff auf aktuelle Kassenstatistiken hätte und auf ICD35 mit Status "voller Beitragszahler" suchen würde.
Real sieht es nämlich etwas anderes aus.
Eine in Deutschland durchgeführte Studie stellt nämlich eine schlechte Therapietreue bei den Basismedikamenten fest.
"Über die Gesamtdauer von 24 Monaten blieben 32,3% der Patienten bei ihrem Medikament, 67,7% brachen die Therapie vorher ab.
Persistenz nach Medikamenten: Avonex® 34,2%, Betaferon® 33,4%, Rebif® 31,7% und Copaxone® 29,8%.
Was auch nicht anders zu erwarten wäre wenn man mit der Prämisse leben kann: "Manchmal hilft eine solche Therapie, manchmal nicht und ich höre damit auf.. Und offensichtlich waren im Umkehrschluß wohl mehr als 30% der Patienten (also schätzungsweise über 15.000) auch nach zwei Jahren zufrieden mit ihren Therapien und haben weitergemacht. Mehr hat niemand hier geschrieben..
Nur 4,7% der MS-Patienten begannen nach einer längeren Medikamentenpause erneut mit einer Medikation.[/i]"
http://tag-trier.de/?p=184#comment-221
Ist leider eine Fehlinterpretation besagter Studie. Dort wird in den "limitierenden Einschränkungen" der Datenbasis klargestellt, dass nur diejenigen bei einer Wiederaufnahme nach Medikamentenpause erfasst werden konnten, die beim gleichen Neurologen erneut ein Rezept für eine andere BT erhielten und dieser zweite Anlauf auch an die Studie berichtet wurde.
Es fehlen somit komplett diejenigen, die später eine Eskallationstherapie machten, den Neurologen oder Wohnsitz gewechselt haben, oder wo die Praxis es schlicht versäumt hat, den 2ten Anlauf anzugeben. Man kann also auch bei der Kritik an zahlenmanipulierenden Pharmastudien es selber auch nicht so genau mit den Zahlen nehmen...