Ich denke mal mit Cannabis kann man oder frau sich nicht umbringen, jedenfalls ist mir darüber nichts bekannt, wenn überhaupt nur als Begleittherapie.
Ich kann mir vorstellen, dass, wenn der Kopf noch einigermassen klar ist, man sich für einen Suizid in einer nicht mehr erträglichen Lebenssituation entscheidet. Auch kann ich mir vorstellen, dass man trotz vorhandener Gesetztesvorgaben für Sterbehilfe, dazu kommen kann.
Würdevoll zu sterben heißt in der Regel zu hause, im Kreise seiner Familie, Freunde. Wem ist das so vergönnt, und wie kann man das lenken bzw. erreichen?
Ausser einer Vorbereitung, wo man sein Grab finden möchte, wie die Trauerfeier ablaufen soll, wer die Rede hält oder die Musik spielt, wer das Erbe, falls vorhanden, bekommt kann man nichts machen. Naürlich eine Patientenverfügung und die entsprechende Chipkarte, die man im Portmanaise ständig mitträgt. Auch das alles kann schiefgehen. Einem Siechtum kann man möglicherweise nicht entgehen.
Jedenfalls habe ich die sogen. Essantials geplant, ausser die Trauerfeier und die Musik. Wir haben eine Aschegruppe, das sind bzw. waren 36 Leute, die im Friedwald sich drei Bäume ausgesucht haben und mit vorheriger Abstimmung einen Platz unter dem jeweiligen Baum bekomen werden. Viele wollen unter einem Baum mit Lehrern nicht kommen, deshalb haben wir jetzt einen Lehrerbaum.
Unsere Aschegruppe (vor etwa 10 Jahren gegründet) feiert 1 oder 2mal im Jahr ein Fest, wo auch viel über den Tod und das Leben gelacht wird, wir treffen uns zu den Beerdigungen und unterstützen uns wo es nötig ist.
Das Ganze ist tröstlich. Grüsse Jakobine