Ich oute mich - Cortison (Allgemeines)

Bennie, (vor 3378 Tagen)

Nachdem sich über 14 Tage ein Schub aufgebaut hat, der mich immer mehr in die Knie zwang,
- zum Schluss bekam ich meine Arme kaum noch hoch und war so kraftlos, dass ich am liebsten nur noch um Bett liegen geblieben wäre ... ;entschloss ich mich am Montag, mir ambulant beim Neuro Cortison verabreichen zu lassen.

Durch die aufputschende Wirkung fühle ich mich natürlich schon besser, auch die Symptome insgesamt bessern sich.
Mal sehen, wie es in den nächsten Tagen weiter geht.

Ich denke, das ich mich richtig entschieden habe, denn ich hatte die wohl berechtigte Angst, sonst Weihnachten in der Klinik zu verbringen.

Liebe Grüße
Bennie

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Ich oute mich - Cortison

Philipp, (vor 3377 Tagen) @ Bennie

Ist in Ordnung Bennie.

Du musst dich doch nicht rechtfertigen.

Gute Besserung !

Philipp

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Ich oute mich - Cortison

Zoe, tieef im Weeeeesten, (vor 3377 Tagen) @ Bennie

:Weihnachtsfake: :baum: Genieß´die Feiertage, Bennie!
Alles Gute!:herzle:
Zoe

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Ich oute mich - Cortison

GG, (vor 3377 Tagen) @ Bennie

Ja Cortison, ob das was bringt.
Als ich noch MS hatte, heute PPMS, bekam ich einen Schub, konnte noch nicht einmal eine Haarbürste mehr halten,
hatte ich mir Cortison besorgen lassen, es stand am Bett, damit der Kopf sieht, dass ich u.a. Hilfe bekam.

Nahm es aber nicht, aber die Symptome hatten sich wieder ohne C zurückgebildet, dauerte zwar etwas länger,
ging ohne das Teufelszeug weg.

G

Trotz allem, ein gesegnetes Weihnachtsfest, für viele ist es kein Fest, siehe Berlin, ich bin traurig, dass die heranwachsende Generation diese Freiheit, die wir erleben durften , nicht kennen.

--
Mut ist nicht die Abwesenheit von Angst,sondern die Erkenntnis, dass es etwas gibt,das wichtiger als die Angst ist

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Ich oute mich - Cortison

agno, (vor 3377 Tagen) @ Bennie

Liebe Bennie
Ich wünsche Dir wunderbare Feiertage in deinem gemütlichen Zuhause.
liebe Grüe von agno

P.S.: Ist es so schlimm hier, dass man sich für sein tun outen muss?
outen laut internetlexikon: "Sich öffentlich zu einer Tatsache bekennen, die peinlich ist."

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Ich oute mich - Cortison

Amy, (vor 3377 Tagen) @ agno


P.S.: Ist es so schlimm hier, dass man sich für sein tun outen muss?

Genau das habe ich mich auch gerade gefragt!
Ausserdem frage ich mich, wem dieses Forum welchen Nutzen bringt... Werde aber nichts mehr konkretes dazu schreiben, weil ich sonst evtl. wieder von irgendwelchen stillen Mitlesern plump beleidigt und zusammenhangslos ins Hinterzimmer abgeschoben werde;-) :-P

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Ich oute mich - Cortison

motorschiffbesitzer, (vor 3376 Tagen) @ agno

P.S.: Ist es so schlimm hier, dass man sich für sein tun outen muss?

Schlimm ist in meinen Augen das falsche Wort.
Höchstens, wenn man einen Versuch darin sieht persönliche Entscheidungen anzuzweifeln, Leute zu verunsichern, Threads dafür zu misbrauchen etc.
q.e.d.

PS. @TS: Es war die richtige Entscheidung! Alle male, weil du es sehr gut vertragen hast!
Was hätte wohl die Weihnachtsbesetzung im KH machen können?
So bist du schon vorher durch und kannst entspannend die Festtage genießen.

Gute Besserung!:-)

--
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Ich oute mich - Cortison

Amy, (vor 3377 Tagen) @ Bennie

Durch die aufputschende Wirkung fühle ich mich natürlich schon besser, auch die Symptome insgesamt bessern sich.
Mal sehen, wie es in den nächsten Tagen weiter geht.

Ich denke, das ich mich richtig entschieden habe, denn ich hatte die wohl berechtigte Angst, sonst Weihnachten in der Klinik zu verbringen.

Liebe Grüße
Bennie


Hallo Bennie,
wünsche dir baldige Besserung!
Wenn nichts anderes mehr hilft, würde ich auch zu Cortison greifen, allerdings würde ich Dexamethason nehmen und nicht die m.E. viel zu hohe Stosstherapie-Dosis. So wenig wie möglich, soviel wie nötig...


Finde du musst dich dafür nicht rechtfertigen!

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Ich oute mich - Cortison

naseweis ⌂, in meinem Paradies, (vor 3377 Tagen) @ Bennie

- zum Schluss bekam ich meine Arme kaum noch hoch und war so kraftlos, dass ich am liebsten nur noch um Bett liegen geblieben wäre ... ;entschloss ich mich am Montag, mir ambulant beim Neuro Cortison verabreichen zu lassen.

Hei Bennie,
du musst dich doch nicht schämen!

Du hast geguckt, gewartet und jetzt ne Entscheidung getroffen.
Das ist doch OK.
Wir tauschen uns hier über Möglichkeiten aus, die aber immer subjektiv geprägt sind, von eigenen guten und schlechten Erfahrungen geprägt.

Ich drück dir die Daumen, und wünsch dir, dass das dieser Weg dich weiterbringt.
sei lieb gegrüßt

vom naseweis

--
das Geheimnis der Medizin besteht darin,
den Patienten abzulenken,
während die Natur sich selber hilft (Voltaire)

Sisyphos hatte es auch nicht leicht

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Ich oute mich - Cortison

UWE, (vor 3377 Tagen) @ Bennie

Hallo Bennie

Ich habe mich schon lange "geoutet"

Als ich noch schubförmig war haben mir Kortison-Infusionen (3x 1000mg Urbason, Methylprednisolon) immer schnell und zuverlässig geholfen, ohne jede Nebenwirkung.
- Immer beim Hausarzt, war jeweils in 20 Minuten erledigt.

Dadurch konnte ich viele Jahre ein freies, unbehindertes und absolut selbst bestimmtes Leben führen.

Irgendwann gings dann in SPMS über und Cortison hat nicht mehr geholfen.

ABER ich würde es jederzeit wieder machen.

Alles Gute und lasse Dich nicht verunsichern !!

Uwe

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Ich oute mich - Cortison

jerry, (vor 3377 Tagen) @ Bennie

Liebe Bennie,

hast ja Ende diesen Jahres noch mal richtig Pech gehabt.
Wünsch Dir viel Glück ab sofort.

Alles Liebe für Dich flowers


LG jerry

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Ich oute mich - Cortison

Nalini, (vor 3377 Tagen) @ Bennie

Ich denke, das ich mich richtig entschieden habe

Liebe Grüße
Bennie

Es ist doch immer eine ganz individuelle Entscheidung. Wer sich mit C besser fühlt, soll es nehmen.

Ich für meinen Teil hatte etliche Kortisonstöße. Damals wusste ich es nicht besser. Irgendwann probierte ich bei einem leichteren Schub aus, ob es auch ohne geht. Und es ging auch ohne.

Hier nochmal Dank an W.W., seine Bücher und sein damaliges Forum. Ohne dieses Wissen hätte ich den Versuch wohl nicht gewagt.

Ich bin froh zu wissen, dass es der Körper auch ohne stemmen kann. Ich halte es hier mit der anthroposophischen Medizin: chemische Medikamente nur dann, wenn es der Körper nicht alleine schafft. Ich erspare es meinem Körper gerne, neben dem Schub auch noch mit den Nebenwirkungen der Medikamente kämpfen zu müssen.

Mittlerweile gibt es sogar Stimmen aus der Schulmedizin, die besagen, dass C auf das Langzeitergebnis nach einem Schub keinen Einfluss hat. Es kann lediglich die Verweildauer der Symptome abkürzen.

Ein sehr schwerer Schub mit erheblichen Ausfällen wäre vielleicht eine Ausnahme für mich.

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Ich oute mich - Cortison @ Nalini

Zoe, tieef im Weeeeesten, (vor 3377 Tagen) @ Nalini

Nalini, C wird in diesem Forum üblicherweise nicht als Abkürzung für Cortison, sondern für ein Heilkraut benutzt..., das nicht ganz so leicht zu beschaffen ist wie Cortison.
:-D Zoe

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Ich oute mich - Cortison @ Nalini

Nalini, (vor 3377 Tagen) @ Zoe

Nalini, C wird in diesem Forum üblicherweise nicht als Abkürzung für Cortison, sondern für ein Heilkraut benutzt..., das nicht ganz so leicht zu beschaffen ist wie Cortison.
:-D Zoe

Ja, richtig, da war doch was :kiff:

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Ich oute mich - Cortison

jerry, (vor 3376 Tagen) @ Nalini


Mittlerweile gibt es sogar Stimmen aus der Schulmedizin, die besagen, dass C auf das Langzeitergebnis nach einem Schub keinen Einfluss hat. Es kann lediglich die Verweildauer der Symptome abkürzen.

Hallo,

diese Stimmen sind - eigentlich - sogar 'Konsens' in der wissenschaftlichen Medizin. Und dies schon mindestens ein Vierteljahrhundert lang.


LG, jerry

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Ich oute mich - Cortison

Nalini, (vor 3376 Tagen) @ jerry

diese Stimmen sind - eigentlich - sogar 'Konsens' in der wissenschaftlichen Medizin. Und dies schon mindestens ein Vierteljahrhundert lang.

Ja, so ein Mist. Als ich noch der Schulmedizin hörig war, hat mir das niemals irgendeiner der Ärzte gesagt. Da wurde das Kortison reingejagt, ohne Wenn und Aber, ohne Diskussion, als gäbe es keinen anderen Weg unter dieser Sonne.

Hätte ich das früher gewusst ... hätte ich anders gehandelt :-(

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Ich oute mich - Cortison

W.W., (vor 3376 Tagen) @ Nalini

diese Stimmen sind - eigentlich - sogar 'Konsens' in der wissenschaftlichen Medizin. Und dies schon mindestens ein Vierteljahrhundert lang.


Ja, so ein Mist. Als ich noch der Schulmedizin hörig war, hat mir das niemals irgendeiner der Ärzte gesagt. Da wurde das Kortison reingejagt, ohne Wenn und Aber, ohne Diskussion, als gäbe es keinen anderen Weg unter dieser Sonne.

Hätte ich das früher gewusst ... hätte ich anders gehandelt :-(

Darum ist dieses Forum so wichtig!!! Und ich finde, Naseweis, Agno, Jerry und Julia machen es gar nicht schlecht!:-)

W.W.

PS: Bin ich eigentlich ungerecht, wenn ich immer nur diese vier Namen aufzähle?:confused:

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Ich oute mich - Cortison

Nalini, (vor 3376 Tagen) @ W.W.

PS: Bin ich eigentlich ungerecht, wenn ich immer nur diese vier Namen aufzähle?:confused:

Ja, durchaus etwas ungerecht. Die vier gehören zum harten Kern und machen die Sache gut. Aber auch alle anderen Stimmen (naja, jedenfalls die meisten) bereichern das Forum und machen es lebendig.

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Ich weiss nicht so genau....

Amy, (vor 3376 Tagen) @ W.W.

Darum ist dieses Forum so wichtig!!! Und ich finde, Naseweis, Agno, Jerry und Julia machen es gar nicht schlecht!:-)

W.W.

PS: Bin ich eigentlich ungerecht, wenn ich immer nur diese vier Namen aufzähle?:confused:

Mir persönlich/subjektiv (so aus einer Mischung aus Bauchgefühl, Intuition und aufmerksamer Beobachtung heraus) fehlt in ihrer obigen Aufzählung irgendwie Zoe!;-) :-D ;-)

Warum auch immer....:-)

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julia, (vor 3376 Tagen) @ W.W.

Darum ist dieses Forum so wichtig!!! Und ich finde, Naseweis, Agno, Jerry und Julia machen es gar nicht schlecht!:-)

W.W.

PS: Bin ich eigentlich ungerecht, wenn ich immer nur diese vier Namen aufzähle?:confused:


Abgesehen davon, dass es einseitig ist, möchte ich nicht wie eine Schülerin gelobt werden.:lookaround:

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W.W., (vor 3376 Tagen) @ julia

Darum ist dieses Forum so wichtig!!! Und ich finde, Naseweis, Agno, Jerry und Julia machen es gar nicht schlecht!:-)

W.W.

PS: Bin ich eigentlich ungerecht, wenn ich immer nur diese vier Namen aufzähle?:confused:

Abgesehen davon, dass es einseitig ist, möchte ich nicht wie eine Schülerin gelobt werden.:lookaround:

Es war ein lobendes Unterstatement. Sie vier (und viele andere) machen ihre Sache wirklich sehr gut! Und ich weiß, wovon ich rede, weil ich es nicht so gut gemacht habe.:-(

Insofern ist es gar nicht mal so schlecht, wenn ich lobe. Nicht als Oberlehrer, sondern als jemand, der an dieser Aufgabe gescheitert ist.

W.W.

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Nalini, (vor 3375 Tagen) @ W.W.

Und ich weiß, wovon ich rede, weil ich es nicht so gut gemacht habe.:-(

Insofern ist es gar nicht mal so schlecht, wenn ich lobe. Nicht als Oberlehrer, sondern als jemand, der an dieser Aufgabe gescheitert ist.

W.W.

Oh, sorry. Dann habe ich Sie oben falsch verstanden. Mir war nicht klar, dass Sie die Forenleitung meinen. Ich dachte, Sie meinen die User allgemein.

Dann ziehe ich meine Aussage von oben wieder zurück.

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W.W., (vor 3375 Tagen) @ Nalini

Sind die genannten vier die Forenleitung? Wenn ja, herzlichen Dank für ihre großartige Leistung!:-) Ich hatte nur die Befürchtung, jemanden vergessen zu haben.

Natürlich macht es auch Sally gut, nur eben ganz anders!

Und die TAG und Jutta Scheiderbauer sind wieder ganz anders.

Und die MEZIS und das UKE auch.

Und Amy auch.

Es wächst eine sehr ernstzunehmende Konkurrenz heran zum Establishment in der MS-Szene.:-) :-) :-)

W.W.

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Nalini, (vor 3375 Tagen) @ W.W.

Sind die genannten vier die Forenleitung?

Ich weiß nicht genau, wer welche Funktion hat.
Ich weiß nur, dass es den Hausmeister gibt. Den man auch mal um Rat fragen kann:-)

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Zoe, tieef im Weeeeesten, (vor 3375 Tagen) @ Nalini

Ich weiß nicht genau, wer welche Funktion hat.

Na ja, Amy ist z. B. laut eigener Aussage: Meisterin im Mikado :hungry:

Ich weiß nur, dass es den Hausmeister gibt. Den man auch mal um Rat fragen kann :-) Nalini

Den :Weihnachtsfake: Willi :herzle: möchte ich auch nicht missen und all die anderen Forenwichtel :Weihnachtsfake: :Weihnachtsfake: :Weihnachtsfake: und Wichtelinnen :Weihnachtsfake: :Weihnachtsfake: :Weihnachtsfake: hier drinnen :Weihnachtsfake: :Weihnachtsfake: :Weihnachtsfake:
:wink:
Zoe

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Ich oute mich - Cortison

UWE, (vor 3376 Tagen) @ Nalini


Ich bin froh zu wissen, dass es der Körper auch ohne stemmen kann. Ich halte es hier mit der anthroposophischen Medizin: chemische Medikamente nur dann, wenn es der Körper nicht alleine schafft. Ich erspare es meinem Körper gerne, neben dem Schub auch noch mit den Nebenwirkungen der Medikamente kämpfen zu müssen.

Mittlerweile gibt es sogar Stimmen aus der Schulmedizin, die besagen, dass C auf das Langzeitergebnis nach einem Schub keinen Einfluss hat. Es kann lediglich die Verweildauer der Symptome abkürzen.

Ein sehr schwerer Schub mit erheblichen Ausfällen wäre vielleicht eine Ausnahme für mich.

Wie dem auch sei. ICH habe mit Cortison viele tolle Jahre mit fast uneingeschränkter Handlungsfreiheit gehabt. Allerdings habe ich das Zeug auch super vertragen.

Das sollte man bei dieser Diskussion nie vergessen. Jeder muss halt selbst entscheiden welchen Weg er geht.

Für MICH war dieser Weg ganz klar der Richtige.

LG
Uwe

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Nalini, (vor 3376 Tagen) @ UWE

Für MICH war dieser Weg ganz klar der Richtige.

LG
Uwe

Meinungsvielfalt macht ein Forum interessant :-)

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Ich oute mich - Cortison

Bluna, (vor 3375 Tagen) @ Nalini

Absolut auch meine Einstellung.:-)

Beim HWS-Schub musste ich allerdings nach langem Durchhalten doch kapitulieren, weil der einfach keine Ruhe gab und sich vom Fuß immer weiter bis zur linken Körperhälfte ausbreitete, sich die Blase noch mit beteiligte und mir das nicht mehr geheuer war. Das war auch der erste Schub, von dem mir leider was blieb und ich frage mich, ob letzteres nicht der Fall wäre, wenn ich mich schon viel früher für den Corti-Stoß entschieden hätte.

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Ich oute mich - Cortison

Nalini, (vor 3375 Tagen) @ Bluna

Das war auch der erste Schub, von dem mir leider was blieb und ich frage mich, ob letzteres nicht der Fall wäre, wenn ich mich schon viel früher für den Corti-Stoß entschieden hätte.

Nach neuesten Erkenntnissen denke ich das eher nicht. Also, ich meine, dass wahrscheinlich von dem Schub so oder so etwas geblieben wäre. Ich habe ja oben geschrieben, dass Kortison auf das Langzeitergebnis nach einem Schub keinen Einfluss hat. Das sagen sogar Stimmen aus der Schulmedizin. Und jerry klärte dann noch darüber auf, dass das in der Schulmedizin seit einem Vierteljahrhundert einigermaßen Konsens sei.

Wenn das so zutrifft, dann dürfte es egal sein, ob mit oder ohne Kortison, und auch egal, wann du es nimmst.

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Ich oute mich - Cortison

Bluna, (vor 3375 Tagen) @ Nalini

Mir ging es da eher um die Ausbreitung. Da bin ich eben unsicher. Hätte der Herd gleich eins auf die Mütze gekriegt, wärs vielleicht beim Fuß geblieben und würde nicht die linke Hälfte betreffen.

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Ich oute mich - Cortison

Nalini, (vor 3375 Tagen) @ Bluna

Mir ging es da eher um die Ausbreitung. Da bin ich eben unsicher.

Nur, wenn die von mir zitierten Stimmen Recht haben, dann dürfte es auch keinen Einfluss auf die Größe bzw. Ausbreitung des Herdes haben. Wenn doch das Langzeitresultat identisch ist ... ??

Aber beweisen kann ich dies leider nicht. Ich hatte noch nie die Gelegenheit, selbst nachzumessen. Eigentlich schade. Es würde mich sehr interessieren.

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Ich oute mich - Cortison

motorschiffbesitzer, (vor 3375 Tagen) @ Nalini

Mir ging es da eher um die Ausbreitung. Da bin ich eben unsicher.


Nur, wenn die von mir zitierten Stimmen Recht haben, dann dürfte es auch keinen Einfluss auf die Größe bzw. Ausbreitung des Herdes haben. Wenn doch das Langzeitresultat identisch ist ... ??

Für mich schwingt bei der hier angestellten Betrachtung eine unterstellte direkte Abhängigkeit von der Herdgröße zur schwere der Einschränkung mit. Das sehe ich nicht so.

Aber bleiben wir mal dabei, um den Begriff "Langzeitresultat" für möglichst viele im gleichen Kontext erscheinen zu lassen.
Was damit (Langzeitresultat) gemeint ist, weiß ich (100%) (auch) nicht.

Wenn ich es richtig verstehe, kann man sagen, dass die Herdgröße nach 10 Jahren (Beispiel) gleichgroß ist? Ob mit oder ohne Kortison?

Über das Verhalten auf dem Weg zu den 10 Jahren wird keine Aussage getroffen "bei" mit oder ohne Kortison?

--
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Ich oute mich - Cortison

agno, (vor 3375 Tagen) @ motorschiffbesitzer

Hi MSB
Bei mir sagte der Neurologe vor 20 Jahren, dass der Langfristige Verlauf durch das Kortison nicht beeinflusst würde.
Kortison sei dazu da, um das momentane Leid zu verringern!
(Wenn jemand mit Schub zum Arzt geht, dann sieht sich ein lieber Neurologe dazu verpflichtet zu helfen)
Dass man sich Sorgen um den langfristigen Verlauf macht und deshalb mit Kortison gegen den Schub behandelt wird, ist imho ein reiner Kommunikationsfehler.
Ob ein Herd mit Korti breiter oder tiefer wird, dazu habe ich noch nie etwas gelesen.

gruß agno

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Nalini, (vor 3375 Tagen) @ agno

Hi MSB
Bei mir sagte der Neurologe vor 20 Jahren, dass der Langfristige Verlauf durch das Kortison nicht beeinflusst würde.
Kortison sei dazu da, um das momentane Leid zu verringern!
(Wenn jemand mit Schub zum Arzt geht, dann sieht sich ein lieber Neurologe dazu verpflichtet zu helfen)
Dass man sich Sorgen um den langfristigen Verlauf macht und deshalb mit Kortison gegen den Schub behandelt wird, ist imho ein reiner Kommunikationsfehler.

Ja, genau das meinte ich.

agno, hast du es gut gehabt, du wusstest es schon vor 20 Jahren. Und ich dachte immer, es brennt was an, oder es regeneriert sich schlechter, oder es breitet sich waldbrandmäßig aus, wenn ich kein K. (nicht C ;-) ) nehme.

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Nalini, (vor 3375 Tagen) @ motorschiffbesitzer

Wenn ich es richtig verstehe, kann man sagen, dass die Herdgröße nach 10 Jahren (Beispiel) gleichgroß ist? Ob mit oder ohne Kortison?

Hallo motorschiffbesitzer,

ja, so habe ich das gemeint. Dass nach Abheilen des Schubs nach einem ausreichend langen Zeitraum, in dem ein Schub üblicherweise abgeheilt ist, die Größe der Narben und damit auch die Größe der Einschränkungen gleich ist. Und dass dabei egal ist, ob im Schub Kortison genommen wurde oder nicht. Diesen Sachverhalt, von dem jerry meint, in der Schulmedizin sei er seit einem Vierteljahrhundert "eigentlich" Konsens (@jerry: warum die Einschränkung "eigentlich"?)

Meine Aussage bezieht sich auf mein Posting in diesem thread vom 21.12., 15:44 Uhr, und auf jerrys posting vom 22.12., 9:54 Uhr.

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Ich oute mich - Cortison

jerry, (vor 3375 Tagen) @ Nalini


Diesen Sachverhalt, von dem jerry meint,(@jerry: warum die Einschränkung "eigentlich"?)...


Hallo Nalini,

ich sage das, weil ja 'eigentlich' auch der freundliche Doc ein Schulmediziner ist. Deren Literatur meint, K. ändere nichts auf lange Sicht bzw. am Verlauf.

Als gestresster praktizierender Kassenarzt hält so einen manchmal von der wissenschaftlichen Sichtweise ab (so dass er doch ... z.B. Korti dringlich empfiehlt):

- Z.B. Arzt hat keine Zeit,

- oder ist sehr empathisch (mit K. geht's ja schneller),

- hat Probleme mit Verschreibung längerer Arbeitsunfähigkeit,

- steht unter dem Einfluss 'fortbildender Pharmareferenten' (mit K. allerdings wird nicht das große Geld verdient),

- 'hat gute Erfahrungen mit... gemacht',

- hört sich gerne selber beim Beraten zu: je öfter er zu Schubpatienten spricht, alleine die abschwellende Wirkung vom Korti im engen Spinalkanal sei wichtig / wer weiß, was der Druck von entzündlichen Prozessen in jener Enge alles zusätzlich zerstöre... >> dies kommt ihm immer sinnfälliger vor...

Auch wenn es streng schulmedizinischer Sichtweise bzw. Forschung nicht unbedingt entspricht.


LG, jerry

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Ich oute mich - Cortison

Nalini, (vor 3374 Tagen) @ jerry

Danke, jerry, jetzt verstehe ich, wie du das "eigentlich" meinst.
Also, die reine (Wissenschsfts-) Lehre sagt was anderes, und trotzdem weicht der Arzt in seiner Praxis aus verschiedensten Motivationen davon ab.
Grüße an dich von Nalini

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Ich oute mich - Cortison

jerry, (vor 3373 Tagen) @ Nalini

LG und Frohe Weihnachten! :baum:

jerry

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Dann spricht doch einiges für Kortison, imho @Nalini, @agno

motorschiffbesitzer, (vor 3375 Tagen) @ motorschiffbesitzer

Und das praktiziere ich auch. (Wobei in letzter Zeit Fragen auftauchen.)

Wenn aktuelles Leid gelindert wird (man muss Kortison natürlich vertragen), spricht in meinen Augen alles dafür. Natürlich ist eine Abwägung "ist die Kortisongabe dem aktuellen Leid angemessen?" durchzuführen. Die kann aber ein Außenstehender in meinen Augen nicht dem Patienten zum Wohl erledigen.
Der Arzt des Patienten vielleicht noch am ehesten.

Ich glaube, dass es bei einer Kortisongabe (gemeint ist der Vorgang/ die Zeit des Schubs) praktisch keine Rolle spielt, ob man den Zustand in 20 Jahren auch ohne Kortison hätte.

Ich will noch einen Schritt weitergehen und behaupten (keine Ahnung, ob da was dran ist), er ist mit Kortison dann ein bisschen schlechter als ohnehin schon. Ja und?

--
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Kortison spricht, imho @Motorschiffbesitzer

agno, (vor 3375 Tagen) @ motorschiffbesitzer

Ich will noch einen Schritt weitergehen und behaupten (keine Ahnung, ob da was dran ist), er ist mit Kortison dann ein bisschen schlechter als ohnehin schon. Ja und?

;-) :-( Ich habe verstanden!
Dir ist heute dein Zustand in 25 Jahren egal, deinem Neurologen auch?

Man könnte es auch etwas Hosentaschenphilosophisch aufziehen.
Wo kämpfen nichts bringt, gib auf und genieße.
Anstelle von Kortison: -> Rollstuhl und leckere Häppchen.
Ohne Angst und ohne schlechtes Gewissen, zeitlich begrenzt zum egoistischen Lebenskünstler.

hmmm, seit dem Therapieziel NEDA, das auch mit Kortison durchgesetzt werden soll, ist es komplizierter.

gruß agno

P.S.: NEDA
"...Als Therapieziel definierte Mäurer die »Freiheit von klinisch relevanter und messbarer Krankheitsaktivität«, neudeutsch NEDA (no evidence of disease activity).... bei einer Novartis-Pressekonferenz..."

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Kortison spricht, imho @Motorschiffbesitzer

motorschiffbesitzer, (vor 3375 Tagen) @ agno

Man könnte es auch etwas Hosentaschenphilosophisch aufziehen.
Wo kämpfen nichts bringt, gib auf und genieße.
Anstelle von Kortison: -> Rollstuhl und leckere Häppchen.
Ohne Angst und ohne schlechtes Gewissen, zeitlich begrenzt zum egoistischen Lebenskünstler.

:confused: Weder mit "pro noch contra Kortison im Hinterkopf" verstehe ich diese Zeilen! :confused:

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Kortison spricht, imho @Motorschiffbesitzer

agno, (vor 3375 Tagen) @ motorschiffbesitzer

Ich beziehe mich auf "...Wenn aktuelles Leid gelindert wird ..."
Wir kennen das alle, und du wahrscheinlich noch besser!
Aber worin besteht das Leid?
Sehr oft in Angst, Panik & "zeitweilig nicht können"
Ich bin ein Schübling :-)
Es war in den ersten 15 Jahren sehr oft eine extreme mentale Prüfung, dabei ruhig zu bleiben.
Sitzen und schönes erleben, half mir.
Und dann verliert das K-Wort die Dringlichkeit. (imho)
agno

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Kortison spricht, imho @agno

Nalini, (vor 3374 Tagen) @ agno

Ich beziehe mich auf "...Wenn aktuelles Leid gelindert wird ..."
Wir kennen das alle, und du wahrscheinlich noch besser!
Aber worin besteht das Leid?
Sehr oft in Angst, Panik & "zeitweilig nicht können"
Ich bin ein Schübling :-)
Es war in den ersten 15 Jahren sehr oft eine extreme mentale Prüfung, dabei ruhig zu bleiben.
Sitzen und schönes erleben, half mir.
Und dann verliert das K-Wort die Dringlichkeit. (imho)
agno

Schön hast du das beschrieben :-) . Ja, es ist auch eine mentale Prüfung.
Nur eine Frage bleibt mir: Was meinst du mit "sitzen" in dem Satz "Sitzen und schönes erleben ..."?

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Kortison spricht, imho @agno

agno, (vor 3374 Tagen) @ Nalini

Nur eine Frage bleibt mir: Was meinst du mit "sitzen" in dem Satz "Sitzen und schönes erleben ..."?

Ich glaube dass man als MSler den Erinnerungsspeicher mit wunderschönen Erlebnissen füllen sollte.
Erlebnisse die im Sitzen passierten!
Ich glaube dass das die Drohkulisse der MS teilweise beseitigen könnte.
agno

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Kortison spricht, imho @agno

Nalini, (vor 3374 Tagen) @ agno

Ich glaube dass man als MSler den Erinnerungsspeicher mit wunderschönen Erlebnissen füllen sollte.
Erlebnisse die im Sitzen passierten!
Ich glaube dass das die Drohkulisse der MS teilweise beseitigen könnte.
agno

Danke für die Antwort.
Ja, da könnte was dran sein. Aus der Perspektive habe ich es bisher noch nicht gesehen.

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Kortison spricht, imho @Motorschiffbesitzer

motorschiffbesitzer, (vor 3374 Tagen) @ agno

Aber worin besteht das Leid?

Nun ja,

ich erinnere mich an einen Schub zurück, da gab es für mich kein "oben und unten".
Fortbewegung mit Hilfe ging nicht auch nicht sitzend. Auf allen Vieren so ein bisschen.
Das war menschenunwürdig. Kortison half sofort!

Sitzen und schönes erleben, half mir.

Wäre in dem Fall auch gar nicht gegangen (siehe oben).

Generell habe ich die Erfahrung gemacht, dass Kortison bei mir sofort hilft!

Aber - es ist ein Stresshormon!
Man muss es dabei/danach längere Zeit ruhig angehen (lassen)!

Wer das nicht so sieht, hat es nicht verstanden!

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Kortison spricht, imho @Motorschiffbesitzer

Nalini, (vor 3374 Tagen) @ motorschiffbesitzer

Generell habe ich die Erfahrung gemacht, dass Kortison bei mir sofort hilft!

Vielleicht wäre es dir auch ohne K. bald besser gegangen. Ich war erstaunt zu sehen, wie schnell sich bei mir manche Schübe auch ohne K. zurückbildeten.

Hast du es jemals ohne K. versucht?

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Kortison spricht, imho @Motorschiffbesitzer

motorschiffbesitzer, (vor 3374 Tagen) @ Nalini

Generell habe ich die Erfahrung gemacht, dass Kortison bei mir sofort hilft!


Vielleicht wäre es dir auch ohne K. bald besser gegangen. Ich war erstaunt zu sehen, wie schnell sich bei mir manche Schübe auch ohne K. zurückbildeten.

Ich bin davon überzeugt, dass ich in meiner Vita kleine Schübe habe bei denen ich weder beim Arzt war, noch mich beim Arbeitgeber krankgemeldet habe, noch Kortison genommen habe, also

Hast du es jemals ohne K. versucht?

JA!

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Dann spricht doch einiges für Kortison, imho @motorschiffbesitzer

Nalini, (vor 3374 Tagen) @ motorschiffbesitzer

Wenn aktuelles Leid gelindert wird (man muss Kortison natürlich vertragen), spricht in meinen Augen alles dafür. Natürlich ist eine Abwägung "ist die Kortisongabe dem aktuellen Leid angemessen?" durchzuführen.

Hallo motorschiffbesitzer,
meiner Meinung nach muss es eine individuelle Abwägung von Nutzen und Risiko sein. Und bei dieser Abwägung sollte der Patient ein Mitspracherecht haben. Deswegen bin ich so sauer, dass keiner der Ärzte mich über diesen Punkt aufgeklärt hat:crying:,nämlich, ich wiederhole nochmal, dass K. auf den schlussendlichen Grad der Abheilung keinen Einfluss hat. Sondern, dass K. lediglich die Zeit verkürzen kann, in der sich die Symptome zurückbilden. Die Ärzte haben mich einfach mit K. abgefüllt, als sei dieser Weg ohne Alternative. Und ich glaubte das, weil ich es nicht besser wusste.

Ich finde jedoch, als Patient sollte ich selbst entscheiden dürfen. Nämlich, ob ich mir entweder K. verabreichen lasse, mit all den Konsequenzen und Nebenwirkungen, und die Schubsymptome dann wahrscheinlich etwas schneller verschwinden. Oder ob ich verzichte, die Schubsymptome plagen mich vielleicht einige Tage oder Wochen länger. Dafür erspare ich meinem Körper die nicht unerheblichen Nebenwirkungen.

Es grüßt dich Nalini.

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Ich oute mich - Cortison

julia, (vor 3377 Tagen) @ Bennie

Liebe Bennie,
ich wünsche Dir, dass bald wieder alles gut ist.flowers

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Ich oute mich - Cortison

kerstin, (vor 3376 Tagen) @ Bennie

Liebe Bennie,

da ich selber nie einen Schub hatte, blieb mir diese Entscheidung erspart, welch Glück! Zwar hatte der Neurologe bei meiner Diagnose im Krankenhaus es für selbstverständlich gehalten, dass ich Cortison bekomme und mich danach mit Betaferon spritze.Aber da es mir wieder gut ging, habe ich auf meine anthroposophisch orientierte Hausärztin gehört und beides nicht gemacht.
Danach bekam mich 14 ? Jahre lang kein Neurologe mehr zu sehen.
Aber dann ging es mit der Progredienz los und ich besuchte Herrn Weihe, der von dieser Progredienz sprach. Bis ich das aber für mich akzeptieren konnte, dauerte es noch einmal recht lange. Langer Rede kurzer Sinn: ich brauchte diese Entscheidungen nie wirklich treffen.
Ich wünsche dir, dass es dir schnell besser geht. Und ich denke, wenn du diese Entscheidung so für dich getroffen hast, ist es gut, wenn du dazu stehst und dich nicht auch noch mit Zweifeln rumschlägst. Die Kraft und Energie wird jetzt woanders gebraucht.

Alles, alles Gute und schöne Weihnachtstage :baum: trotz alledem ...
wünscht dir Kerstin

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Ich oute mich - Cortison

W.W., (vor 3375 Tagen) @ Bennie

Ich bin über diese Diskussion eher entsetzt! Es ist hier der Eindruck entstanden, manchmal könne es doch gut sein, einen Schub mit Cortison zu behandeln. Vor allem, wenn es sich um einen schweren Schub handele, oder er sich innerhalb einer gewissen Zeit nicht zurückbildet.

Ich habe immer gesagt, dass ich Verständnis dafür habe, wenn sich jemand Cortison geben lassen will, vor allen Dingen, weil es eine Lehrmeinung, die in allen Lehrbüchern vertreten wird.

Ich habe das so geschrieben, aber dennoch war ich anderer Ansicht! Wenn man mir die Pistole auf die Brust setzen und fragen würde, ob Cortison bei einem frischen MS-Schub dazu beträgt, dass sich der Schub besser, also vollständiger zurückbildet, dann muss ich bekennen: Nein, ich glaube das nicht!

Es mag durchaus sein, dass sich ein Schub etwas schneller (dabei geht es um ein paar Tage) unter Cortison zurückbildet, aber völlig unabhängig davon, ob er mit Cortison behandelt wird oder nicht, ist die Vollständigkeit der Rückbildung.

Damit habe ich immer behauptet: Ob etwas von einem Schub zurückbleibt oder nicht, hat nichts mit der Cortisonbehandlung zu tun! Und: Ein Schub bildet sich unter Cortison nicht besser zurück! Hier beziehe ich mich auf die Optcusneuritisstudie von Beck und eine persönliche Auskunft des Leiters einer Universitätsaugenklinik, Prof. Lagréze.

Ich meinte also, ich hätte gute Gründe für diese Annahme, und ich glaubte auch, dass sie sich in den letzten Jahren auch unter Neurologen mehr und mehr durchgesetzt hat, aber jetzt scheint mir in diesem Thread alles über den Haufen geworfen zu sein. Oder habe ich Bennie oder MSB falsch verstanden?

In diesem Thread wird offenkundig die Meinung vertreten, es könne angezeigt sein, einen frischen Schub mit Cortison zu behandeln, weil damit ein Wachstum des Herdes verhindert werden kann. Damit ist die alte Unsicherheit wieder da: Im Zweifel sollte ich es also doch tun!?

Ich bin sehr unglücklich über diese Entwicklung und frage mich, inwieweit ich mich schuldig gemacht habe, indem ich immer von Cortison abgeraten habe. Wenn ich Unrecht hätte, mit welchen Auswirkungen muss ich rechnen!

Dass ich meine Meinung und meine Therapieempfehlung nicht genau genug geprüft habe??! Natürlich könnte ich einen solchen Fehler begangen haben, denn niemand ist fehlerfrei, aber wenn mir das unterlaufen wäre, wäre es fatal.

Mein Ruf als jemand, der etwas von MS versteht, wäre hin! Ich hätte verloren, und dürfte auch niemandem zur Zurückhaltung hinsichtlich der Basistherapie raten.

Ich wäre nicht besser als ein Scharlatan, der es vielleicht gut meint, aber sich schrecklich vertan hat. Ich hatte mich vertan, indem ich in der Opticusneuritisstudie Fehler übersehen habe, was aber nichts daran ändert, dass die 3- bzw. 5-Jahres-Ergebnisse keinen Nutzen der Cortisonbehandlung nachgewiesen hatten. Habe ich wieder etwas übersehen? Wie lange soll diese Täuschung noch weitergehen?

Ich möchte alles tun, um mitzuhelfen, diesen furchtbaren Irrtum aufzuklären, und werde dann Abbitte leisten und nicht weiter in MS-Dingen beraten.

Ich bin sehr schockiert, und muss nachdenken, wie ich aus dieser Situation wieder herauskomme. Man würde mir helfen, wenn mir die, die eine Cortisontherapie für sinnvoll halten, die Studie zitieren, auf die sie ihre Annahme stützen.

Bisher bin ich davon ausgegangen, dass es diese Studie nicht gibt.

W.W.

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Ich oute mich - Cortison

W.W., (vor 3375 Tagen) @ W.W.

Damals (im September 2009) schrieb ich:

Sehr geehrter Herr Lagrèze,

ich bin auf Ihre Arbeit 'Steroide bei Sehnerverkrankungen' gestoßen und habe ihn in meinem MS-Forum besprochen. Nun kamen aber viele Postings, dass die Opththalmologen und Neurologen anscheinend nicht einig seien. Darum erlaube ich mir, Sie anzuschreiben.

Ich persönlich bin Neurologe und der Ansicht, dass viel zu viele Sehnerventzündungen bei der MS mit Cortison behandelt werden und beziehe mich dabei auf die aus meiner Sicht hervorragende Studie von Beck. Diese scheint aber von der DMSG nicht ganz korrekt zitiert zu werden. Vor allem werden die 2- bzw. 5-Jahresergebnisse unterschlagen, aber auch so getan, als sei die von Beck untersuchte Sehnerventzündung nicht unbedingt eine Sehnerventzündung bei MS. Das mag sein, dennoch meine ich, dass die meisten nichttraumatischen Sehnerventzündungen letztendlich doch im Rahmen einer MS auftreten, bin also der Ansicht, dass die Studie gut ist.
Bestärkt wurde ich darin, als ich Ihre Arbeit las und fand, dass auch Sie sehr zurückhaltend mit Cortison sind. Nun meinen aber aufmerksame Forenleser, es gäbe einen Dissens zwischen den Augen- und Nervenärzten. Möglicherweise sei die Sehnerventzündung ein Kampfgebiet bzw. es gäbe Einflussnahmen von Cortisonherstellern? Darum habe ich mich erboten, bei Ihnen anzufragen, wie die aktuelle Sachlage ist.
Ich will auch nicht verschweigen, dass mich tierexperimentelle Studien mit Sorge erfüllen, die zeigen, dass Cortison möglicherweise die Rate von Nervenfaseruntergängen im Sehnerven erhöht.
Als Letztes möchte ich die ungesicherte und rein theoretische Befürchtung ansprechen, dass Cortison möglicherweise ein Wiederaufflackern einer Sehnerventzündung fördern oder sogar einem Übergang in die sekundäre Progredienz Vorschub leisten könnte.

Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen.
Viele Grüße in die Philosophenhochburg Freiburg,
Wolfgang Weihe
(Arzt für Neurologie und Psychiatrie)

Prof. Lagréze antwortete:

Sehr geehrter Herr Weihe,
vielen Dank für Ihre Email. Ich denke, dass Sie haben meinen Standpunkt richtig wiedergegeben haben und wir uns recht einig sind. Ursache des Dissenz beider Fachgruppen ist sicher nicht der Einfluss der Cortisonhersteller. Damit läßt sich kaum Geld verdienen. Ich denke, dass es eher historisch unterschiedlich gewachsene Behandlungsmuster sind. Sehr gerne können Sie mich anrufen oder mit konkreten Fragen anmailen.
Mit freundlichen Grüßen
W. Lagrèze

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agno, (vor 3374 Tagen) @ W.W.

Danke!
In in diesen seltsamen Zeiten, tut es gut das so zu lesen.
mfG agno

P.S.: Trotzdem finde ich es schlimm, wenn jemand das Gefühl hat sich entschuldigen zu müssen, wenn er sich den Empfehlungen des Neurologen anvertraut.

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W.W., (vor 3374 Tagen) @ agno

Ich kann sehr gut verstehen, dass sich jemand Cortison geben lässt, wenn er einen Schub hat, der ihm Angst macht. Und niemand muss sich dafür entschuldigen.

Aber die ganze Unsicherheit, die mit MS-Schüben und Cortison verbunden ist, ist wieder da. Fast alle Neurologen empfehlen 3-5mal 1000mg Methylprednisolon intravenös. Wie soll man sich als Patient dem entgegenstellen?

Aber ich wollte nur noch einmal klipp und klar sagen, was ich meine und warum mich das Ganze so sehr berührt.

Ich meine mit Renate_S., man sollte diese Hochdosis-Cortisontherapie nicht mehr durchführen, 3-5mal 500 bis 1000mg sind viel zu viel! Aus meiner Sicht ist Dexamethason (Fortecortin) vorzuziehen, und die intravenöse Gabe ist der oralen nicht vorzuziehen. Die Dosis beträgt etwa 30mg Fortecortin einmal pro Tag oral über 3 bis 5 Tage. Dazu täglich Omeprazol 20mg und zwar 2-3 Tage länger als das Fortecortin.

Meiner Ansicht nach führt die Cortisongabe nicht dazu, dass der Herd und die durch ihn bedingte Symptomatik günstig beeinflusst wird, aber die jetzige Diskussion hat mir wieder vor Augen geführt, wie isoliert ich eigentlich bin.

Warum handelt die Mehrzahl der Neurologen und Krankenhausärzte anders? Das macht mich fassungslos. Mache ich mich mit meiner Einstellung strafbar? Würde ich angeklagt und verurteilt, wenn etwas passiert?

W.W.

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Philipp, (vor 3374 Tagen) @ agno

Es ist keine seltsame Zeit, ausser man leugnet Gott, dann ja.

Weihnachten, das Fest der Liebe.

Philipp

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Bennie, (vor 3374 Tagen) @ W.W.

So, noch einmal meine ganz persönliche Ansicht:
Ich habe mir das Cortison nicht geben lassen, weil ich in diesem Moment vorrangig dachte, der Entzündungsherd würde sich dann vollständiger zurückbilden...
Nein, ich hatte einfach Angst, Weihnachten im Krankenhaus zu verbringen, nicht fähig, selbstständig zu essen, auf die Toilette zu gehen, mich anzuziehen...
ich hatte schlichtweg Angst und natürlich die Hoffnung, dass alles schnell wieder gut ist.
Einfach aus dieser besonderen Situation heraus.
Das alles seinen Preis hat, dessen war ich mir bei meiner Entscheidung bewusst.
Jetzt Ruhe ich mich aus von den Nachwehen und bin froh, dass es schon wieder besser funktioniert. :-)

Ich wünsche Euch allen frohe, gesegnete Weihnachten
Liebe Grüße
Bennie

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Ich oute mich - Cortison

Nalini, (vor 3374 Tagen) @ W.W.

Ich meinte also, ich hätte gute Gründe für diese Annahme, und ich glaubte auch, dass sie sich in den letzten Jahren auch unter Neurologen mehr und mehr durchgesetzt hat ...

Nach jerry im posting oben ist es offensichtlich so, dass diese Annahme bzw. Erkenntnis seit mehreren Jahrzehnten in der wissenschaftlichen Neurologie bekannt ist, dass aber die Ärzte in der Praxis aus verschiedenen Motivationen dennoch häufig davon abweichen.

Im übrigen schließe ich mich agno an mit seiner Meinung, dass es gut ist, dass Sie hier Ihre Auffassung noch einmal explizit darlegen :-) Das Ergebnis ihrer Korrespondenz mit Prof. Lagreze ist für mich sehr interessant.

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W.W., (vor 3374 Tagen) @ Nalini

Im übrigen schließe ich mich agno an mit seiner Meinung, dass es gut ist, dass Sie hier Ihre Auffassung noch einmal explizit darlegen :-) Das Ergebnis ihrer Korrespondenz mit Prof. Lagreze ist für mich sehr interessant.

Was mich wieder einmal so verunsichert, sind diese unterschiedlichen Meinungen. Die Forscher haben eine Meinung, der DMSG-Vorstand auch eine, die Neurologen in den Kliniken eine, und die in den Praxen auch, und die Augenärzte wieder eine andere...

Das Problem mit Cortison ist seine Unklarheit! Und wenn niemand weiß, was richtig ist, dann klammert man sich an Vorschriften und Leitlinien und tut vielleicht zu viel des Guten, um nichts zu verabsäumen, was einem vorgeworfen werden könnte.

Ich denke, kluge und abwägende Ärzte hätten schon längst Klarheit schaffen können. Aber warum ist das nicht passiert? Und wenn schon in so einem 'leichten' Fall wie Cortison die Unsicherheit groß ist, wie soll es dann erst mit Betainterferonen, Fumarsäure, Fingolimod und Tysabri sein?!

Oder machen wir hier im Forum etwas schwierig, was eigentlich einfach und klar geregelt ist?

W.W.

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UWE, (vor 3374 Tagen) @ W.W.

Im Prinzip ist es ganz einfach.

Solange der behandelnde Arzt MS nicht heilen kann muss er dem Patient wenigstens die Möglichkeit geben die Symptome zu bessern.

Ob jetzt 3x 1000 i.V. oder mehrmals 30mg Oral ist da zweitrangig.
Man sollte dem Patienten die Chance geben beide Darreichungsformen zu testen ohne eine Drohkulisse aufzubauen.

Ich bin meinem Neuro und meinem Hausarzt jedenfalls dankbar für die problemlose i.V.- Gabe. Das hat mir etliche beschwerdefreie Jahre beschert die ich vollumfänglich mit meiner Frau und kleinen Tochter genießen konnte.

LG
Uwe

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Ich oute mich - Cortison

W.W., (vor 3374 Tagen) @ UWE

Im Prinzip ist es ganz einfach.

Solange der behandelnde Arzt MS nicht heilen kann muss er dem Patient wenigstens die Möglichkeit geben die Symptome zu bessern.

Ob jetzt 3x 1000 i.V. oder mehrmals 30mg Oral ist da zweitrangig.
Man sollte dem Patienten die Chance geben beide Darreichungsformen zu testen ohne eine Drohkulisse aufzubauen.

Ich bin meinem Neuro und meinem Hausarzt jedenfalls dankbar für die problemlose i.V.- Gabe. Das hat mir etliche beschwerdefreie Jahre beschert die ich vollumfänglich mit meiner Frau und kleinen Tochter genießen konnte.

Ich weiß nicht!?:confused: Ich bin anderer Ansicht. Und ich finde, dass es überhaupt nicht einfach ist. Und dass die MS-Experten eine klare und nachvollziehbare Linie verfolgen sollten.

W.W.

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Ich oute mich - Cortison

UWE, (vor 3373 Tagen) @ W.W.

Doch lieber Doc, es ist ganz einfach, wenn man das aus der Sicht des direkt Betroffenen sieht.
- Da ist er mal wieder der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ...

LG
Uwe

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W.W., (vor 3373 Tagen) @ UWE

Doch lieber Doc, es ist ganz einfach, wenn man das aus der Sicht des direkt Betroffenen sieht.
- Da ist er mal wieder der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ...

Bestimmt steht es mir nicht zu, zu widersprechen, wenn ich es tue, dann deswegen, weil es mein Credo ist, Dass das Gespräch das A und O ist. Es geht nicht um Direktiven, um ein Gefälle zwischen Spezialist und Laien, was in puncto MS zu verhandeln ist, bedarf nur des gesunden Menschenverstands, und es dauert nur Minuten. Insofern sind beide wichtig: Arzt und Patient - und wie das Verhältnis zwischen beiden ist, dass der eine auf den anderen hört, von Mensch zu Mensch.

W.W.

PS: Warum ich fast nie 'Professor' sage? Weil das ein Ungleichgewicht ins Gespräch bringt. Kein Amerikaner würde seinen Dr. als Doktor oder Professor anreden. Wenn man das tut, ist man quasi per Konvention nicht mehr gleichberechtigt.

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Ich oute mich - Cortison

UWE, (vor 3372 Tagen) @ W.W.


PS: Warum ich fast nie 'Professor' sage? Weil das ein Ungleichgewicht ins Gespräch bringt. Kein Amerikaner würde seinen Dr. als Doktor oder Professor anreden. Wenn man das tut, ist man quasi per Konvention nicht mehr gleichberechtigt.

Das ist eine gesunde Einstellung.
Respekt hat nichts mit Titeln zu tun.
Ich selbst habe auch noch nie Doktor oder Professor gesagt. Weder privat noch beruflich. - Das kam immer gut rüber und wurde mir auch nie übel genommen.

- Und abschließend zum Kortison.
Das muss im Endeffekt halt jeder mit sich selbst ausmachen. Die Argumente liegen alle auf dem Tisch.

LG
Uwe

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Nalini, (vor 3374 Tagen) @ UWE

Ob jetzt 3x 1000 i.V. oder mehrmals 30mg Oral ist da zweitrangig.
Man sollte dem Patienten die Chance geben beide Darreichungsformen zu testen ohne eine Drohkulisse aufzubauen.

Und, ich ergänze, man sollte dem Patienten auch sagen, dass, um es mal kurz zu formulieren, nichts anbrennt, wenn man kein K. nimmt, dass es dann halt nur etwas länger dauern kann. Ohne eine Drohkulisse aufzubauen, wie ich das oft erlebt habe.

Uwe, vielleicht hättest du diese tollen Jahre auch ohne K. gehabt? Wenn diese Annahme zutrifft, die laut jerry keine Annahme mehr ist, sondern ein wissenschaftlicher Konsens ?

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Ich oute mich - Cortison

Abby, (vor 3374 Tagen) @ Nalini

Führt solche Diskussion zu etwas? Habe das Gefühl es dreht sich alles im Kreis. Wie kriegt man eine starke Spastik oder Schmerzen ohne Kortison weg. Ich habe monatelang nicht geschlafen und hatte schon sehr böse Gedanken. Nach der ersten Gabe könnte ich wieder schlafen .....Unvorstellbar schön. Ich bekomme es immer intrathekal und bin seit Jahren sehr glücklich damit. Leider ist meine letzte am Dienstag schief gelaufen weil der Doc leider aufgrund meiner Skoliose 5 x stechen müsste. Dabei wurde wohl etwas verletzt. Nun kann ich mein rechtes Bein nicht mehr heben. Aber ich versuche es jetzt mit Beintraining das wieder hinzukriegen. Ist schon sehr belastend und das gerade heute. Aber allem zum Trotz würde ich es immer wieder machen lassen. Wenn man nicht in der Situation ist, dann kann man einfach nicht mitreden. Schlafmangel ist die Hölle sowie auch Schmerzen.

Ich wünsche nicht nur allen ein schönes und friedliches Weihnachtsfest sondern auch schmerzfreie Tage und Nächte.


Liebe Grüße
Abby

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@Abby Ich oute mich - Cortison

Philipp, (vor 3374 Tagen) @ Abby

Danke Abby

Kurkumin wirkt genau gleich.

Nicht anstatt, zusätzlich nehmen.

Jetzt wo du die Spastik erwähnst, ich habe momentan null davon !!!!!!!!

Muskelkater ja, Spastik no.

Ganz schöne Weihnachten und ich lobe dafür den Herrn, ich bin sehr dankbar für mein
neues Leben.

Philipp

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Was hilft gegen einen immerpräsenten Tremor?

motorschiffbesitzer, (vor 3374 Tagen) @ Philipp

Hallo,

da ich in beiden Händen einen immerpräsenten Tremor habe, der nervt,
bin ich mittlerweile bereit für natürliche Ideen zum möglichen Lösungsansatz (Versuch macht klug).

Außerdem kann ich die Wirkung objektiv beurteilen. Hat man ja auch eher weniger bei MS.

--
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Was hilft gegen einen immerpräsenten Tremor?

agno, (vor 3372 Tagen) @ motorschiffbesitzer

Einerseits habe ich Bauchweh, etwas zu schreiben was ich nie tun würde. Andererseits
von einem der weiter geht, als ich es tun würde, habe ich die Idee der "Hirnstimulation".
Es hatte funktioniert, es hatte Nebenwirkungen.
Und wie man das oft von MSlern auf dem OP-Tisch hört: Üble Erkältungen und damit verbundene Schübe und dazugehörige EDSS-Verschlechterung :-(
agno

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Was hilft gegen einen immerpräsenten Tremor?

Philipp, (vor 3372 Tagen) @ agno

Du schreibst gerade, dass MS eine Autoimmunkrankheit ist, was hat sonst eine Erkältung mit Schüben zu tun ? Ich verstehe das nicht, es ist aber wichtig, dass wir das verstehen.

Verstanden ?

Philipp

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Was hilft gegen einen immerpräsenten Tremor?

agno, (vor 3372 Tagen) @ Philipp

Du schreibst gerade, dass MS eine Autoimmunkrankheit ist, was hat sonst eine Erkältung mit Schüben zu tun ? Ich verstehe das nicht, es ist aber wichtig, dass wir das verstehen.
Verstanden ? > Philipp

??? Philip, ich habe die Fakten geschrieben. Schlussfolgerungen machte ich nicht.
Wenn mir ein Neurologe einen solchen Satz an den Kopf werfen würde, wie Du ihn geschrieben hast, dann würde ich zum Thema Wetter und Klimaerwärmung wechseln.
agno

P.S.: Schwere Erkältungen & Immunsupression war in meinen Gedanken schon immer mit Schüben verbunden. Ich habe das eher mit dem Überanstrengungsthema verbunden.
Aber das waren Gedanken in der "wilden MS-Zeit", als ich alle Nase lang einen Schub hatte und dazu konkrete Zusammenhänge suchte.

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MS nicht autoimmun, trotzdem Beteiligung des Immunsystems: Kein Widerspruch !

naseweis ⌂, in meinem Paradies, (vor 3372 Tagen) @ Philipp

Du schreibst gerade, dass MS eine Autoimmunkrankheit ist, was hat sonst eine Erkältung mit Schüben zu tun ? Ich verstehe das nicht, es ist aber wichtig, dass wir das verstehen.

Verstanden ?

Philipp

Ich erlär das gern für dich, Philipp.

'Nach meinem Verständnis' muss der Körper bei 'jeder Erkrankung' ausreichend Stabilitätsreserven haben. Das ist unter anderem eine Aufgabe des Immunsystems (Widerstandskraft!)

Deshalb ließ ich mein Immunsystem bei der MS nicht modulieren oder gar ausschalten, - sondern im Gegenteil: Mein Immunsystem bekam Unterstützung durch die TCM (das hatte ich ja schon mehrfach erklärt)

Wenn nun das Immunsystem durch eine aktuelle Erkrankung (Grippe, Husten, Schnupfen, Heiserkeit) oder aber auch durch unvernünftige Lebensweise (durchgemachte Nächte beim Glühwein, Schnapseln am Lagerfeuer, ganze Nacht durch -tanzen, -singen) geschwächt wird, klappt das auch mit der Systemstabilität nicht ganz so gut.

Folge: Systemfehler bei Steuerung der Fortbewegung etc . . ., bluescreen im Hirn usw. usw.

Hastes jetzt verstanden?

Einfache Erklärung zum Immunsystem (nicht zur sog. Autoimmunhypothese!)

Zu Heilung und Selbstheilung gibts da übrigens auch noch nen spannenden Link

--
das Geheimnis der Medizin besteht darin,
den Patienten abzulenken,
während die Natur sich selber hilft (Voltaire)

Sisyphos hatte es auch nicht leicht

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MS nicht autoimmun, trotzdem Beteiligung des Immunsystems: Kein Widerspruch !

Philipp, (vor 3371 Tagen) @ naseweis

Hallo Naseweis

Genau so verstehe ich das auch, wir sind hier aber ziemlich alleine auf weiter Flur.

Wieso viele das Immunsystem nicht so stärken und lieber MS haben, verstehe ich nicht.

Das Auto kann man streichen. Immunsystem greift körpereigenes Gewebe an, das reicht.

Philipp

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Was hilft gegen einen immerpräsenten Tremor?

motorschiffbesitzer, (vor 3371 Tagen) @ Philipp

Nicht schlecht (Litotes?). Gar nicht schlecht.

--
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Was hilft gegen einen immerpräsenten Tremor?

motorschiffbesitzer, (vor 3371 Tagen) @ agno

Ich weiß nicht, ob paradox oder Angst davor meine Statement dazu charakterisiert?
Aber dem würde ich mich im Moment nie unterwerfen!

--
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@Philipp Ich oute mich - Cortison

Abby, (vor 3374 Tagen) @ Philipp

Danke für den Hinweis. Das werde ich auf jeden Fall probieren ..... Hört sich gut an. Habe mir die Wirkung durchgelesen und bin fasziniert. Danke

Liebe Grüße Abby

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@Philipp Ich oute mich - Cortison

Philipp, (vor 3374 Tagen) @ Abby

Bitte Abby, das funktioniert.

Der Körper kann so ständig Entzündungen ausschalten.

Gegen die MS ist das noch nicht, aber gegen die Entzündungen.

Wenn du mich fragen würdest wegen der MS, würde ich meine Vitamin D Tropfen nennen.

Ich kenne deinen Stress, ich hatte das 13 Jahre lang, immer und immer wieder aufs Neue.

Schöne Weihnachtszeit und ja, es gibt Möglichkeiten !

lg

Philipp

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- Cortison - bezaubernd

naseweis ⌂, in meinem Paradies, (vor 3374 Tagen) @ Abby

Führt solche Diskussion zu etwas?

Irgendwo hab ich mal was von der "bezaubernden" Wirkung des Cortison gelesen, womöglich ist das von der Wirkung mit dem "verzaubernden" *C* vergleichbar. rofl

Ich kann das schon verstehn, wenn sich jemand für Cortison mit seiner "bezaubernden" Nebenwirkung entscheidet und dann mal ein bisschen Ruhe findet, die "Ruhe" (als solche, egal durch was ausgelöst) gönn ich jedem.

Ich hab damals gegen die nächtlichen Spastikeen *C* (nicht Cortison) genommen, das war auch verzaubernd und entspannend und 'Schmerz wegnehmend' (aber nicht leitlinientreu und illegal und überhaupt und ausserdem)

Aber ich konnte wieder schlafen . . . .

- Wo führt die Diskussion hin ? -

Cortison (so meine ich aus dem Diskurs rausgelesen zu haben) hat keinen Einfluss auf das Langfristergeebnis
Cortison kann ein nettes "high" erzeugen, das die Situation erträglicher macht


. . . und da sind wir beim Zweck eines Forums angelangt:

  • Wir überlegen gemeinsam,
  • wir wägen und verwerfen,
  • Jede(r) bringt eigene Gedanken und Erfahrungen ein - auch wenn manches nur aus den Leitlinien mit paste&copy hier ankommt . . .
  • aber jede(r) darf für sich selbst entscheiden, welche benefits er für sich mitnimmt.

Ich find das legitim

--
das Geheimnis der Medizin besteht darin,
den Patienten abzulenken,
während die Natur sich selber hilft (Voltaire)

Sisyphos hatte es auch nicht leicht

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Ein richtig gutes Statement!

Sonne, (vor 3374 Tagen) @ naseweis

- Wo führt die Diskussion hin ? -

Cortison (so meine ich aus dem Diskurs rausgelesen zu haben) hat keinen Einfluss auf das Langfristergeebnis
Cortison kann ein nettes "high" erzeugen, das die Situation erträglicher macht


. . . und da sind wir beim Zweck eines Forums angelangt:

  • Wir überlegen gemeinsam,
  • wir wägen und verwerfen,
  • Jede(r) bringt eigene Gedanken und Erfahrungen ein - auch wenn manches nur aus den Leitlinien mit paste&copy hier ankommt . . .
  • aber jede(r) darf für sich selbst entscheiden, welche benefits er für sich mitnimmt.

Ich find das legitim

Ich hatte mich tatsächlich schon beim kopfschüttelnden Lesen gefragt: Ist diese Art der Diskussion auf ein wehmütiges "Mir geht es gerade Sch...", zumal wir kurz vor und bis ins "Jetzt ist Weihnachten" keinen schlechteren Zeitpunkt hätten wählen können?
So nicke ich mal mit den ersten Userantworten freundlich mit und wünsche allen(vor allem dir liebe/r Benni ein stressfreies:herzle: besinnliches :note: und wundervolles :hungry: Weihnachtsfest!!! lightbulb :baum::herzle::baum:lightbulb

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- Cortison - bezaubernd

Nalini, (vor 3374 Tagen) @ naseweis

  • Wir überlegen gemeinsam,
  • wir wägen und verwerfen,
  • Jede(r) bringt eigene Gedanken und Erfahrungen ein - auch wenn manches nur aus den Leitlinien mit paste&copy hier ankommt . . .
  • aber jede(r) darf für sich selbst entscheiden, welche benefits er für sich mitnimmt.

Ich find das legitim

Ja, so muss es in einem Forum laufen. Ist doch super.

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- Cortison - bezaubernd

motorschiffbesitzer, (vor 3374 Tagen) @ naseweis

[*]Jede(r) bringt eigene Gedanken und Erfahrungen ein - auch wenn manches nur aus den Leitlinien mit paste&copy hier ankommt . . .

Ich sehe es (leider) so, dass sich Kortisongegner mehr mit Leitlinien beschäftigen,
als Patienten, die - wie auch immer - Hilfe für sich wollen.

Da wird (künstlich?) ein Widerspruch erzeugt, der den Suchenden zermürbt.

Das "künstlich" bezieht sich nicht drauf, dass "contra Kortison" vielleicht eine richtige Einstellung ist, sondern dass Suchende und Leute mit eigenen Erfahrungen nicht ernst genommen werden.

--
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- Cortison - bezaubernd

Philipp, (vor 3374 Tagen) @ motorschiffbesitzer

Ja, die Suchenden zermürben, das ist Programm "setz dich zu mir in den Rollstuhl" und geniesse dein Leben, nein danke.

Ich gehe im Sommer an den Strand baden, auf das andere Leben habe ich null bock.

Ich habe der Physiotherapie gerade geschrieben, dass ich einen Aktionsplan möchte, mit dem Ziel im Juli 2017 150 Meter mit Hindernissen und auf Wiese und Sand gehen zu können.

Die letzten 80 Stunden Physiotherapie haben mich so weit gebracht, dass ich jetzt mit der Gangschule starten kann.

Philipp

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- Cortison - bezaubernd

motorschiffbesitzer, (vor 3374 Tagen) @ Philipp

Jetzt muss ich als Waage ausgeglichen sein: Sowas zu lesen

Ja, die Suchenden zermürben, das ist Programm "setz dich zu mir in den Rollstuhl" und geniesse dein Leben, nein danke.

Ich gehe im Sommer an den Strand baden, auf das andere Leben habe ich null bock.

Ich habe der Physiotherapie gerade geschrieben, dass ich einen Aktionsplan möchte, mit dem Ziel im Juli 2017 150 Meter mit Hindernissen und auf Wiese und Sand gehen zu können.

Die letzten 80 Stunden Physiotherapie haben mich so weit gebracht, dass ich jetzt mit der Gangschule starten kann.

zermürbt auch. Gerade wenn überflüssigerweise Gedanken a'la habe ich was falsch gemacht? hochkommen.

--
Syntax error on line 1492

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- Cortison - bezaubernd, @MSB

jerry, (vor 3373 Tagen) @ motorschiffbesitzer

Hallo MSB,

versteh Dich voll und ganz, bei den Zeilen geht mir das auch so.
Als 'Fische' reagiere ich anders:

Ich will doch null und garnicht, dass sich solch Früchtchen zu mir in den Rolli setzt - entziehe mich also, glibberig und zugleich in mehrere Richtungen schwimmend, wie ich nun mal bin (Fische ;-) ).

Soller doch seine Physio stressen. Führe lieber mein Spaßleben, von dem er nix ahnt
rofl


LG, frohe Weihnachten
jerry

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- Cortison - bezaubernd

Nalini, (vor 3373 Tagen) @ motorschiffbesitzer

Nach meinem Wissen dürfte es so sein, dass unbeschwertes Genießen unbedingt gesundheitsfördernd ist. Nicht nur für die Seele, sondern auch für den Körper. Auch das unbeschwerte Genießen von z.B. Häppchen im Rollstuhl ;-)

Dies schreibt eine, die selber einen Rollstuhl nutzt, um den Aktionsradius zu erweitern. Und gleichzeitig trainiert, um vielleicht noch Verbesserungen zu erzielen. Verbesserungen, die mit Training vielleicht kommen, wenn das Schicksal gnädig und die Selbstheilung noch nicht zum Stillstand gekommen ist.

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- Cortison - bezaubernd

motorschiffbesitzer, (vor 3373 Tagen) @ Nalini

Auch das unbeschwerte Genießen von z.B. Häppchen im Rollstuhl

Das sehe ich schon seit einiger Zeit als Schwierigkeit an und arbeite noch an "Workarounds".

Rollstuhl längst nicht mehr der Rede wert.

Häppchen? Problem! Ich kann das nicht halten!

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- Cortison - bezaubernd

Nalini, (vor 3373 Tagen) @ motorschiffbesitzer

Ich kenne das Problem bei einem Freund und bei einigen Bekannten von mir.
Ich wünsche dir von Herzen, dass sich eine Lösung findet, und/oder vielleicht auch wieder Besserung.
Alles Gute für dich flowers

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@ Philipp

Abby, (vor 3374 Tagen) @ Philipp

Klasse .....Genau mein Ding. Mach weiter und du schaffst das. Wir lassen uns doch nicht unterkriegen. Ich weiß genau, ich werde den Blödsinn auch wieder los * grins *

Liebe Grüße
Abby

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@ Abby

Philipp, (vor 3374 Tagen) @ Abby

Ja, 100%, es braucht einfach Zeit und Durchhaltewille, darum klappt das bei nur ganz Wenigen.

Durch das definieren von Zielen mit der Physiotherapie halte ich mich auf diesem Kurs, ich könnte auch manchmal Alles hinschmeissen, alleine würde ich es nicht packen.

Mein Lohn ist aber süsser wie Honig, ein zweites Leben !

Den Oligodendrozyten liefere ich das von ihnen benötigte Uridinmonophosphat um zu wachsen.

lg

Philipp

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- Cortison - bezaubernd

Bennie, (vor 3374 Tagen) @ motorschiffbesitzer

thumb up

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- Cortison - bezaubernd

W.W., (vor 3374 Tagen) @ Bennie

Da könnte etwas dran sein, dass ich oder andere positive Cortisonerfahrungen in unangemessener Weise abqualifiziert haben! Andererseits ist die Gefahr groß, dass jeder seine eigenne Cortisonvorstellungen vertritt.:-( So etwa wie:

- Ich behandle jeden Schub mit Cortisonstößen, auch stumme frische Herde.
- Ich lasse mich immer intravenös behandeln und fahre damit gut.
- Ich ziehe eine orale Behandlung mit Fortecortin vor.
- Ich bin für regelmäßige Cortisonstöße alle 3 Monate.
- Bei SPMS und PPMS schwöre ich auf intrathekale Cortisongaben.
...

W.W.

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- Cortison - bezaubernd

naseweis ⌂, in meinem Paradies, (vor 3374 Tagen) @ W.W.

Andererseits ist die Gefahr groß, dass jeder seine eigenne Cortisonvorstellungen vertritt.:-(

W.W.

ja man/frau könnt da sicherlich trefflich streiten . . .

  • Aber wir sind ja keine Leitlinienproduzenten!
  • Wir müssen keine mehrheitsfähige Meinung bilden!
  • Wir sind freie Menschen und dürfen Meinungen annehmen oder auch mit gleichem Recht ablehnen!

Ja, wir sind hier, weil wir alternative Wege suchen und da gibts ganz Viele:

Ich kann/darf meinen alten Irischen im ganzen Glas trinken, während Boggy aus seinem Erleben das Schnuppern am Fingerhut vorzieht. :schampus:

Manch Eine(r) scheut die Milch, ich mag sie und mir gehts gut damit. Ich hab allerdings noch nicht versucht, ob ich am Ende das Forum ohne Milch als geheilt verlassen müsste . . . :-((

Ich esse gerne Fleisch (nicht unbedingt in rauen Mengen), auch wenn Edithelfriede das als schädlich erachtet. :hungry:

Ich rauche, wie so manch Andere(r) auch . . . :rauch:

Ich sitz auch gern ab und zu am Feuer, wenn es auch Menschen gibt, die den möglichen Feinstaub daraus als schädlich bezeichnen :ok:

Ich kenn einen, der trotz Verbots ganz gern mal ne Halbe Bier (mit mir? oder überhaupt) trinken möchte . . . :wink:

Es gibt Menschen, die unsinnigerweise über rote Ampeln fahren . . .

Es gibt Menschen die mit Antispastika oder Immunsuppresssiva Auto fahren . . .

--
das Geheimnis der Medizin besteht darin,
den Patienten abzulenken,
während die Natur sich selber hilft (Voltaire)

Sisyphos hatte es auch nicht leicht

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- Cortison - bezaubernd

Bennie, (vor 3374 Tagen) @ naseweis

Wunderbar

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- Cortison - bezaubernd

Niki, (vor 3373 Tagen) @ naseweis

thumb up die Einstellung gefällt mir

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Cortison -> verflucht & bezaubernd

agno, (vor 3374 Tagen) @ motorschiffbesitzer

Ich sehe es (leider) so, dass sich Kortisongegner mehr mit Leitlinien beschäftigen,
als Patienten, die - wie auch immer - Hilfe für sich wollen.

*schluck*
Ich vermute da eher ein Missverständnis.
& behaupte mal: MS tut nicht weh!
Die MS kann sekundäre Unbequemlichkeiten (manchmal auch höllische Schmerzen) verursachen, die nicht unbedingt gemeinsam mit der MS bekämpft werden müssen.
agno

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Cortison -> verflucht & bezaubernd

motorschiffbesitzer, (vor 3374 Tagen) @ agno

Worauf willst du hinaus?

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Cortison -> verflucht & bezaubernd

agno, (vor 3373 Tagen) @ motorschiffbesitzer

Erstens befürchte ich das Du recht hast mit:

Ich sehe es (leider) so, dass sich Kortisongegner mehr mit Leitlinien beschäftigen,
als Patienten, die - wie auch immer - Hilfe für sich wollen.

Zweitens glaube ich dass ein großer Teil der "Hilfe" ein technischer Murks ist.
Die Idee kam mir nach einer mittleren Odysee zu diversen Schmerzproblemen.
Bei einem Neurologenbesuch erwähnte ich das beiläufig in einem Nebensatz. Der meinte darauf: Ja, MS und Schmerzen.
Ich hatte dabei die Intuition dass sogar der liebe Kerl meine Schmerzprobleme als MS-Schub abgefrühstückt hätte.

weihnachtliche Grüße von agno

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Cortison -> verflucht & bezaubernd

motorschiffbesitzer, (vor 3373 Tagen) @ agno

Das ist alles sehr delikat und am Ende muss der Patient entscheiden (der den Arzt auch in die eine oder andere Richtung lenken kann :-( ).

BSP-1:
Ich hatte mal mehr oder weniger aus heiterem Himmel Schmerzen, dass ich liegend transportiert werden mußte. Das war eindeutig ein Schub.

BSP-2:
Ich habe im KH davon berichtet, dass ich sehr oft Wadenkrämpfe habe. Die Ärzte schieben das nicht auf die MS. Behandlung mit Magnesium nach Bedarf.

Die Behandlung finde ich richtig. Dass es sich hierbei nicht um einen Schub handelt, sehe ich auch so. Dass es nichts mit der MS zu tun hat, sehe ich nicht so.

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Cortison -> verflucht & bezaubernd

agno, (vor 3372 Tagen) @ motorschiffbesitzer

Das ist mehr als delikat!
Ich sage mal so: Ich kann nicht dein Empfinden spüren, daher würde es die Höflichkeit gebieten nach deiner Vermutung zu therapieren.
Obwohl, wenn ich mit meinem heutigen Wissensstand ein Neurologenzertifikat bekommen würde, dann würde es vermutlich meine Handwerkerehre gebieten die Schmerzursache in einer sekundären MS-Folge -> somit nicht im Schub zu suchen.
Aus Unsicherheit höflich?
Weihnachtliche Grüße von agno

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Cortison -> verflucht & bezaubernd

motorschiffbesitzer, (vor 3372 Tagen) @ agno

Aus Unsicherheit höflich?

Edith sagt: Ich habe mich verlesen!:-(
Ich habe "unhöflich" gelesen. Trotzdem lasse ich meinen Text stehen.

Bei mir? Never!
Da müßte ich ja unhöflich gegenüber mir selbst sein.
OK, bin ich vielleicht manchmal in Selbstgesprächen. Aber das ist ein anderes Thema.;-)

Ich habe jedenfalls die Erfahrung gemacht, dass Neurologen (nicht HNO) nicht so unbekümmert mit der "Kortisonspritze" umgehen wie es hier manchmal anklingt.

Für mich sind auch sekundäre, tertiäre Probleme, ... "MS".

BSP:
Lymphödeme in den Füßen --> wegen viel sitzen (im Rollstuhl) --> wegen MS

Dass es quatsch ist die Lymphödeme mit Kortison zu behandeln, versteht sich hoffentlich von selbst!

Diese - meine - Auffassung geht auch soweit, dass ich gegen die Lehrmeinung der Auffassung bin --> Der EDSS 10 ist irgendwann der Normalfall, plakativ gesprochen! Es können einige Stadien davor übersprungen werden.

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Cortison -> verflucht & bezaubernd

agno, (vor 3372 Tagen) @ motorschiffbesitzer

*schluck*
Es bestürzt, einen der interessantesten Menschen im Forum, so zu lesen.
agno

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Cortison -> verflucht & bezaubernd

motorschiffbesitzer, (vor 3372 Tagen) @ agno

Oh, das wollte ich nicht bewirken.
Dann habe ich meine Intention nicht genug herausgestellt.

Anders formuliert,

wenn man als MSler mit 100 Jahren stirbt würde ich eher einen Grund mit/bei der MS im Hinterkopf suchen, als es einfach auf Altersschwäche zu schieben.

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Ich oute mich - Cortison

Nalini, (vor 3374 Tagen) @ Abby

Führt solche Diskussion zu etwas?

Mir hat die Diskussion etwas gebracht. Das muss jeder für sich selbst entscheiden.

Wie kriegt man eine starke Spastik oder Schmerzen ohne Kortison weg. Ich habe monatelang nicht geschlafen und hatte schon sehr böse Gedanken. Nach der ersten Gabe könnte ich wieder schlafen .....Unvorstellbar schön. Ich bekomme es immer intrathekal ...

Oben geht es, so weit ich das verstanden habe, um die Frage, ob K. im Schub. Das muss unterschieden werden von einer regelmäßigen K.-Gabe. Intrathekale Gabe ist nicht im Schub. Oder ist das bei dir anders?

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Ich oute mich - Cortison

motorschiffbesitzer, (vor 3374 Tagen) @ Nalini

vielleicht hättest du diese tollen Jahre auch ohne K. gehabt? Wenn diese Annahme zutrifft, die laut jerry keine Annahme mehr ist, sondern ein wissenschaftlicher Konsens ?

Ich hab es doch nicht richtig verstanden!:-(

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Ich oute mich - Cortison

Nalini, (vor 3374 Tagen) @ motorschiffbesitzer

Ich meine das so, dass bei Uwe die mit K. behandelten Schübe vielleicht auch ohne K. schnell regeneriert wären.
Vorausgesetzt, die Annahme ist richtig, dass Uwe damals K. im akuten Schub eingesetzt hat.

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Ich oute mich - Cortison

motorschiffbesitzer, (vor 3374 Tagen) @ Nalini

Zweifelst du seine eigene Erfahrung an?
Da habe ich gerade was zu geschrieben.

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Ich oute mich - Cortison

Nalini, (vor 3374 Tagen) @ motorschiffbesitzer

Zweifelst du seine eigene Erfahrung an?

Eigentlich nicht. Ich schätze Uwe als jemanden ein, der weiß, was er will, und die Dinge klar benennen kann.
Nur, manchmal sind die Dinge ja auch Interpretationssache.

Vielleicht habe ich irgendwann die Gelegenheit, Uwe zu fragen, wie er zu seiner Einschätzung kommt. Und ob er das auf Schübe bezieht oder eine evtl. Progredienz. So dass ich etwas über den Hintergrund erfahre. Ohne den zu kennen, ist tatsächlich eine Beurteilung des ganzen schwierig.
:wink:

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Ich oute mich - Cortison

UWE, (vor 3373 Tagen) @ Nalini

Ich meine das so, dass bei Uwe die mit K. behandelten Schübe vielleicht auch ohne K. schnell regeneriert wären.
Vorausgesetzt, die Annahme ist richtig, dass Uwe damals K. im akuten Schub eingesetzt hat.

Wie gesagt

Hätte, hätte Fahrradkette..

Es ist nun mal Fakt dass mir Cortison etliche Jahre lang schnell und zuverlässig geholfen hat. - Da war ich noch RRMS

Uwe

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Ich oute mich - Cortison

W.W., (vor 3373 Tagen) @ UWE

Es ist nun mal Fakt dass mir Cortison etliche Jahre lang schnell und zuverlässig geholfen hat. - Da war ich noch RRMS

Das ist so ein Problem mit den Fakten: der eine sieht sie so, andere genau anders. Aber sicher wird der, der geraucht hat wie ein Schlot und 100 Jahre alt geworden ist, nicht behaupten, dass Rauchen schädlich sei. Er würde das sogar als Fakt bezeichnen.

Nicht von ungefähr ist 'postfaktisch' das Wort des Jahres. Aus 2 Gründen: 1., weil man sich darauf besinnt, mehr nach dem Bauch als nach dem Gehirn zu urteilen. 2., weil man mehr und mehr unsicher ist, was 'Fakten' sind. Ist das, was in der Tagesschau berichtet wird, ein Fakt, oder das, was man am eigenen Leib erlebt hat, oder das, was in Lehrbüchern steht???

Ist es ein 'Fakt', dass Renate_S. ihren schlimmsten Schub bekommen hat, als sie versucht hat, ihr Betaferon abzusetzen. Ohne Frage, ich würde mich ähnlich verhalten wie Renate_S., aber ich würde aus meiner persönlichen Erfahrung nicht den Schluss ziehen, es handle sich um ein 'Fakt', dass ihr Betaferon hilft.

W.W.

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Ich oute mich - Hoffnung hilft

agno, (vor 3373 Tagen) @ W.W.

mehr habe ich nicht.
agno

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Ich oute mich - Cortison

UWE, (vor 3373 Tagen) @ Nalini

Uwe, vielleicht hättest du diese tollen Jahre auch ohne K. gehabt?

Hätte, hätte Fahrradkette..

Ich habe MIT Kortison die tollen Jahre gehabt, ohne Hoffen und Bangen ob die aufgetretenen Behinderungen auch wieder weggehen.
- Ich wollte einfach unbeschwert LEBEN und mit meiner Familie frei und ungezwungen leben.

Wie gesagt, für mich war es der richtige Weg und ich bin froh dass mich meine beiden Ärzte unterstützt haben.

LG
Uwe

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Ich oute mich - Cortison

Nalini, (vor 3373 Tagen) @ UWE

Uwe, vielleicht hättest du diese tollen Jahre auch ohne K. gehabt?


Hätte, hätte Fahrradkette..

Ich habe MIT Kortison die tollen Jahre gehabt, ohne Hoffen und Bangen ob die aufgetretenen Behinderungen auch wieder weggehen.

Ich habe die Erfahrung machen dürfen, dass sich bei mir die Schübe auch ohne K. zurückbildeten, relativ flott und oft sogar vollständig. Vielleicht wäre das auch bei dir der Fall gewesen?

Na ja hätte wäre wenn ...
Wie hat naseweis geschrieben: Erfahrungen austauschen, abwägen, und jeder entscheidet dann selbst.
Die tollen Jahre seien dir gegönnt flowers

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Ich oute mich - Cortison

UWE, (vor 3372 Tagen) @ Nalini


Ich habe die Erfahrung machen dürfen, dass sich bei mir die Schübe auch ohne K. zurückbildeten, relativ flott und oft sogar vollständig. Vielleicht wäre das auch bei dir der Fall gewesen?

Na ja hätte wäre wenn ...
Wie hat naseweis geschrieben: Erfahrungen austauschen, abwägen, und jeder entscheidet dann selbst.
Die tollen Jahre seien dir gegönnt flowers

Natürlich habe ich es am Anfang auch mal ohne Kortison probiert. Das war für mich nichts, immer diese Angst dass da etwas unwiederbringlich kaputt geht.
Und nach der ersten Infusion war ich schon wieder fast fit. Ein tolles Gefühl.

- Aber lassen wir es gut sein. Jeder muss selbst entscheiden. Alle Argumente Pro und Kontra liegen auf dem Tisch.

LG
Uwe

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