Geschieht der Übergang in die SPMS schleichend und grundlos? (Allgemeines)

W.W., (vor 3343 Tagen)

Stimmt es, dass der Übergang von der RRMS in die SPMS schleichend und grundlos passiert? Ich weiß es nicht: Meist gibt es doch einen letzten Schub, der sich nur unvollständig zurückbildet, und auf den Restsymptomen baut sich dann die schleichende Verschlechterung auf.

Der Übergang erfolgt also plötzlich und schleichend. Irgendetwas in der Mitte. Und meist ohne Grund?

Das habe ich immer so in etwa behauptet: Dass sich spinale Herde wie ein trockenes Blatt im Wind verhalten, also durch den leisesten Windstoß abgerissen werden können. Und dass es beim Übergang in die SPMS ganz ähnlich ist.

Ich glaube, die Regel besteht: 'Normale' Schübe sind deutlicher stressabhängig, als spinale Herde und der Übergang in die chronische Verlaufsform. Aber richtig logisch ist das eigentlich nicht! Wenn 'Unruhe' in spinale Herde kommt und wenn die MS langsam immer schlechter wird, dann müsste hier doch auch eine Veränderung der Lebenssituation nachweisbar sein? Auch wenn sie vielleicht nicht so ins Auge springen?:confused:

Oder öffnet man dann Pseudoerklärungen Tür und Tor?

W.W.

PS: Nur zur Erläuterung: Der SPMS liegt pathoanatomisch ein anderes Geschehen zugrunde als dem frischen Schub. Meiner Ansicht nach handelt es sich um ein langsames Absterben von Nervenfasern, die durch MS-Narben ziehen, weil die Ernährung wegen des Fehlens der Markscheiden und von Oligodendrozyten nicht mehr so gut ist.Die SPMS ist also die Folge des Narbenstadiums.

PPS: Vielleicht bin ich nicht richtig informiert: Wie erklärt eigentlich die internationale Forschergemeinschaft den Unterschied zwischen RRMS und SPMS? Ist meine Meinung eine Außenseitermeinung?

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