Migräne-Patienten haben ja wie auch MSler "weiße Flecken" im Hirn/MRT. Sind das ähnliche Herde, also Entzündungen und eine defekte Isolierung, oder ist das rein "technisch" was ganz anderes? Weiß jemand, warum Migräne-Läsionen keine Ausfälle wie MS produzieren?
Das ist eine außerordentlich interessante Frage!
Leider weiß ich die Antwort nicht. Und ich kenne auch keine Untersuchung zu Migräne-Herden im Gehirn.
Meine Vermutung ist: Sie sehen anders aus, und sie haben eine andere Lokalisation.
Ich würde sie eher in die Richtung UBOs rücken, also eher zu den vaskulären Läsionen zählen. Aber ich habe keine Ahnung!
Aber ich bin ziemlich sicher, dass die Migräne keine 'black holes' macht. Vielleicht ist es naheliegend zu sagen: Migräne-Herde sind eher vaskulärer Genese (also Folge einer schlechten Durchblutung), und dass sie keine bleibenden Ausfälle machen, liegt daran, dass es sich um unfertige Läsionen handelt, Läsionen also, in denen genug Oligodendrozyten übriggeblieben sind, um die Funktion des Nervennetzes weiter zu gewährleisten.
Aber das sind reine Spekulationen!
Mich würde auch Näheres dazu interessieren. Aber heutzutage wird niemand Migräne-Herde unter dem Mikroskop untersuchen! Und auch früher wird das wohl nie passiert sein.
W.W.
PS: Es gibt so entsetzlich viel, was wir nicht wissen!
Ich könnte mir vorstellen, wenn wir Experten von der DMSG fragen würden, sie würden verständnislos den Kopf schütteln.