Beobachtungen zur Infektionshäufigkeit (Allgemeines)
Zunächst einmal gebe ich Ihnen Recht, dass etwas in der MS-Forschung übersehen wird - so wie damals beim Kindbettfieber das Händewaschen. Aber ist es die Infektabwehr?
Es ist ja immer wieder einmal diskutiert worden, ob MSler eine zu starke oder eine zu schwache Infektabwehr hätten. Oder einfacher gesagt: Ob sie häufiger banale Erkältungen haben oder seltener? Oder ob sie besonders zu Fieber neigen oder ganz im Gegenteil?
Ich persönlich glaube nicht daran, und noch schwieriger scheint es mir zu werden, wenn man in dieser Hinsicht die schubförmige Phase von der sekundär progredienten unterscheiden will.
Wenn man mir die Pistole auf die Brust setzen würde, würde ich sagen: Das Verhalten der MSler gegenüber Erkältungen ist ziemlich normal. Es sind eher sehr individuelle Unterschiede, die nichts mit der MS zu tun haben, in dem Sinne, dass manche robuster und andere anfälliger sind, so wie es Menschen geben soll, die heftig auf Kaffee reagieren, sogar schon dann, wenn man nur eine Kaffeebohne vorbeiträgt.
W.W.